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Betreff: Projektantrag E-Radschnellweg - Bericht der Verwaltung
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Kenntnisnahme
06.09.2012 
14. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:             

 

Der Bericht der Verwaltung wird zustimmend zur Kenntnis genommen.

Begründung:

Begründung:

 

Im Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke am 07.04.2011 wurde über die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie Radschnellwege (Auftraggeber Metropolregion H-BS-GÖ-WOB) für den Korridor Rosdorf - Göttingen - Bovenden berichtet. Es wurde damals angeregt, das Projekt weiter zu verfolgen und geeignete Förderinstrumente zur Finanzierung des Baus zu ermitteln. Bei Vorliegen einer Fördermöglichkeit sollte über die Umsetzung ggf. in Teilabschnitten entschieden werden.

 

Die Recherchen von Stadt und Landkreis Göttingen ergaben, dass derzeit keine Förderung nach dem Entflechtungsgesetz (ehem. Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) für das Modellprojekt möglich ist. Nach Aussagen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr kann nur der Bau von Radverkehrsanlagen gefördert werden, wenn diese in ihrer Beschaffenheit dem Stand der Technik/den aktuellen Regelwerken entsprechen. (d. h. für Einrichtungsradwege 1,60 m/2,00 m Breite und für Zweirichtungsradwege 2,50 m Breite). Um einen qualitätsvollen Ausbaustandard (insbesondere für Pedelecs) zu erreichen, werden für den Radschnellweg, dort wo es möglich ist, allerdings Fahrbahnbreiten von 4,00 m angestrebt.

 

Die Verwaltung hat nun in Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen und dem Landkreis Göttingen die Möglichkeiten ausgelotet, im Rahmen des Förderprogramms „Schaufenster Elektromobilität“ (SFE) des Bundes eine Förderung für eine sog. Teststrecke für den Pedelecverkehr zu erhalten. Dieser Teilabschnitt der in der Machbarkeitsstudie untersuchten Route erstreckt sich vom Bahnhof über Berliner Straße, Nikolausberger Weg, Goßlerstraße, Christophorusweg, Robert-Koch-Straße bis zur Otto-Hahn-Straße. Damit werden die Ziele und Arbeitgeber im Stadtgebiet angeschlossen, welche die höchste Nachfrage im Radverkehr erwarten lassen. Im Vergleich zur ursprünglich angedachten Realisierung der Gesamtstrecke, verbunden mit Herstellungskosten i. H. v. 2,7 Mio. €, ist die Teststrecke wesentlich kostengünstiger zu realisieren und die Wahrscheinlichkeit höher, für die Herstellung eine angemessene Förderung zu erhalten. Es ist das Ziel, mittelfristig unter Ausnutzung vorhandener oder neuer Förderinstrumente schrittweise die weiteren Teilabschnitte der Route Rosdorf – Göttingen - Bovenden herzustellen. Nachdem die Metropolregion H-BS-GÖ-WOB als eine von sechs Regionen im Bundesgebiet als Schaufenster ausgewählt wurde, haben die o. g. Akteure eine Projektskizze unter dem Arbeitstitel „eRadschnellwege – Umstiege erleichtern“ entwickelt, welche die folgenden Bausteine enthält:

·                 (1) Infrastruktur für Zweiradelektromobilität (Stadt)

Anlegen einer Teststrecke für Pedelecs unter Verwendung von Eigenmitteln. Die Teststrecke wird einerseits mit einer für die höheren Geschwindigkeiten von Pedelecs ausgelegten Linienführung und einem großzügigen Querschnitt ausgestattet. Andererseits werden auf der Teststrecke verkehrstechnische Maßnahmen zur Reduzierung der Reisezeit und zur Förderung des Pedelecverkehrs erprobt.

 

·                (2) Untersuchung des Nutzerverhaltens und der Nutzerakzeptanz (Universität)

Ziel des begleitenden Forschungsprogramms der Universität: Ermittlung von baulichen und weiteren Einflussfaktoren auf Akzeptanz und Adoption von Zweiradelektromobilität.

 

·                (3) Untersuchung und Analyse des Radroutennetzes der Metropolregion im Hinblick auf die besonderen Anforderungen der Zweiradelektromobilität (Universität, Landkreis)

Durch eine Netzanalyse, Testbefahrung und Auswertung des bestehenden Radwegenetzes der Metropolregion erhält der Nutzer eine Übersicht pedelec-geeigneter Radrouten mit georeferenzierter Anzeige der spezifischen Infrastruktur für Zweiradelektromobilität.

 

Der auf diesen Bausteinen basierende gemeinsame Projektantrag wurde zum 31.07.2012 beim zuständigen Projektträger eingereicht. Mit einer Entscheidung über den Antrag wird Ende September 2012 gerechnet. Die Projektlaufzeit beträgt 3 Jahre (Ende 2012 bis Ende 2015).

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Dargestellt sind die Ausgaben, die entstehen, wenn die Stadt aus dem Förderprogramm die beantragten Zuwendungen in voller Höhe (100 %) erhält. Der Projektträger hat die Förderung von rein baulichen Maßnahmen (Radwegverbreiterung, Belagserneuerung) ausgeschlossen. Daher müssen die hierfür benötigten Aufwendungen von der Stadt aufgebracht werden. Zuwendungsfähig sind dagegen Wegweisungen, Markierungen und verkehrstechnische Einrichtungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Finanzierungsübersicht Stadt Göttingen

 

 

 

 

 

a: zuwendungsfähige Ausgaben (2013 bis 2015)

 

 

 

 

 

 

Maßnahme

Aufwendungen

 

 

 

 

 

 

Ladeinfrastruktur

6.665,00 €

 

 

Planung der verkehrstechnischen Maßnahmen

58.000,00 €

 

 

Umsetzung Wegweisung, Markierung, Kennzeichnung

238.000,00 €

 

 

Anpassen der vorhandenen Lichtsignalanlagen

205.000,00 €

 

 

Öffentlichkeitsarbeit

25.000,00 €

 

 

sonstiges

3.300,00 €

 

 

Summe

535.965,00 €

 

 

beantragte Zuwendungen

535.965,00 €

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

b: Ausgaben ausschließlich aus Eigenmitteln der Stadt Göttingen

 

 

 

 

Maßnahme

Aufwendungen

 

 

 

 

 

 

Planung der baulichen Maßnahmen im Abschnitt 1 (2012, Mittel vorh.)

30.000,00 €

 

 

Umsetzung der baulichen Maßnahmen im Abschnitt 1 (2013)

300.000,00 €

 

 

Planung der baulichen Maßnahmen im Abschnitt 2 (2012, Mittel vorh.)

30.000,00 €

 

 

Umsetzung der baulichen Maßnahmen im Abschnitt 2 (2014)

300.000,00 €

 

 

Summe

660.000,00 €

 

 

 

Die für die Umsetzung des ersten Abschnitts erforderlichen Mittel i. H. v. (gerundet) 590.000,- € (davon Förderung 290.000,- €) werden im HH-Jahr 2013 benötigt. Im Jahr 2014 sind für die Umsetzung des zweiten Abschnitts Mittel i. H. v. (gerundet) 545.000,- € (davon Förderung 245.000,- €) vorgesehen. Für das HH-Jahr 2015 ergibt sich ein Restbetrag von 5.000,- € (Förderung 5000,- €). Entsprechende Mittel sind in den HH-Jahren 2013 bis 2015 einzustellen.

Anlagen:

Anlagen:

·                 Übersichtsplan Teststrecke

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Übersichtsplan Teststrecke (1040 KB)      
 
 

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