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Betreff: Bebauungsplan Göttingen-Grone Nr. 37 "Gewerbegebiet Siekweg Süd" mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV)
- Aufstellungsbeschluss
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung Beteiligt:11-Verwaltungsstellen
Beratungsfolge:
Ortsrat Grone Vorberatung
06.10.2011 
46. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Grone zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
06.10.2011 
78. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke vertagt (zurückgestellt)   
Verwaltungsausschuss Vorberatung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Verwaltungsausschuss beschließt:

 

1.             Für den nachfolgend aufgeführten Geltungsbereich wird der Aufstellungsbeschluss gem. § 2 Abs. 1 BauGB für den Bebauungsplan Göttingen-Grone Nr. 37 „Gewerbegebiet Siekweg Süd“ mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV) gefasst.

 

2.             Die Verwaltung wird beauftragt, für den o. g. Bebauungsplan das erforderliche Verfahren mit Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden gem. §§ 3 Abs. 1 und 4 Abs. 1 BauGB einzuleiten.

 

3.              Ziele und Zwecke der Planung:

 

§    Festsetzen eines Gewerbegebiets gem. § 8 BauNVO

§    Festsetzen eines Sondergebiets Einzelhandel gem. § 11 BauNVO

§    Umsetzung des Einzelhandelskonzepts der Stadt Göttingen zur Steuerung des gesamtstädtischen Einzelhandels

§    Außen- und Binnenerschließung ergänzend über die Siekhöhenallee

 

4.              Geltungsbereich:

 

Der Geltungsbereich wird im Westen durch die Siekhöhenallee, im Norden durch die Kasseler Landstraße und im Osten durch den Siekweg begrenzt.

Siekhöhenallee im Westen und Siekweg im Osten kreuzen sich im Süden und schließen hier den Geltungsbereich.

 

Der Geltungsbereich umfasst eine Fläche von ca. 12 ha.

Der Geltungsbereich überplant im Norden an der Kasseler Landstraße den bisherigen Bebauungsplan Göttingen-Grone Nr. 20 „Westlich des Siekweges“.

 

Maßgeblich ist die zeichnerische Darstellung im Maßstab 1:1000

 

 

Begründung:

Begründung:

 

Die Stadt Göttingen hat weiteren Bedarf an Gewerbeflächen, um sowohl alternative Standorte als auch alternative Flächengrößen anbieten zu können. Den großen, zusammenhängenden Flächen sollen auch kleinteilig zu parzellierende Flächen gegenüberstehen. Mit einem größtmöglichen Flächenangebot kann flexibel und zeitnah auf entsprechende Nachfragen reagiert werden.

 

Der Geltungsbereich umfasst im Norden sowohl die bisher schon beplanten Grundstücke im Bereich des Bebauungsplans Göttingen-Grone Nr. 20 „Westlich des Siekweges“ als auch die bisher dem Außenbereich gem. § 35 BauGB zugeordneten Flächen im südlichen Teil. Eine Entwicklung dieser südlichen Fläche arrondiert bzw. schließt den südwestlichen Stadtbereich baulich-räumlich ab.

 

Durch die Einbeziehung der südlichen Fläche in den Geltungsbereich wird auch die Erschließung der künftigen Gewerbeflächen über die Siekhöhenallee ermöglicht. Dies kann über den vorhandenen, bereits hergestellten Knotenpunkt Siekhöhenallee/Anna-Vandenhoek-Ring (Erschließung Gewerbegebiet Siekhöhe) erfolgen.

 

Ausschließlich die nördlichen Grundstücke an der Kasseler Landstraße sowie ein Grundstück am Siekweg werden derzeit baulich genutzt. Hier überwiegt die großflächige Einzelhandelsnutzung, ergänzt durch eine Schank- und Speisewirtschaft (McDonalds) sowie einer gewerblichen Nutzung (Sportstudio).

 

Für diesen Bereich soll der Bebauungsplan künftig ein Sondergebiet Einzelhandel unter Berücksichtigung der Darstellungen und Ausführungen des Einzelhandelskonzeptes festsetzen. Dies bezieht sich zum Einem auf die im Einzelhandelskonzept zeichnerisch festgelegte Größe der Einzelhandelsagglomerationsfläche „Kasseler Landstraße West/Otto-Brenner-Straße“ und zum Anderen auf die für die Stadt Göttingen definierte Sortimentsliste.

 

Dadurch sollen ca. 6.000 m² Sondergebiet Einzelhandel ergänzend im nördlichen Bereich festgesetzt werden, die bisher baulich nicht genutzt werden.

 

Des Weiteren sollen die unmittelbaren Auswirkungen auf angrenzende Einzugsbereiche in der Sortimentsfestsetzung berücksichtigt werden.

 

Die südlich an die bebauten Flächen angrenzenden Flächen werden als landwirtschaftliche Fläche und als Grünflächen genutzt.

 

Diese Flächen sollen künftig überwiegend als Gewerbegebiet zur Verfügung stehen und an das Sondergebiet Einzelhandel direkt anschließen.

 

Hinsichtlich der Nutzungsarten im Gewerbegebiet soll das Einzelhandelskonzept als städtebauliche Rahmenplanung Berücksichtigung finden und der Einzelhandel hier ausgeschlossen werden.

 

 

 

Die im südlichen Planbereich liegenden „Internationalen Gärten“ sollen als Teil dieser Grünflächen bei der Überplanung berücksichtigt und planungsrechtlich gesichert werden.

 

Für die östlich angrenzende schutzwürdige Wohnnutzung im Osten (u. a. reines Wohngebiet gem. § 3 BauNVO) müssen im künftigen Geltungsbereich des Bebauungsplans u. U. Maßnahmen für den Immissionsschutz festgesetzt werden, wie z. B. Lärmschutzwälle oder –wände und/oder Emissionskontingente.

 

Dies hat zur Folge, dass hinsichtlich der gewerblichen Emissionen nur ein eingeschränktes Gewerbegebiet festgesetzt werden kann.

 

Das Bebauungsplanverfahren soll im normalen (Regel-) Verfahren mit Erstellung eines Umweltberichtes durchgeführt werden. Auf Grund des Eingriffes in Natur und Landschaft wird u. a. die Bereitstellung von externen Ausgleichsflächen notwendig.

 

Flächennutzungsplan

 

Der Flächennutzungsplan stellt für den nördlichen Bereich eine Sonderbaufläche mit der Zweckbestimmung Einzelhandel dar. Daran anschließend eine gewerbliche Baufläche gefolgt von landwirtschaftlicher Fläche und einer Grünfläche.

 

Der Flächennutzungsplan muss entsprechend den künftigen neudefinierten Flächennutzungen geändert werden.

 

Dazu wird die 87. Änderung des Flächennutzungsplans „Gewerbegebiet Siekweg Süd“ parallel eingeleitet (s. Vorlage FB61/901/11).

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Für die Erschließung des Gewerbegebiets müssen Flächen bereit- und hergestellt werden. Es sind private Erschließungs- und sonstige Maßnahmen erforderlich.

 

Durch den Eingriff in Natur und Landschaft sind Ausgleichsmaßnahmen (intern und extern) notwendig.

 

Für die Beauftragung diverser Planungen und Gutachten (Straßenplanung, schalltechnisches Gutachten, Hamster, Avifauna) sowie u. U. für die Herstellung von Immissionsschutzmaßnahmen sowie der Erschließung müssen finanzielle Mittel aus dem Haushalt zur Verfügung gestellt werden.

 

Die im südlichen Bereich liegenden Grünflächen (ca. 40.000 m²) sind im Eigentum der Stadt Göttingen.

 

Den entstehenden Kosten stehen die Einnahmen aus dem späteren Verkauf der Grundstücke gegenüber.

 

 

Anlagen:

Anlagen:

 

§         Geltungsbereich, Übersichtsplan (ohne Maßstab)

 

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Geltungsbereich (o. M.) (313 KB)      
Stammbaum:
FB61/900/11   Bebauungsplan Göttingen-Grone Nr. 37 "Gewerbegebiet Siekweg Süd" mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV) - Aufstellungsbeschluss   61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
FB61/900/11-1   Bebauungsplan Göttingen-Grone Nr. 37 "Gewerbegebiet Siekweg Süd" mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV) - Aufstellungsbeschluss   61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
 
 

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