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Betreff: „Gesamtkonzept für offene Jugendarbeit – Zukunftskonzept für freie und städtische Jugendzentren“
Ratsantrag der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN vom 15.10.2010
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:51-Fachbereich Jugend   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Entscheidung
13.09.2012 
8. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:             

 

1.      Das Rahmenkonzept für Offene Kinder- und Jugendarbeit in Göttingen wird zustimmend zur Kenntnis genommen.

 

2.      Die Verwaltung wird beauftragt, mit den freien Trägern von Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit über Zuwendungsverträge zu verhandeln, nach denen die Träger das Rahmenkonzept in ihren Einrichtungen umsetzen.

 

3.      Zur fortlaufenden Umsetzung des Rahmenkonzeptes werden ab 2013 jährlich Haushaltsmittel in Höhe von 45.000 € durch Umschichtung in den Budgets des Fachbereiches Jugend bereitgestellt.

 

4.      Die Umsetzung des Konzepts wird im Jahr 2015 evaluiert.

 

5.      Der Ratsantrag vom 15.10.2010 wird für erledigt erklärt.

 

Begründung:

Begründung:

 

Der Jugendhilfeausschuss hat die Verwaltung am 17.02.2011 beauftragt, mit den Trägern der offenen Jugendarbeit ein zukunftsorientiertes und auf die Bedürfnisse von Jugendlichen ausgerichtetes Konzept zur Verbesserung der Offenen Jugendarbeit zu entwickeln.

 

Diesem Auftrag kommt die Verwaltung mit Vorlage des Rahmenkonzeptes für Offene Kinder- und Jugendarbeit in Göttingen nach. Es wurde im Rahmen eines gut einjährigen, beteiligungsorientierten Prozesses entwickelt. Daran haben sowohl  Vertreter/-innen von Politik und Verwaltung als auch Mitarbeiter/-innen nahezu aller Einrichtungen der Offenen Arbeit in Göttingen in drei ganztägigen Workshops und ca. 60 Arbeitsgruppensitzungen mitgewirkt.

 

Das Rahmenkonzept wurde am 05.05.2012 im Rahmen des dritten Workshops von allen Akteuren einvernehmlich angenommen. Es ist umfassende Standortbestimmung und ambitionierte Perspektiventwicklung zugleich. Das Konzept definiert pädagogische Arbeitsgrundsätze und beschreibt die Standards der Offenen Arbeit. Dabei orientiert es sich konsequent an den Bedürfnissen der jungen Menschen sowie der Ermöglichung weitgehender Mitbestimmungsstrukturen. Darüber hinaus verpflichtet es die Einrichtungen, stärker als bisher Profile zu bilden und vernetzt zu arbeiten. Um die Angebote der Offenen Arbeit transparenter zu machen und neue Zielgruppen zu erreichen, soll künftig auch eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit erfolgen.

 

Vereinbart wurde, die Qualität der Arbeit fortlaufend in einem Qualitätsmanagementprozess zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

 

Der hohe Anspruch des Konzeptes wird nur umsetzbar sein, wenn

 

a)      zusätzliche Haushaltsmittel für Öffentlichkeitsarbeit, Profilbildung und Qualitätsmanagement bereitgestellt werden,

b)      die freien Träger in die Lage versetzt werden, ihren Mitarbeitern/-innen - entsprechend dem Standard in städtischen Einrichtungen - Fortbildung und Supervision zu gewähren und sie an Tarifsteigerungen teilhaben zu lassen.

 

Die Verwaltung schlägt deshalb vor,

 

a)      Haushaltsmittel in Höhe von jährlich 45.000 € für gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, Projektförderung zur Profilbildung, Fortbildung und Supervision in den Einrichtungen in freier Trägerschaft sowie Qualitätsmanagement zur Verfügung zu stellen,

b)      sich mit den freien Trägern von Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit auf Zuwendungsverträge zu verständigen, in denen die Träger verpflichtet werden, das Rahmenkonzept umzusetzen, und die Stadt im Gegenzug die städtische Förderung analog der Verträge mit den freien Trägern von Kindertagesstätten erhöht.

 

Mit Vorlage des Rahmenkonzeptes wird der Auftrag des Jugendhilfeausschusses erfüllt. Der Antrag sollte deshalb für erledigt erklärt werden.

 

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

a)      Mittel für Öffentlichkeitsarbeit, Profilbildung, Fortbildung/Supervision und Qualitätsmanagement

 

Zur fortlaufenden Umsetzung des Rahmenkonzeptes sind ab 2013 jährlich Haushaltsmittel in Höhe von 45.000 € im Produkt 3660000 „Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit“ bereitzustellen.

 

 

b)     Mittel für Vertragsänderungen

 

Die Einrichtungen der freien Träger erhalten jährliche Zuschüsse in nachstehender Höhe:

 

·         Personalkostenzuschuss                             185.500 €

·         Betriebskostenzuschuss                            211.000 €

 

Darüber hinaus übernimmt die Stadt die Kaltmiete der Einrichtungen in Höhe von 40.000 €.

 

Bei einer jährlichen Steigerung des Personalkostenzuschusses um die Tarifsteigerungen des öffentlichen Dienstes (kalkulatorisch 2 % pro Jahr) und des Betriebskostenzuschusses um 0,5 % Strukturausgleich ergeben sich nachstehende Mehrausgaben:

 

städtische Zuschüsse an freie Träger

von Einrichtungen der

Offenen Kinder- und Jugendarbeit

2012

2013

2014

Personalkostenzuschuss

  185.500 €

  189.300 €

193.000 €

Betriebskostenzuschuss

  211.000 €

  212.000 €

213.000 €

Mietkostenzuschuss

    40.000 €

    40.000 €

  40.000 €

Summe

436.500 €

441.300 €

446.000 €

Mehraufwand gegenüber 2012

0 €

    4.800 €

  9.500 €

 

Diese wären im Produkt 3660000 „Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit“ bereitzustellen.

 

Der unter a) und b) beschriebene Aufwand kann durch voraussichtliche Minderausgaben im Budget „Kindertagesstätten freier Träger“ aufgefangen werden, die sich aufgrund der Betriebskostenprüfung der freien Träger von Kindertagesstätten ergeben werden.

 

Die bei der Maßnahme 51/3 des vom Rat am 09.06.2010 beschlossene Einsparung wird anderweitig realisiert.

Anlagen:

Anlagen:

 

·      Rahmenkonzept Offene Kinder- und Jugendarbeit in Göttingen

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Gesamtkonzept (540 KB)      
 
 

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