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Betreff: Bebauungsplan Göttingen Nr. 225 "Ehemalige Brauerei" mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV)
- Auslegungsbeschluss
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
23.06.2011 
74. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

1.       Dem Entwurf zum Bebauungsplan Göttingen Nr. 225 „Ehemalige Brauerei“ mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV) wird zugestimmt.

 

Der Entwurf zum o. g. Bebauungsplan mit seiner Begründung sowie der Entwurf der ÖBV werden öffentlich ausgelegt.

 

2.       Die Verwaltung wird beauftragt, für den o. g. Bebauungsplan mit ÖBV die erforderliche Auslegung gem. § 3 Abs. 2 BauGB sowie die Beteiligung der Behörden gem. § 4 Abs. 2 BauGB durchzuführen.

 

3.       Ziele und Zwecke der Planung:

§         Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Wiedernutzbarmachung des ehemaligen Brauereigeländes

§         Neuordnung der vorhandenen Gemengelage

§         Entwicklung eines innenstadtnahen attraktiven Wohngebiets

§         Umsetzung des städtebauliche Konzeptes aus dem Gutachterverfahren von 2006

§         Festsetzen eines allgemeinen Wohngebiets (WA) gem. § 4 BauNVO

§         Festsetzen eines Mischgebietes (MI) gem. § 6 BauNVO unter Ausschluss von u. a. Einzelhandel

§         Verbesserung der Erschließung des Quartiers durch Herstellung einer neuen Erschließungsspange als Schnittstelle zum Grünzug der Leine

§         Erschließung des ÖPNV durch neue Linienführung verbessern

§         Festsetzen u. a. von öffentlichen Verkehrsflächen

 

Geltungsbereich:

Der Geltungsbereich wird im Norden durch den Rosdorfer Weg, im Osten durch den Brauweg, im Süden durch die Carl-Mahr-Straße (ehem. Brauweg) und im Westen durch die Böschungskante zur Leineaue begrenzt.

Maßgeblich für die Abgrenzung ist die zeichnerische Darstellung im Maßstab  1:750.

Begründung:

Begründung:

 

Der Aufstellungsbeschluss wurde durch den Verwaltungsausschuss bereits am 02.07.2003 gefasst und am 27.11.2003 bekannt gemacht.

Eine Neufassung des Aufstellungsbeschlusses erfolgte durch den Verwaltungsaus-schuss im November 2006 um rechtssicher die Plansicherungsinstrumente nach Bau-gesetzbuch (Veränderungssperre, Zurückstellung) anwenden zu können.

 

Anlass für die Aufstellung des Bebauungsplans ist die Entwicklung des seit 1997 mit Aufgabe des Produktionsstandortes der ehemaligen Göttinger Brauerei brach liegende Brauereigelände. Auch die westlich des Brauereigeländes befindlichen und von Leerstand sowie einem schleichenden Prozess des Brachfallens betroffenen Grundstücke stehen seit längerem für eine Nachnutzung zur Verfügung.

Als Basis für die weiteren Planungsschritte wurde eine städtebauliche Masterplanung zur Untersuchung unterschiedlicher Nutzungsoptionen in Auftrag gegeben und im Juli 2006 ein darauf aufbauendes Gutachterverfahren zur Entwicklung des konkreten städtebaulichen Entwicklungsrahmens durchgeführt.

Das i. R. des Gutachterverfahrens ausgewählte städtebauliche Konzept ist Grundlage für die Neufassung des Aufstellungsbeschlusses im November 2006.

Planungsziele

 

Seit Abschluss des Gutachterverfahrens wurde das städtebauliche Konzept hinsichtlich der für den Standort in Frage kommenden Bautypologie mehrfach angepasst ohne das Grundkonzept zu verändern, das eine zentrale Erschließungsspange zwischen Leine und Brauweg mit einem Quartiersplatz als Schnittstelle zwischen Leinegrünzug und dem neu zu entwickelnden Quartier vorsieht.

Gleichzeitig sind mit der Brauerei und dem Flächeneigentümer des ehemaligen Landmaschinenhandels in der Leinestraße sowie verschiedenen Investoren und Entwicklungsträgern intensive Verhandlungen über die bauliche Nutzung und Erschließung des Geländes geführt worden. Inzwischen hat eine Immobiliengesellschaft aus Göttingen Teile des Brauereigeländes erworben (Discountermarkt, Flächen nördlich der geplanten Spange) und sich für die restlichen Brauereiflächen Kaufoptionen gesichert.

Im Ergebnis wird auch der vorhandene Discountermarkt in Einvernehmen mit den neuen Flächeneigentümern durch eine zukünftige Wohnbebauung und die neue Erschließungsspange überplant und planungsrechtlich daher nicht gesichert.

 

Ein weiterer Göttinger Investor hat Interesse an der Entwicklung der im Bestand gewerblich und gemischt genutzten Grundstücke entlang der Leinestraße bekundet. Durch diese privaten Investitionen sollen die Flächen neu geordnet, erschlossen und einer Wohnnutzung zugeführt werden. Das mit den Beteiligten abgestimmte bauliche Konzept sieht einen drei- bis viergeschossigen Geschosswohnungsbau und Stadtvillen vor.

 

Als Planungsziel steht die Entwicklung eines attraktiven Wohngebiets im Sinne eines allgemeinen Wohngebiets (§ 4 BauNVO) im Vordergrund.

 

Nach Süden grenzt an das Plangebiet ein planungsrechtlich gesichertes Gewerbege-biet an (Fa. Mahr). Daraus ergibt sich eine notwendige Gebietsabstufung bzgl. des allgemeinen Wohngebiets, so dass der Planbereich zwischen der ehemaligen Brauerei und der Carl-Mahr-Straße als Mischgebiet (§ 6 BauNVO) festgesetzt werden soll.

 

Mit der Planänderung soll die derzeitige Gemengelage von Wohnen, Gewerbe und Einzelhandel bereinigt werden.

 

Im Rahmen der Gebietsfestsetzungen soll auf Grundlage des Einzelhandelskonzeptes der Stadt Göttingen ein Ausschluss des Einzelhandels im Mischgebiet erfolgen.

 

HINWEIS

 

In der Begründung werden unter dem Kapitel 6.3 Immissionsschutz die Ergebnisse des schalltechnischen Gutachtens erläutert und die daraus resultierenden Festsetzungen begründet.

 

Da das Gutachten erst am 10.06.2011 fertig gestellt wurde, konnte das Kapitel jedoch noch nicht in die Begründung eingefügt werden.

 

Das Kapitel wird daher ergänzend zur jetzt vorliegenden Vorlage nachversand.

 

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Nach Fertigstellung der Maßnahme ist die Übernahme der öffentlichen Verkehrsflächen durch die Stadt Göttingen geplant, so dass sich dann Unterhaltungsleistungen für diese Flächen ergeben.

 

Anlagen:

Anlagen:

 

§                Bebauungsplan (Entwurf)

§                Textliche Festsetzungen und ÖBV (Entwurf)

§                Begründung (Entwurf)

§                Altlastengutachten 1)

§                Schalltechnisches Gutachten 2)

 

1)              Das Gutachten kann

beim Fachdienst Stadt- und Verkehrsplanung eingesehen werden

 

2)              Das Gutachten ist im Ratsinformationssystem ALLRIS als Anlage hinterlegt und kann

beim Fachdienst Stadt- und Verkehrsplanung eingesehen werden

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 9 1 (unbekannt) 110630-BPL-GÖ-225-Begründung_mit markierten Änderungen (3) (2856 KB)      
Anlage 10 2 öffentlich Übersicht Änderungen Planzeichung_2011-06-30 (3) (621 KB)      
Anlage 1 3 öffentlich Bebauungsplan (Entwurf) (1430 KB)      
Anlage 2 4 öffentlich Begründung (Entwurf) (5391 KB)      
Anlage 3 5 öffentlich textliche Festsetzungen (Entwurf) (772 KB)      
Anlage 4 6 öffentlich Überschlägige Prüfung d. Umweltbelange (190 KB)      
Anlage 5 7 (unbekannt) Biotoptypen-BESTAND (573 KB)      
Anlage 6 8 (unbekannt) Biotoptypen-PLANUNG (586 KB)      
Anlage 7 9 öffentlich schalltechnisches Gutachten (199 KB)      
Anlage 8 10 öffentlich schalltechnisches Gutachten-Anlagen (1932 KB)      
Stammbaum:
FB61/879/11   Bebauungsplan Göttingen Nr. 225 "Ehemalige Brauerei" mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV) - Auslegungsbeschluss   61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
FB61/879/11-1   Bebauungsplan Göttingen Nr. 225 "Ehemalige Brauerei" mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV) - Auslegungsbeschluss   61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
 
 

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