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Betreff: Vorbereitende Untersuchungen "Südliche Innenstadt"
- Einleitungsbeschluss-
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
24.01.2013 
21. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag: 

 

Die vorbereitenden Untersuchungen „Südliche Innenstadt“ sollen gem. § 141 BauGB eingeleitet werden.

 

Begründung:

 

Um die städtebaulichen Strukturen im StadtquartierSüdliche Innenstadt“ zu stärken und zu entwickeln, beabsichtigt die Stadt Göttingen einen Antrag auf Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm des Landes Niedersachsen zu stellen. Dazu ist die Durchführung einer „Vorbereitenden Untersuchung“(VU) im Sinne des § 141 BauGB sowie die Erstellung eines integrierten Stadtentwicklungskonzepts beabsichtigt. Die VU soll die Grundlage für eine Anmeldung für die Programmkomponente „Städtebaulicher Denkmalschutz“ bzw. „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ bilden.

 

Im  August 2012 wurden vier Planungsbüros zur Abgabe von Honorar- und Leistungsangeboten aufgefordert. Es ist beabsichtigt die VU durch das Büro complan, Potsdam, erarbeiten zu lassen.

 

Das Untersuchungsgebiet „Südliche Innenstadt“ umfasst eine Fläche von ca. 24,8 ha und wird durch die Groner Straße im Norden, die Bürgerstraße im Süden, den Bereich um die Kommende im Westen sowie die Kurze-Geismar-Straße im Osten begrenzt. Mit dem Ziel einen umfassenden räumlichen und funktionalen Zusammenhang herzustellen wurde das Gebiet großräumig definiert.

 

Dieser Bereich der Göttinger Innenstadt, geprägt durch gemischte Nutzungen von Wohnen, Einzelhandel, Gewerbe, Gastronomie und Kultureinrichtungen in Verbindung mit einer überwiegend historischen Bausubstanz, bildet ein differenziertes soziales, kulturelles und städtebauliches Milieu.

 

Strukturelle Defizite und Mängel zeigen sich insbesondere in den Bereichen bestehender Problemlagen. Hier liegen in Teilbereichen auch deutliche bauliche Missstände vor.

 

Städtebauliche Entwicklung, Denkmalschutz und Entwicklungsabsichten von Investoren und Eigentümern sind eng auf einander abzustimmen, um in diesem Spannungsfeld innovative Impulse für die strukturelle Weiterentwicklung dieses Innenstadtbereichs zu eröffnen. Dabei ist dem Erhalt der Wohnnutzung in der Innenstadt besonders Rechnung zu tragen.

 

Im Untersuchungsgebiet leben mit 3.172 Einwohnern rd. 2,5 % der Gesamtbevöl-kerung Göttingens. Bei Betrachtung der Altersgruppen ist auffällig, dass in der südlichen Innenstadt überwiegend junge Erwachsene wohnen. Der Anteil der 18-30-jährigen liegt mit 50 % deutlich höher als in der Gesamtstadt (30%), was auf den hohen Anteil studentischer Wohnbevölkerung zurückzuführen ist. Kinder und ältere Bevölkerung sind unterdurchschnittlich vertreten. Die Sozialhilfedichte liegt leicht über den Durchschnittswerten. Die Anteile der Bevölkerung mit Migrationshintergrund sind eher unauffällig.

 

Vorbereitende Untersuchungen

Die vorbereitenden Untersuchungen sollen hinsichtlich ihrer programmatischen Schwerpunktsetzung, des anzustrebenden Maßnahmenkonzeptes, des Finanzrahmens und der abschließend zu definierenden Gebietsgröße für eine entsprechende Antragstellung beim Land Niedersachsen ausgearbeitet werden. Besonderer Wert soll hierbei auf die Stärken- und Schwächenanalyse und die Aussagen für ein umsetzungsorientiertes integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept gelegt werden.

 

Die Untersuchung soll auf die vorhandenen Analysedaten des Innenstadtleitbildes aufbauen, diese, falls erforderlich, aktualisieren und für das Untersuchungsgebiet differenzieren.

 

Da die Auswahl des Programmtyps noch nicht erfolgt ist und von den Erhebungen vor Ort abhängig ist, ergeben sich ggf. unterschiedliche inhaltliche Schwerpunktsetzungen. Diese Schwerpunkte sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu bestimmen und werden im Zusammenhang der Bearbeitung abgestimmt. Dabei werden die auszuarbeitenden Entwicklungskonzepte an die jeweilig anzustrebende Programmkulisse anzupassen sein. Zur Diskussion stehen die Gebietstypen:

?         Aktive Stadt- und Ortsteilzentren

?         Städtebaulicher Denkmalschutz   

 

Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept

Die Erstellung eines integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzeptes ist die Voraussetzung für die Aufnahme in ein Förderprogramm. Die Inhalte gehen über baulich-investive Maßnahmen deutlich hinaus. Sie nehmen den Stadtteil als Ganzes mit seinen ökonomischen, sozialen und ökologischen Rahmenbedingungen in den Fokus und bündeln ressortübergreifend Ressourcen. Im integrierten Handlungskonzept sind wichtige lokale Partner sowie die Bürgerinnen und Bürger aktiv einzubinden.

 

Partizipation und Erhebung der Mitwirkungsbereitschaft

Im Dialog mit örtlichen Kooperationspartnern und der Bewohnerschaft werden die strategischen Entwicklungsziele und daraus das integrierte Entwicklungskonzept abgeleitet. Zentraler Erfolgsfaktor eines integrierten Entwicklungskonzeptes ist die Beteiligung der Bewohnerschaft.

 

Zusammenfassender Bericht

Im zusammenfassenden Bericht werden die Ergebnisse der vorbereitenden Untersuchungen dokumentiert. Es werden die Sanierungsziele in sozialer, struktureller und städtebaulicher Hinsicht zusammengefasst. Es wird auf mögliche Nachteile für die Bewohner hingewiesen und Hinweise zur Durchführung gegeben. Auf der Grundlage der Ergebnisse der vorbereitenden Untersuchungen kann die Stadt die förmliche Festsetzung des Sanierungsgebietes treffen.

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Für die VU „Südliche Innenstadt“ fallen Honorarkosten in Höhe von 35.700 € an. Darüber hinaus werden für die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger (Raummiete, Catering, Pressearbeit etc.) ca. weitere 5.000 € erforderlich. Die vorab genannten Kosten werden aus übertragenen Resten aus dem Haushalt 2012 finanziert.

 

Anlagen:

 

?         Übersichtsplan

?         Zeitplan

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anlage Untersuchungsgbiet (1084 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Anlage_Ablaufschema (201 KB)      
 
 

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