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Betreff: "Gedenktafel am Alten Rathaus" (RBK lfd. Nr.: 1085)
Antrag der GöLINKE-Ratsfraktion vom 29.04.2013
Überweisungsbeschluss des Rates vom 15.05.2013
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage SmartDoc
  Bezüglich:
FB41/0263/13
Federführend:41-Fachbereich Kultur   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschuss Stadthalle Entscheidung
22.08.2013 
14. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschusses der Stadthalle (offen)   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:             

 

Es wird vorgeschlagen, am Alten Rathaus außen und innen je eine Tafel mit Erläuterungstexten anzubringen. Über die Texte konnte im Umlaufverfahren kein Einvernehmen erzielt werden.

 

a.      Für die Tafel an der Außenfassade des Alten Rathauses wird folgender Text vorgeschlagen:

 

„Diese Tafel wurde am 16. Juni 1929 angebracht. Sie zeugt von Trauer über die Opfer des Krieges und vom überhöhten nationalen Pathos in der Weimarer Republik. Die Aufarbeitung der Ursachen und Folgen des Ersten Weltkrieges wurde in dieser Zeit weitestgehend versäumt. Auch dadurch wurde der Aufstieg des Nationalsozialismus ermöglicht.“

 

b.      Für die Tafel in der Halle des Alten Rathauses wird folgender Text vorgeschlagen:

 

Die Tafel mit den Namen der gefallenen Beschäftigten der Stadt Göttingen wurde am 4. November 1928 enthüllt. Sie ist Zeugnis des überhöhten nationalen Pathos dieser Zeit.“

 

Eine erneute Beschlussfassung durch den Rat ist nicht erforderlich.

Begründung:

Begründung:

 

Aufgrund eines Offenen Briefes eines Göttinger Bürgers stellte die GöLINKE-Ratsfraktion folgenden vom Rat am 15.05.2013 in den Ausschuss für Kultur und Wissenschaft überwiesenen  Antrag:

„Die am Alten Rathaus angebrachte Tafel für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs wird entfernt. Sollte sich hierfür keine Ratsmehrheit finden, sollte hilfsweise eine erläuternde zweite Informationstafel angebracht werden, die unserem heutigen demokratischen Verständnis von Krieg und Frieden entspricht.“

 

Aus Sicht der Verwaltung sollte die Tafel nicht entfernt werden. Sie ist, wie weitere ca. 20 Kriegs- und Gefallenendenkmäler und -gedenksteine in Göttingen, ein wichtiges historisches Dokument, das die nationalistische Verblendung belegt, die in den zwanziger Jahren große Teile des Bürgertums und die öffentliche Meinung bestimmte. Diese Verblendung wiederum war eine entscheidende Voraussetzung für den Aufstieg des Nationalsozialismus in der Weimarer Republik.“

 

Die Verwaltung schlug für die Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft am 20.06.2013 die Anbringung einer Erläuterungstafel mit folgendem Text vor:

„Diese Tafel wurde 1929 angebracht. Sie zeugt sowohl von echter Trauer über die Opfer des Krieges wie auch von dem überhöhten nationalen Pathos in der Weimarer Republik, in der die Aufarbeitung der Ursachen und Folgen des Ersten Weltkrieges versäumt und auch dadurch der Aufstieg des Nationalsozialismus ermöglicht wurden.“ (vgl. Allris-Vorlage FB 41/0263/13)

 

In der Ausschusssitzung am 20.06.2013 brachte die SPD-Ratsfraktion einen Änderungs- und Ergänzungsantrag ein, der textliche Änderungen am Verwaltungsvorschlag und eine weitere Erläuterungstafel an der Gedenktafel für die im 1. Weltkrieg gefallenen städtischen Beamte, Angestellten und Arbeiter in der Halle des Alten Rathauses beinhaltet.

 

Nach Übereinkunft im Ausschuss sollte eine Abstimmung über die zu überarbeitenden Textvorschläge der Verwaltung im Umlaufverfahren erfolgen. Die neuen Textvorschläge  wurden den Fraktionen am 26.06.2013 mit dem Hinweis auf eine zwischenzeitlich erfolgte Abstimmung mit der Denkmalpflege bezüglich Materialbeschaffenheit, Größe und Anbringungsstelle der Tafeln zugeleitet. Die Plexiglas-Hinweisschilder sollen analog dem Lichtenberg-Hinweisschild ein Format von 28 x 38 cm haben und rechts neben (Außenfassade) bzw. unter der Gedenktafel (Halle) angebracht werden.

 

Am 26.06.2013 teilte die CDU-FDP-Gruppe mit, dass sie nach erneuter intensiver Diskussion einer Anbringung von Erläuterungstafeln nicht zustimmen könne und eine erneute Befassung im Ausschuss/Rat erbitte.

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Für die Anschaffung, Beschriftung und Befestigung der beiden Erläuterungstafeln (Plexiglas 28 x 38 cm) entstehen Kosten i. H. v. voraussichtlich 1.000,- EURO.

 

Anlagen:

 

1. Antrag der GöLINKE-Ratsfraktion vom 29.04.2013

2. Überweisungsbeschluss des Rates vom 15.05.2013

3. Foto Gedenktafel Altes Rathaus Außenfassade

4. Foto Gedenktafel Altes Rathaus innen

5. Änderungs- und Ergänzungsantrag der SPD-Ratsfraktion vom 20.06.2013

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 5 1 öffentlich Linke-15-5-2013-Gedenktafel_am_Alten_Rathaus (54 KB)      
Anlage 4 2 öffentlich ProtokollauszugRat150513 (25 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Gedenktafel Altes Rathaus Aussen (156 KB)      
Anlage 2 4 öffentlich Gedenktafel Altes Rathaus Innen (152 KB)      
Anlage 1 5 öffentlich 13_06_20_Änderungsantrag_Top7_Gedenktafel Altes Rathaus (17 KB)      
Stammbaum:
FB41/0263/13   "Gedenktafel am Alten Rathaus" (RBK lfd. Nr.: 1085) Antrag der GöLINKE-Ratsfraktion vom 29.04.2013 Überweisungsbeschluss des Rates vom 15.05.2013   41-Fachbereich Kultur   Beschlussvorlage SmartDoc
FB41/0263/13-1   "Gedenktafel am Alten Rathaus" (RBK lfd. Nr.: 1085) Antrag der GöLINKE-Ratsfraktion vom 29.04.2013 Überweisungsbeschluss des Rates vom 15.05.2013   41-Fachbereich Kultur   Beschlussvorlage SmartDoc
 
 

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