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Betreff: Stellplätze am Kiessee (Antrag der SPD-Ratsfraktion für die Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke am 21.11.2013)
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Entscheidung
20.02.2014 
36. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:             

 

Die Stadt wird den Parkplatz am Jahnstadion offiziell für den öffentlichen (Besucher-)Verkehr freigeben. Mit dieser Maßnahme können kurzfristig 239 PKW-Stellplätze den Besucherinnen und Besuchern des Naherholungsraums Kiessee neu zur Verfügung gestellt werden.

Auf die Herstellung weiterer Stellplätze westlich des Kiessees/südlich der „Schneeweiß-Siedlung“ bzw. nördlich des Sandweges wird zunächst verzichtet.

Begründung:              

Eine große Stärke des Göttinger Südens ist sein Erholungsraum mit wasserbezogenen Erholungsformen, wozu insbesondere der Kiessee zählt. Verkehrlich gesehen ist der Kiessee sehr gut zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem ÖPNV und dem PKW zu erreichen.

Insbesondere an den Wochenenden zeigt sich, dass aufgrund der Angebotsvielfalt für unterschiedliche Naherholungsaktivitäten die Beliebtheit des Kiessees stetig zunimmt.

Da insbesondere Besucherinnen und Besucher von weiter außerhalb den Naherholungsbereich Kiessee mit dem PKW ansteuern, herrscht zu nachfragestarken Zeiten ein enormer Parkdruck auf der Nordseite des Kiessees.

Die Verwaltung hat die Stellplatzsituation am Kiessee analysiert mit dem Ziel, das Angebot so zu optimieren, dass unnötige Parksuchverkehre vermieden werden. Die Untersuchung erstreckte sich auf drei Schwerpunktbereiche:

1. Herstellung einer neuen Stellplatzanlage westlich des Kiessees bzw. südlich der „Schneeweiß-Siedlung“ (siehe Nr. 1 in Anlage 1 und Anlage 2)

2. Herstellung neuer Stellplätze in Schrägaufstellung nördlich des Sandweges im Zuge von anstehender Leitungsträgerarbeiten (siehe Nr. 2 in Anlage 1 und Anlage 3)

3. Öffnen der Parkplatzanlage am Jahnstadion für den Besucherverkehr („Legalisierung“ des Parkens am Stadion, siehe Nr. 3 in Anlage 1)

Als Untersuchungsergebnis kann festgehalten werden:

Zu 1. Das im Bebauungsplan als Verkehrsfläche festgesetzte Grundstück westlich des Kiessees/südlich der „Schneeweiß-Siedlung“ bietet unter Berücksichtigung entsprechender Stellflächen für Fahrräder und einer ansprechenden Baumpflanzung und Begrünung Platz für ca. 254 PKW-Stellplätze (siehe Anlagen 1 und 2).

Die Gesamtkosten für die Fahrbahn- und Parkflächenherstellung, Herstellung der Grünflächen und Baumbepflanzung sowie der Entwässerung und Beleuchtung belaufen sich bei einer Vollausnutzung der zur Verfügung stehenden Verkehrsfläche auf ca. 1.050.000,- €. Eine geringere Flächeninanspruchnahme oder abschnittsweise Herstellung wäre auch möglich und würde den Kostenaufwand entsprechend reduzieren bzw. auf die Jahre verteilen.

Zu 2. Die Göttinger Entsorgungsbetriebe beabsichtigen in 2014 die Verlegung eines Regen- und Schmutzwasserkanals auf der Nordseite des Sandweges Höhe Kiessee (s. Nr. 2 in Anlage 1 und Anlage 3). Im Zuge der Leitungsträgerarbeiten wäre es aus Gründen der Kostenersparnis denkbar, das Vorhaben gleichzeitig mit dem Bau neuer Stellplätze in Schrägaufstellung nördlich der Fahrbahn zu verbinden (s. Anlagen 1 und 3). Insgesamt könnten so ca. 71 neue Stellplätze geschaffen werden.

Für die über die vorgesehenen Leitungsträgerarbeiten hinausgehenden Arbeiten für die Herstellung der Stellplätze (einschl. Zufahrtsfahrstreifen) würden (Zusatz-)Kosten in Höhe von ca. 242.000,- € anfallen.

Zu 3. Gemäß Auskunft der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GöSF) spricht nichts gegen die Freigabe der Parkplatzanlage am Jahnstadion für den öffentlichen (Besuchs-)Verkehr. Eine Entfernung der heutigen Beschilderung, die die Zuwegemöglichkeit auf die Besucherinnen und Besucher des Jahnstadions beschränkt, wäre ohne Kostenaufwand möglich. Die Öffnung der Parkanlage für den Besucherverkehr würde die Stellplatzanzahl auf der Nordseite des Kiessees um 239 PKW-Stellplätze erhöhen.

Wie man der Anlage 1 entnehmen kann, ist der Kiessee vom Parkplatz Jahnstadion fußläufig erreichbar (Entfernung Parkplatz -> Nord-Ost-Seite des Kiessees ca. 340 m).

Zusammenfassung:

Mit der Freigabe des Parkplatzes am Jahnstadion für den öffentlichen (Besucher-)Verkehr können kurzfristig 239 PKW-Stellplätze für Besucherinnen und Besucher des Naherholungsgebietes rund um den Kiessee ohne Bau-/Kostenaufwand geschaffen werden.

Auch nach der Legalisierung des Parkens am Jahnstadion wird die Verwaltung die Parksituation im Bereich des Sandwegs weiter aufmerksam beobachten. Als Alternative/mögliche Erweiterungsfläche würde sich die Grundstücksfläche westlich des Kiessees/südlich der „Schneeweißsiedlung“ anbieten. Das Einstellen erforderlicher Mittel im Haushalt vorausgesetzt, wäre eine (abschnittsweise) Herstellung der Stellplatzanlage unter Berücksichtigung entsprechender Ansprüche hinsichtlich Grünflächen/Baumpflanzung sowie Flächen für Fahrradabstellanlagen möglich.

Das Anlegen neuer Stellplätze nördlich des Sandweges im Zuge der beschriebenen Leitungsträgerarbeiten in 2014 wird seitens der Verwaltung nicht befürwortet. Neben der Tatsache, dass die für die Umsetzung erforderlichen Mittel im Haushalt nicht vorhanden sind, scheidet diese Variante auch aus gestalterischen Gründen aus.

 

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

keine

 

 

Anlagen:

- Anlage 1: Luftbild Bereich Kiessee mit den potentiellen Erweiterungsflächen für den ruhenden Verkehr

- Anlage 2: Vorentwurf Stellplatzfläche westlich des Kiessees

- Anlage 3: Vorentwurf Stellplatzanlagen nördlich des Sandweges

- Antrag der SPD-Ratsfraktion

 

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anlage 1 (2730 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Anlage 2 (459 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Anlage 3 (998 KB)      
Anlage 4 4 öffentlich Antrag SPD_Ratsfraktion (474 KB)      
 
 

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