zurück
 
 
Betreff: Pflege- und Entwicklungsplan Leinepark
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:67-Fachbereich Stadtgrün und Umwelt   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität Kenntnisnahme
25.09.2012 
6. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt - und Klimaschutz zur Kenntnis genommen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:             

 

Der Pflege- und Entwicklungsplan Leinepark wird zustimmend zur Kenntnis genommen. Zum langfristigen Erhalt und zur Förderung der biologischen Vielfalt werden Mittel aus Kompensationsmaßnahmen gezielt für Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen im Leinepark eingesetzt.

 

Begründung:

Begründung:

 

Göttingens Leinepark in der Iheringstraße, zwischen Polizeidienststelle und ICE-Trasse, fand bei seiner Konzeption und Umsetzung Ende der 1990 Jahre durch den Ansatz, Flora und Fauna Raum zur Entwicklung zu geben, in der Fachpresse und im Zuge von Hochschularbeiten große Aufmerksamkeit und Anerkennung. In weiten Kreisen der Bevölkerung findet der Ruderalpark im Laufe der Jahre Akzeptanz.

 

Der Fachbereich Stadtgrün und Umwelt nahm das rund zehnjährige Bestehen zum Anlass, ein Monitoring durchführen zu lassen. Die Ergebnisse wurden als Pflege- und Entwicklungsanweisungen von der Gutachterin Silke Altena, Dipl.-Ing. Landschaftsplanung zusammengestellt.

 

Der Leinepark zeichnet sich durch eine hohe Artenvielfalt aus, sie liegt weit über der Artenzahl, die in „normalen Grünanlagen“ zu erwarten ist. Zurückzuführen ist dies auf die vorhandene vielfältige Standortvarianz, welche auf relativ kleinem Raum eine Vielzahl unterschiedlicher Standortbedingungen bietet. Ein weiterer entscheidender Faktor für die Ausbildung artenreicher Biotopstrukturen stellt das Zulassen natürlicher dynamischer Prozesse durch einen bewussten Verzicht auf regulierende Eingriffe dar.  

 

Fazit der faunistischen und floristischen Untersuchungen und des vorliegenden Pflege- und Entwicklungsplans ist, dass durch die fortschreitende Sukzession die einstige Arten- und Lebensraumvielfalt rückläufig ist und Pioniergehölze sowie Gebüsche konkurrenzschwächere Arten verdrängen. Will man den Leinepark in seinen vielfältigen unterschiedlichen Biotop- und Habitatstrukturen halten und als artenreiches Ökotop sichern, muss durch gezielte Pflegeeingriffe einer Fehlentwicklung umgehend entgegen gesteuert werden.

 

Der Pflege- und Entwicklungsplan benennt die einzelnen Pflegeeingriffe in einem 10 jährigen Pflegezyklus und beziffert das ökologische Aufwertungspotenzial mit 8.817 Werteinheiten. Es ergibt sich somit die Möglichkeit gezielt Mittel aus Kompensationsmaßnahmen einzusetzen und somit die biologische Vielfalt im Leinepark langfristig zu erhalten und zu fördern.

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

ca. 32.200,- € über 10 Jahre, refinanzierbar über Kompensationsmaßnahmen

 

Anlage:

Anlage:

 

Maßnahmekarte Pflege- und Entwicklungsplan Leinepark

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Maßnahmekarte Leinepark (1169 KB)      
 
 

zurück