zurück
 
 
Betreff: Verbesserung der Radwegebeziehung zwischen Geismar und Rosdorf (Bericht der Verwaltung im Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke am 19.04.2012)
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Entscheidung
19.04.2012 
8. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis. Der Antrag der Bündnis 90 / Die Grünen-Ratsfraktion „Hauptverbindungsachse zwischen Geismar und Rosdorf für Radfahrer, Fußgänger und Kinderwagen“ aus der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke vom 09.09.2010 wird insoweit als erledigt erklärt.

 

 

Begründung:

Begründung:

 

Der Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke hat in seiner Sitzung am 09.09.2010 die Verbesserung der Radwegeverbindung zwischen Geismar und Rosdorf thematisiert. Im Zuge der Diskussion machte die Verwaltung deutlich, dass im Rahmen der Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans (VEP) auch das Freizeitroutennetz grundsätzlich überarbeitet werden muss, wobei eine Verbesserung der Radwegeverbindung zwischen Geismar und Rosdorf bei dieser Betrachtung natürlich zu berücksichtigen ist.

Bereits im Vorfeld der VEP-Fortschreibung hat die Verwaltung nun die Realisierung der Maßnahme überprüft. In die Begutachtung der Flüthewehrsituation für den Radverkehr wurde dabei der Betreiber der Wehranlagen, der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), einbezogen.

Einen Einblick in die örtliche Situation erhält man bei Betrachtung der in den Abbildungen 1 und 2 im Anhang aufgeführten Teilstücke des Flüthewehres.   

 

Im Bereich des Flüthewehrs lässt sich die derzeitige Situation für den Radverkehr folgendermaßen zusammenfassen:

·         Das Radfahren auf dem Flüthewehr ist nicht gestattet (Beschilderung: Radfahrer absteigen), da das Geländer nicht die erforderliche Höhe von 1,30 m für eine Radverkehrsfreigabe aufweist.

·           Die Rampe ist, wie der Abbildung 2 im Anhang zu entnehmen ist, im derzeitigen Zustand unbefestigt und sehr steil.

 

Um den Streckenabschnitt für den Radverkehr zu ertüchtigen, d. h. eine Freigabe für den Radverkehr auf dem Wehr sowie ein komfortables und sicheres Befahren der Rampe zu erglichen, müssten folgende Maßnahmen durchgeführt werden:

·         Anpassung der Geländerhöhe (mind. 1,30 m Höhe, Kosten: ca. 30.000,- €, Kostenübernahme durch die Stadt als Veranlasser der Maßnahme)

·         Herstellung einer Rampe mit einer Länge von 20 m, um eine für den Radverkehr zumutbare Steigung von 10 % zu realisieren.

·         Übernahme der Verkehrssicherungspflicht durch die Stadt Göttingen

 

Die Prüfung der verkehrsplanerischen Zielvorstellung hat (u. a. durch Gespräche mit dem NLWKN) ergeben, dass die Rampe nicht wie vorgesehen in den untenliegenden Wendehammer hereinragen darf, da der NLWKN für regelmäßige Wartungsarbeiten an den Wehranlagen eine ausreichende Rangierfläche benötigt (vgl. Abbildung 3 im Anhang). Daher könnte nur eine kurze Rampe mit einer Steigung von 25 % oder eine Schieberille realisiert werden.

Folglich müsste der Radfahrer selbst bei Erhöhung des Geländers auch weiterhin an der Rampe absteigen.

Da auf Grund der beschriebenen eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten (Geländer­er­höhung, Rampenherstellung mit zu großer Steigung) im Bereich des Wehres der Nutzen für den Radverkehr nur sehr begrenzt ist und in keinem Verhältnis zum erforderlichen finanziellen Aufwand steht, hat die Verwaltung als Alternative die Schaffung einer neuen Querungsmöglichkeit der Flüthe in Höhe der Kiesseestraße geprüft (s. Abbildung 4 im Anhang).

Die Kostenschätzung für diese Variante (u.a. Erdarbeiten, Einbau von Frostschutz- und Tragdeckschicht für die Wegeverbindung sowie Kosten für die eigentliche Überführung) ergab jedoch ebenfalls einen erheblichen finanziellen Aufwand (ca. 38.000,- €).

Als Ergebnis der Prüfung schlägt die Verwaltung nun vor, den Bau einer neuen Querung auf Höhe der Kiesseestraße als mittelfristiges Ziel weiter zu verfolgen, sich jedoch zunächst vorrangig anderen Radverkehrsprojekten zu widmen, bei der mit geringerem finanziellen Einsatz eine größere Attraktivitätssteigerung für den Radverkehr erzielt werden kann (u.a. die Ausweisung weiterer Fahrradstraßen im Stadtgebiet).

Unterstützt wird die Entscheidung durch die Tatsache, dass als Alternative zum betrachteten Streckenabschnitt eine Verbindung entlang des östlichen Kiesseeufers – Flüthebrücke – Kiesseestraße mit einer Radverkehrswegweisung vorhanden ist (s. Abbildung 5 im Anhang). Die Umweglänge gegenüber der untersuchten Route über das Flüthewehr beträgt 660 m.

 

 

 

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

- zunächst keine

- Die Realisierung einer neuen Querungsmöglichkeit der Flüthe in Höhe der Kiesseestraße würde Kosten in Höhe von ca. 38.000,- € verursachen.

 

 

Anlagen:

- Anhang

 

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anhang Flüthewehr (512 KB)      
 
 

zurück