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Betreff: Bebauungsplan Göttingen Nr. 34, 3. Änderung "Ehemalige Wörthkaserne" mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV)
- Entwurfs- und Auslegungsbeschluss
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
19.01.2012 
3. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke vertagt (zurückgestellt)   
09.02.2012 
4. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:             

 

1.                  Dem Entwurf zum Bebauungsplan Göttingen Nr. 34, 3. Änderung „Ehemalige Wörthkaserne“ mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV) wird zugestimmt.

Der Entwurf zum o. g. Bebauungsplan mit seiner Begründung sowie der Entwurf der ÖBV werden öffentlich ausgelegt.

Der Bebauungsplan wird im beschleunigten Verfahren nach § 13a BauGB ohne Durchführung einer Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB durchgeführt.

 

2.                  Die Verwaltung wird beauftragt, für den o. g. Bebauungsplan mit ÖBV die erforderliche Auslegung gem. § 3 Abs. 2 BauGB sowie die Beteiligung der Behörden gem. § 4 Abs. 2 BauGB durchzuführen.

 

3.                  Ziele und Zwecke der Planung:

·           Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Nachverdichtung von Baugrundstücken im Innenbereich.

·           Festsetzen eines allgemeinen Wohngebiets (WA) gem. § 4 BauNVO

·           Sicherung der Einfügung der neuen Gebäude in das Orts- und Landschaftsbild durch Festsetzungen im Bebauungsplan und dem Erlass einer örtlichen Bauvorschrift

 

4.                  Geltungsbereich:

Der Geltungsbereich wird im Norden durch die südliche Gebäudereihe der Straße „Am Feuerschanzengraben“, im Westen durch die Sternstraße, im Süden durch einen Spielplatz und im Osten durch die Wohnbebauung Ingeborg-Nahnsen-Platz 5-7 und 11 begrenzt.

Er beinhaltet die Flurstücke 20/3, 20/9, 20/10 und 20/12 der Flur 28 Göttingen.

Begründung:

Begründung:

 

Planungsanlass:

 

Auf dem inzwischen freigeräumten Grundstück befand sich ein altes Göttinger Kino - das „Sterntheater“. Dies wurde nach über sechzigjährigem Betrieb geschlossen.

 

Früher war das Grundstück Teil der Wörth-Kaserne. In diesem Teilbereich entstand 1936 das Reithaus anstelle des zuvor abgerissenen Exerzierhauses. 1949 hatte die Firma Hugo Stinnes die Reithalle zu einem modernen Lichtspieltheater umgebaut. Es war seinerzeit das größte und modernste Kino der Stadt. Im Februar dieses Jahres fand die letzte Kinovorstellung statt.

 

Das Gelände ist nunmehr verkauft und soll einer neuen Nutzung zugeführt werden. Entsprechend der näheren Umgebung sollen hier Wohngebäude entstehen

 

Der Aufstellungsbeschluss wurde durch den Verwaltungsausschuss am 04.07.2011 gefasst und am 08.07.2011 im Amtsblatt der Stadt Göttingen bekannt gemacht.

Die Darlegung der Ziele und Zwecke der Planung erfolgte in der Zeit vom 18.07.2011 bis 05.08.2011. Eine Bürgeranhörung (gem. § 3 Abs. 1 BauGB) wurde am 02.08.2011 im Neuen Rathaus angeboten, es sind allerdings keine Bürger zum Termin erschienen.

 

Planungsziele:

 

Bereits 1998 wurde mit der zweiten Änderung des Bebauungsplanes auf diesem Grundstück eine Wohnbebauung vorgesehen, da abzusehen war, dass mit den neuen Kinogenerationen ein wirtschaftliches Betreiben dieses Hauses auf Dauer nicht mehr möglich sein würde.

 

Der nun vorliegende Bebauungsplanentwurf lehnt sich insbesondere an die nördlich angrenzende gründerzeitliche Bebauung an der Straße „Am Feuerschanzengraben“ und teilweise der gegenüberliegenden Bebauung der Sternstraße an. Es sollen zwei Mehrfamilienhäuser entstehen, deren notwendige Stellplätze alle in einer auf dem Grundstück geplanten Tiefgarage untergebracht werden sollen.

Es werden Festsetzungen zu Baugrenzen, zur Geschossigkeit, Geschossflächen und auch die Begrenzung der Tiefgarage getroffen. Der Bebauungsplan begrenzt zudem die Anzahl der Wohneinheiten je Gebäude, da im öffentlichen Straßenraum nur wenige öffentliche Stellplätze angeboten werden können.

 

Gegenüber dem derzeit rechtsverbindlichen Bebauungsplan soll eine, dem Standort entsprechende, Nachverdichtung erfolgen.

Aufgrund von Wünschen aus der Nachbarschaft wird auch das Thema Schattenwurf der neuen Gebäude besonders behandelt.

 

Zunächst waren die Gebäude mit einem Flachdach und Staffelgeschoss geplant. Im Laufe der weiteren Ausarbeitung des Bebauungsplanentwurfes wurde eine Lösung mit Satteldächern favorisiert, da diese Dachform überwiegend in der Umgebung vorzufinden ist und so die Gebäudetiefe um ca. 1,5 Meter reduziert werden kann. Die entfallende Wohnfläche durch die geringere Gebäudetiefe kann zu einem großen Teil im Dachraum des Schrägdaches untergebracht werden.

 

Es soll ein allgemeines Wohngebiet (WA) gem. § 4 BauNVO festgesetzt werden.

Die ausnahmsweise zulässigen Nutzungen nach § 4 (3) BauNVO sollen nicht zugelassen werden, da diese von ihrem Störgrad in dieser „engen“ städtischen Situation zu ungewollten Konflikten führen würden.

 

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Durch die Aufstellung des Bebauungsplanes entstehen der Stadt Göttingen keine Kosten. Kosten für das Planungsbüro und Gutachten werden vom Eigentümer übernommen. Die Kostenübernahme ist im parallel abgeschlossenen städtebaulichen Vertrag geregelt.

Anlagen:

Anlagen:

 

·                     Bebauungsplan (Entwurf)

·                     Begründung (Entwurf)

·                     Plan mit überschlägigen Ausnutzungskennziffern der umgebenden Bebauung

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Entwurf Bebauungsplan Dezember 2011 (452 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Begruendung Entwurf Dezember 2011 (4503 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich GFZ-GRZ_Sternstraße_neu (1868 KB)      
 
 

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