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Betreff: Bebauungsplan Göttingen-Weende Nr. 34 "An der Lutter",
2. Änderung und Planerweiterung
- Aufstellungsbeschluss
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ortsrat Weende/Deppoldshausen Anhörung
16.05.2013 
13.öffentliche Sitzung des Ortsrates Weende/Deppoldshausen geändert beschlossen   
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
23.05.2013 
25. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:             

 

Der Verwaltungsausschuss beschließt:

 

1.      Für den nachfolgend aufgeführten Geltungsbereich wird der Aufstellungsbeschluss gem. § 2 Abs. 1 BauGB für den Bebauungsplan Göttingen-Weende Nr. 34 „An der Lutter“, 2. Änderung und Planerweiterung gefasst.

 

Die Aufstellung erfolgt im beschleunigten Verfahren ohne Durchführung einer Umweltprüfung gem. § 13 a BauGB. Die Öffentlichkeit wird über die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie die wesentlichen Auswirkungen der Planung unterrichtet.

 

2.      Die Verwaltung wird beauftragt, für den o. g. Bebauungsplan den Entwurf zu erarbeiten.

 

3.      Ziele und Zwecke der Planung:

 

?         Festsetzung eines Allgemeinen Wohngebietes (WA) gem. § 4 BauNVO

?         Planungsrecht für Geschosswohnungsbau mit kleinen Wohnungen, zumeist für Studenten.

 

4.      Geltungsbereich:

Der Geltungsbereich der 2. Änderung und Planerweiterung wird im Norden durch die Straße „An der Lutter“, im Western durch die Hausgrundstücke Rudolf-Stich-Weg Nrn. 9-15 im Osten durch das ISCO-Gelände und im Süden durch den Rudolf-Stich-Weg begrenzt.

Er umfasst die Flurstücke 113/19, 113/51 und 113/54 ganz sowie Teile der Flurstücke 113/22, 113/43, 113/44, 113/47und 113/49 der Flur 10 in Weende.

 

Maßgeblich für die Abgrenzung ist die zeichnerische Darstellung des Bebauungsplanes im Maßstab 1:500.

Begründung:

 

Planungsanlass.

 

Im Herbst 2012 ist die Wohnungsgenossenschaft Göttingen e.G. an die Stadt herangetreten mit dem Wunsch ein Grundstück, das derzeit mit Garagen bebaut ist und zudem noch Stellplätze für die Mieter der Genossenschaftshäuser vorhält, umzunutzen.

 

Die Wohnungsgenossenschaft möchte hier einen langgestreckten viergeschossigen Baukörper errichten. Hier sollen vorzugweise Ein-Zimmer Studentenapartments und kompakte Zwei-Zimmer-Wohnungen entstehen, die aufgrund der Nähe zur Universität eine gute Vermietung erwarten lassen.

Die Wohnungsgenossenschaft hat derzeit noch keine Wohnungen in diesem Marktsegment in ihrem Wohnungsbestand, erhält diesbezüglich jedoch immer wieder Anfragen.

 

Das neue Gebäude soll gleichzeitig einen Schallschutz für die südlich angrenzenden Gebäude am Rudolf-Stich-Weg schaffen.

Es ist geplant, die neuen Wohnungen über Laubengänge an der Nordseite der Gebäude zu erschließen. Wohn- und Schlafbereiche sollen nach Süden zum Rudolf-Stich-Weg ausgerichtet werden.

Entsprechende Gutachten zum Schallschutz der neuen Gebäude werden im Rahmen der Erarbeitung des Bebauungsplanentwurfes beauftragt.

 

Es ist geplant als Ersatz für die derzeit bestehenden Stellplätze und den neu entstehenden Bedarf im Untergeschoss eine Parkebene einzuziehen.

 

 

Planerweiterung:

 

Für die optimale Umsetzung des Vorhabens ist es erforderlich, den Planbereich im Westen um ca. fünf Meter über den Geltungsbereich des Bebauungsplanes Göttingen-Weende Nr. 34 „An der Lutter“ hinaus zu erweitern.

Dieser Bereich ist derzeit Teil des Bebauungsplanes Göttingen-Weende Nr. 52 Teilplan A „Bundesstrasse 27“ und wird mit dem neuen Bebauungsplan überplant.

Der Geltungsbereich umfasst eine Größe von ca. 6.700 m²

 

 

Verfahren:

 

Das Aufstellungsverfahren soll gemäß § 13a Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 BauGB durchgeführt werden. Die Durchführung einer Vorprüfung i. S. des § 13a Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 BauGB ist nicht erforderlich. Bei der vorliegenden Planung handelt es sich um eine planungsrechtliche Änderung im beplanten Innenbereich des bebauten Siedlungsgebiets. Diese wird, auch unter Mitbetrachtung etwaiger sachlicher, räumlicher und zeitlicher Zusammenhänge mit benachbarten Bebauungsplänen weniger als 20.000 m² Grundfläche festsetzen.

 

Weiterhin wird der Bebauungsplan keine Zulässigkeit von Vorhaben, die einer Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterliegen oder die die Erhaltungsziele und den Schutzzweck von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung und der Europäischen Vogelschutzgebiete im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes beeinträchtigen (§ 13a Abs. 2 i.V.m. § 1 Abs. 6 Nr. 7 Buchstabe b BauGB), begründen.

 

Damit werden alle Anforderungen, die an die Zulässigkeit der Aufstellung eines Bebauungsplanes gemäß des Verfahrens nach § 13a BauGB gestellt werden, erfüllt.

Finanzielle Auswirkungen:

 

Im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages werden die Kosten für das Planverfahren auf  den Investor übertragen. Damit ergeben sich für die Stadt Göttingen keine finanziellen Auswirkungen.

 

Anlagen:

 

Plan des Geltungsbereiches

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Geltungsbereich wee_34_2.Änd (565 KB)      
 
 

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