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Betreff: Rahmenplanung Am Weende Ufer
(Bebauungsplan Göttingen-Weende Nr. 56 "Südlich der Friedrich-Ebert-Straße" (ehem. Huhtamaki))
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ortsrat Weende/Deppoldshausen Anhörung
04.10.2011 
39.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Weende/Deppoldshausen zur Kenntnis genommen     
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Kenntnisnahme
22.09.2011 
77. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Die vorgestellte Rahmenplanung für den Bereich des Bebauungsplans Göttingen-Weende Nr. 56 „Südlich der Friedrich-Ebert-Straße“ (ehem. Huhtamaki / 4 P Rube) wird zustimmend zur Kenntnis genommen.

Begründung:

Begründung:

 

Im Göttinger Ortsteil Weende liegt das rd. 11 ha große Gewerbegebiet "Karl-Grüneklee-Straße", das größtenteils als Produktionsstätte des finnischen Verpackungsherstellers Huhtamaki (vormals 4P Rube) genutzt wurde. Bedingt durch Umstrukturierungen in den Produktionsabläufen wurde die Zweigniederlassung Göttingen aufgegeben. Der am 18.10.2007 gefasste Aufstellungsbeschluss für die 90. Änderung des Flächennutzungsplanes und den Bebauungsplan Göttingen-Weende Nr. 56 "Südlich Friedrich-Ebert-Straße" sieht für das westliche Plangebiet gewerbliche Nutzung, für das östliche Plangebiet Wohnbauflächen und im Übergang zum südlichen Gewerbe eine gemischte Baufläche vor. Es soll ein integriertes Quartier mit stadträumlichen Qualitäten und eigener Identität entwickelt werden.

Aufgrund der hohen Komplexität des Konversionsprojektes und der Bedeutung für die Stadtentwicklung der Stadt Göttingen wurde der Bauleitplanung ein informelles Verfahren aus Entwurfsworkshop und Rahmenplanung vorgeschaltet, das eine hohe städtebauliche Qualität sicherstellen soll. Der städtebauliche Entwurfsworkshop fand im Januar 2008 mit drei interdisziplinär besetzten Teams aus Stadtplanern, Architekten und Landschaftsarchitekten sowie einer studentischen Gruppe der Universität Kassel statt. Es wurden unterschiedliche Lösungsansätze zur Gestaltung, Gliederung und Erschließung des neuen Wohn- und Gewerbegebiets sowie zur Einbindung der neuen Bebauung in die gewachsenen Strukturen des Ortsteils Weende entwickelt.

Die Ergebnisse aus dem Workshopverfahren wurden vom Büro BPW baumgart+partner in Abstimmung mit dem Investor und der Stadt Göttingen in einen städtebaulichen Rahmenplan überführt. Im Rahmenplan wurden die von der Jury ausgesprochenen Empfehlungen herausgearbeitet und unter Berücksichtigung weiterer Aspekte wie Vermarktungsfähigkeit, Entwicklungsphasen, Immissionsschutz und Erschließung optimiert.

Problematisch war insbesondere die Öffnung der Bebauungsstrukturen zum Bahnlärm, der hohe Anteil öffentlicher und privater Freiflächen, die Führung des Gewerbeverkehrs entlang der Wohngebiete sowie die kaum zu realisierenden hochwertige Gewerbenutzungen im Süden des Plangebietes. Gemeinsam mit einem Lärmgutachter wurde der städtebauliche Entwurf hinsichtlich des Schallschutzes optimiert. Es wird eine Erweiterung des Plangebietes nach Süden bis zur Reinhard-Rube-Straße empfohlen, um Lärmkontingente innerhalb bislang unbeschränkter Bereiche festzusetzen. Aktuell wurde ein landschaftspflegerisches Gutachten erarbeitet, welches Belange des Biotop- und Artenschutzes untersucht, die ebenfalls Eingang in den städtebaulichen Entwurf finden.

Der Rahmenplan stellt die Grundlage für die nachfolgende Bauleitplanung dar, so dass die Voraussetzungen für eine zügige Flächennutzungsplanänderung sowie für ein "schlankes" Bebauungsplanverfahren gegeben sind. Abstimmungsbedarfe sowie mögliche Konflikte sollen so weit wie möglich bereits in diesem Planungsschritt abgearbeitet werden. Die Rahmenplanung soll in 2011 abgeschlossen werden.

Dem Ortsrat Weende wurde diese Rahmenplanung bereits zum Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für das Teilbaugebiet „Nördlich der Friedrich-Ebert-Straße“ am 17.02.2011 vorgestellt.

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

Keine.

Anlagen:

Anlagen:

Keine.

 
 

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