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Betreff: "Autofreier Sonntag" (Antrag der Bündnis 90/Die Grünen zur Ratssitzung v. 17.02.2012)
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Entscheidung
18.10.2012 
17. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke zurückgezogen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

1.)    Der Bauausschuss nimmt das in der Begründung skizzierte Veranstaltungs­konzept zur Kenntnis.

2.)    Die Kosten einer derartigen Veranstaltung werden auf ca. 70.000 € geschätzt.

Begründung:

 

Mit dem Antrag des Bündnis 90/Die Grünen sowie dem Änderungsantrag der SPD zu der Ratssitzung am 17.02.2012 und deren Überweisung in den Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke soll die Verwaltung beauftragt werden, einen Autofreien Sonntag für Göttingen zu organisieren bzw. zunächst die Kosten hierfür zu ermitteln.

 

FB 61 hat in Zusammenarbeit mit der Polizei, GöVB und ProCity ein Konzept für eine derartige Veranstaltung entwickelt. Grundgedanke dieser Veranstaltung ist es, den Verzicht auf die Benutzung des PKW zu propagieren, damit den Umweltverbund (Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV) zu stärken und somit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

 

I Konzept

 

Veranstaltungsraum:  Als Veranstaltungsraum kommt nach alternativer Untersuchung der Bereiche Innenstadt, Bürgerstraße und Berliner Straße nur letzterer in Betracht. Nur dieser Bereich zwischen Groner Tor und Godehardstraße entspricht dem Grundgedanken des Autofreien Sonntags. Mit dem Bahnhofsvorplatz stehen zudem ausrechend große Platzräume für zentrale Darbietungen zur Verfügung. Seitens der Polizei werden hier hinsichtlich der verbleibenden Verkehre und Notfalleinsätze keine Probleme gesehen, wenn die genannten Kreuzungsbereiche frei gehalten werden. Die beiden anderen Bereiche (Innenstadt und Bürgerstraße) entsprechen entweder nicht dem Grundgedanken oder haben eine zu hohe verkehrliche Bedeutung im Netz, insbesondere hinsichtlich von Notfalleinsätzen.

 

Veranstaltungstermin: Als Veranstaltungstermin werden Mai/Juni eines jeden Jahres präferiert. Der in den Anträgen genannte Septembertermin kollidiert in Göttingen mit zahlreichen anderen stadtweiten Terminen (Gänselieselfest, Radrennen, Veranstaltungen der Universität) oder mit kommerziellen Veranstaltungen wie verkaufsoffenen Sonntagen und ähnlichem. Traditionell ist der September somit belegt, eine weitere stadtweite Veranstaltung des sog. Autofreien Sonntags liefe daher Gefahr, auf weniger Resonanz zu stoßen. Hingegen ist es im Mai/Juni schon hinreichend warm, der Planungsvorlauf für evtl. Sponsoren ist gegeben und sonstige stadtweite Veranstaltungen sind nicht so dicht gedrängt wie im September.

 

Veranstaltungsorganisation: Die Landeshauptstadt Hannover tritt als verantwortliche Veranstalterin in Form des FB 67 auf. Sie hat hierbei allenfalls koordinierende Funktion, vergibt die Aufträge, spricht die Sponsoren an und verschickt die Einladungen an die örtlichen Vereine. Die Planung der Durchführung der Veranstaltung, die Feinabstimmung der einzelnen Aktionen, die Öffentlichkeitsarbeit, die Ansprache der örtlichen Vereine und die Gestaltung des Bühnenprogramms wird an eine sich in dem Metier auskennende Eventagentur vergeben. Ein anderer Planungsablauf wäre auch in Göttingen nicht vorstellbar, da die personellen Ressourcen auf Seiten der Stadt nicht gegeben sind.

 

II Kosten:

 

Die Kosten betragen in Hannover ca. 180.000 € plus entsprechende Sponsorengelder. Hierbei ist zu sehen, dass diese Veranstaltung in Hannover große Teile des Innenstadtrings beansprucht. Die Durchführung einer Veranstaltung in Göttingen in dem genannten deutlich kleineren Bereich wird auf ca. 70.000 € städtischer Mittel geschätzt. Hier müssten derzeit nicht quantifizierbare Sponsorengelder gegen gerechnet werden. Die städtischen Mittel in Höhe von 70.000 € verteilen sich auf ca. 15.000 € für Marketing, 25.000 € für Bühne/Musik und Programm, 20.000 € für die Vergabe der Organisation sowie 10.000 € für Sonstiges wie Beschilderung oder Kosten für Versorgungsinfrastruktur während der Veranstaltung. Sponsoren müssten angesprochen werden.

 

Fazit:

 

Auf Grund der vergleichsweise hohen Kosten sowie eines hohen Organisationsaufwandes, der städtisches Personal zusätzlich bindet und einer ohnehin wachsenden Akzeptanz des Umweltverbundes in Göttingen hat die Durchführung einer Aufforderungs- und Werbeveranstaltung in Form eines Autofreien Sonntags derzeit für die Verwaltung keine Priorität.

Finanzielle Auswirkungen:

 

Ca. 70.000,-€ abzgl. entsprechender einzuwerbender Sponsorengelder

Anlagen:

·         überwiesener Antrag der Bündnis 90/Die Grünen aus der Ratssitzung vom 17.02.2012 nebst Protokollauszug der Ratssitzung

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Antrag B90 nebst Protokollauszug (387 KB)      
 
 

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