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Betreff: Ausbau der Straße "An den Weiden"
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ortsrat Grone Kenntnisnahme
31.01.2013 
14.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Grone geändert beschlossen   
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Kenntnisnahme
07.02.2013 
22. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag

 

 

Die Planung für den Ausbau der Straße „An den Weiden“ wird entsprechend der Variante 1 ( ohne separate Radverkehrsanlagen ) zustimmend zur Kenntnis genommen.

 

Begründung:

 

1.   Bestand / Planungsanlass

 

Die Straße „An den Weiden“ ist ein ca. 4,00 m breiter befestigter Wirtschaftsweg zwischen der Otto-Brenner-Straße und dem Siekweg entlang dem Rehbach. Er wurde bisher lediglich zur Erschließung der südlich angrenzenden Kleingärten und als Fuß – und Radwegverbindung zwischen der Otto-Brenner-Straße und dem Siekweg benötigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für den Neubau des Café del Sol wurde die Straße „An den Weiden“ von der Otto-Brenner-Straße bis zur östlichen Grundstücksgrenze des Café del Sol bereits mit einer Fahrbahnbreite von 6,00 m und einem einseitigen, südlich der Fahrbahn gelegenen1,50 m breiten Gehweg ausgebaut.

 

Mit dem Bebauungsplan Göttingen-Grone Nr. 18 „Südlich Sportplatz“, 2. Änderung wurde das Gebiet zwischen der Straße „An den Weiden“ und der Kasseler Landstraße als Gewerbegebiet ausgewiesen. Da die Erschließung dieses Gewerbegebietes nicht von der Kasseler Landstraße erfolgen soll, ist ein entsprechender Ausbau der der Straße „An den Weiden“ erforderlich.

 

 

2. Planungskonzept / Varianten

 

Im Anschluss an das bereits ausgebaute Teilstück wird die Straße „An den Weiden“ bis zum Siekweg mit dem gleichen Querschnitt ( 6,00 m breite Fahrbahn und 1,50 m breiter Gehweg ) ausgebaut. Die Fahrbahnbreite ist erforderlich, da hier auch der reibungslose Begegnungsfall LKW / LKW sichergestellt sein muss, wenngleich mit niedriger Geschwindigkeit (Tempo-30 Zone).

 

Die Straße wird in beiden Fahrtrichtungen befahrbar sein, die Einfahrt vom Siekweg her wird allerdings – wie bereits heute – untersagt. Der Radverkehr ist von dieser Einschränkung ausgenommen.

 

Nach den hier anzuwendenden Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 06) und den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen ( ERA 2010 ) sind bei der sehr geringen Verkehrsbelastung und als Bestandteil einer Tempo-30-Zone grundsätzlich keine separaten Radverkehrsanlagen erforderlich. Der Radverkehr kann im Mischverkehr auf der Fahrbahn geführt werden ( Variante 1 ).

 

Da dem Radverkehr aufgrund der weiter steigenden Radverkehrsmengen im Stadtgebiet eine immer größere Bedeutung zukommt und er entsprechend gefördert werden soll, wurde auch die Einrichtung von beidseitigen 1,25 m breiten Schutzstreifen geprüft ( Variante 2 ).

 

Die Schutzstreifen werden mit Leitlinien ( Z 340 StVO ) markiert. Dies würde jedoch der Straßenverkehrsordnung widersprechen, da in Tempo-30-Zonen gem. § 45 Abs. 1c StVO keine Leitlinien aufgebracht werden dürfen. Die Tempo-30-Zone müsste demnach hier aufgehoben werden.

Hinzu kommt, dass bei der geplanten Fahrbahnbreite von 6,00 m nur 3,50 m als Fahrgasse für den Kfz-Verkehr verbleiben würden. Dies widerspricht den einschlägigen Regelwerken, wonach zwischen den Schutzstreifen eine Fahrgassenbreite von mindestens 4,50 m vorhanden sein soll. Bei dieser Breite können sich zwei Pkw begegnen, ohne auf den Schutzstreifen ausweichen zu müssen. Bei einer schmaleren Fahrgassenbreite würden die Pkw somit im Begegnungsfall  immer den Schutzstreifen befahren müssen Für die Anlage von richtlinienkonformen Schutzstreifen müsste somit die Fahrbahn um 1,00 m verbreitert werden.

 

Aus den oben genannten Gründen ( die Schutzstreifenplanung widerspricht den einschlägigen Regelwerken bzw. wird bei regelkonformer Anwendung eine weitere Flächenversiegelung und zusätzlichen Grunderwerb erfordern ) und unter Berücksichtigung der geringen Verkehrsbelastung wird diese Variante nicht zur Ausführung vorgeschlagen und der Variante 1 der Vorzug gegeben.

 

 

3. Weiteres Vorgehen

 

Die Planung soll dem Ortsrat Grone am 31.01.2013 vorgestellt werden. Hierzu werden auch die Anlieger eingeladen. Auf eine separate Anliegerinformation kann somit verzichtet werden.

Die Ergebnisse dieser Ortsratssitzung werden dann dem Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke am 07.02.2013 und dem Verwaltungsausschuss am 11.02.2013 mit einem Entscheidungsvorschlag vorgestellt.

 

Der Baubeginn ist derzeit für Frühjahr / Sommer 2013 vorgesehen.

Finanzielle Auswirkungen:

 

Die Bau – und Grunderwerbskosten betragen nach derzeitigem Stand ca. 265.000,-- €.

Neunzig Prozent der Erschließungskosten können über Anliegerbeiträge refinanziert werden.

 

Anlagen:

 

 

Anlage 1 : Lageplan Variante 1

Anlage 2 : Lageplan Variante 2

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich An den Weiden Variante 1 (692 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich An den Weiden Variante 2 (705 KB)      
 
 

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