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Betreff: Handlungsbedarf im Alten Rathaus (RBK lfd. Nr. 966)
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:80-Fachbereich Gebäude und Immobilien   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Kenntnisnahme
24.03.2011 
70. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke geändert beschlossen   
Ausschuss für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschuss Stadthalle Kenntnisnahme
24.03.2011 
36. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft/Werksausschusses der Stadthalle geändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

1)      Der Bericht wird zur Kenntnis genommen.

2)      Den unter Abschnitt B befürworteten Maßnahmen wird zugestimmt.

 

Die Vorlage wurde am 24.03.2011 im Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke und im Ausschuss für Kultur und Wissenschaft beraten.

 

Es wurde sich jeweils einmütig bei 2 Enthaltungen (BauA) bzw. 3 Enthaltungen (KulturA) darauf verständigt, dass der Verwaltungsausschuss am 04.04.2011 unter Berücksichtigung der nachfolgenden Änderungen entscheiden möge

 

Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke:

 

"Über die in Abschnitt B der Vorlage zugesagten Maßnahmen hinaus soll in den Folgejahren auch ein barrierefreier Zugang zu den Ausstellungsräumen im Obergeschoss geschaffen werden."

 

Ausschuss für Kultur und Wissenschaft:

 

"Über die in Abschnitt B der Vorlage zugesagten Maßnahmen hinaus soll ein barrierefreier Zugang zu den Ausstellungsräumen im Obergeschoss durch einen Innenaufzug geschaffen werden."

 

 

Begründung:

Begründung:

 

Bericht zum Alten Rathaus

 

A.               Aktuelle Situation

 

I.               Vorbemerkungen

Das Alte Rathaus in Göttingen ist geprägt einerseits durch die Nutzung als Gaststätte im Untergeschoss und andererseits durch eine Vielzahl unterschiedlichster Veranstaltungen in der Großen Halle, der Dorntze und im Obergeschoss. Die vorhandenen Räumlichkeiten sind bis auf den letzten Quadratmeter ausgenutzt. Insgesamt ist die zur Verfügung stehende Fläche zu gering, um alle Nutzer/Nutzungen gut bedienen zu können. Das gilt für die Hauptnutzungen, wie Ausstellungen und Büros, das gilt aber auch für Nebennutzflächen wie Sanitäreinheiten, Küche mit Nebenräumen und Lagermöglichkeiten. Aus dieser Enge resultieren zum Teil erhebliche Nutzungskonflikte.

Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich ausschließlich auf die Nutzungen im Erdgeschoss, im Zwischengeschoss und im Obergeschoss.

 

II.              Nutzer/Nutzungen (Anlagen 1 u. 2)

Zurzeit gibt es im Alten Rathaus folgende Nutzer/Nutzungen:

a)                 Die Tourist Information nutzt den Raum 1 im Erdgeschoss als Verkaufs- und Informationsraum und die Räume 2 und 3 im Erdgeschoss und den Raum 10 im Zwischengeschoss als Büroräume,

b)                 Oberbürgermeister, Repräsentation und Internationale Beziehungen: Anlass bezogene Nutzungen der Großen Halle und der Dorntze mit Nebenräumen (EG, Räume 4-6),

c)                  Standesamt: Eheschließungen in der Dorntze mit Nebenräumen. Bei Eheschließungen wird in der Regel der nördliche Aufgang zur Halle genutzt.

d)                 Fachdienst Kultur: Unterschiedliche kulturelle Veranstaltungen in der Großen Halle, eigene und Ausstellungen Dritter in den Ausstellungsräumen im Obergeschoss,

e)                 Fachdienst Hausverwaltung und Service: Unterschiedliche kulturelle Veranstaltungen in der Großen Halle,

f)                    Lagerraum und Teeküche, die bei einzelnen Veranstaltungen durch den Fachdienst Küchenbetriebe genutzt werden (EG, Räume 7+8),.

g)                 Stuhllager (für Veranstaltungen in der Großen Halle, EG Raum 9),

h)                 Aufenthaltsraum für Hausmeister und Reinigungskräfte (ZG, Raum 11)

i)                    Lagerräume.

Die Abstimmungserfordernisse der nutzenden Einheiten bei den unterschiedlichen Veranstaltungen sind erheblich. Nutzungskonflikte ergeben sich häufig, wenn Veranstaltungen zeitlich nebeneinander stattfinden.

 

III.              Zugang

Das Alte Rathaus ist grundsätzlich ein offenes Haus. Eine wirkliche Zugangskontrolle erfolgt nicht. Diese Aufgabe wird während der Öffnungszeiten des Tourist Office von den Mitarbeitern teilweise mit wahrgenommen.

 

Der Zugang zum Alten Rathaus erfolgt grundsätzlich über die Treppe an der Südostecke am Alten Rathaus. Ein barrierefreier Zugang ist nicht vorhanden. Der Bereich der Dorntze und das Obergeschoss sind für Besucher nur durch Zugang quer durch die Halle und den Treppenaufgang im Bereich der Dorntze zu erreichen. Das heißt, dass während der Öffnungszeiten von Ausstellungen oder während der Trauungen Veranstaltungen in der Großen Halle nicht stattfinden können.

Alle Besucher der nutzenden Einheiten müssen zwingend in die Große Halle eintreten, auch wenn sie nur einen Stadtplan kaufen oder ein Hotelzimmer buchen wollen. Dies bringt eine hohe Besucherfrequenz mit sich. Das Gebäude ist dadurch vielfach Temperaturschwankungen, Luftfeuchtigkeit, Wärmeverlusten usw. ausgesetzt.

 

IV.              Infrastruktur/Technik

Die Halle des Alten Rathaus verfügt weder über eine geeignete Eingangssituation noch über eine ausreichende Garderobe. Die Sanitäreinheiten befinden sich im Südbereich des Gebäudes zum Teil auf der Ebene der Halle, zum Teil auf der Ebene des Zwischengeschosses. Die WC-Anlagen sind veraltet und  nicht mehr zeitgemäß, ein Behinderten-WC ist nicht vorhanden.

 

B.              Maßnahmen / Kosten

 

I.              Aufzug

Erweiterung des bestehenden Aufzuges (siehe Anlage 3)

Seit Jahren werden Möglichkeiten gesucht, einen barrierefreien Zugang in das Alte Rathaus herzustellen. Nach umfangreichen Untersuchungen schlägt die Verwaltung vor, die barrierefreie Erschließung der Großen Rathaushalle durch die Erweiterung des Aufzuges auf der Ostseite nach oben bis auf den Balkon zu ermöglichen. Von hier kämen die Besucher über die Tür an der Nordostecke in die Große Rathaushalle. Eine Öffnung der Aufzugskabine zur südöstlichen Treppe ist aus statischen Gründen nicht möglich.

 

Die Abstimmung dieser Maßnahme mit der Oberen Denkmalpflege ist noch nicht abgeschlossen.

 

Kosten dieser Maßnahme: ca. 75.000 €

 

Weitere Aufzugsvarianten

 

Die nachfolgend aufgeführten Aufzugsvarianten sind geprüft worden, werden aber nicht weiter verfolgt.

 

Option für das Obergeschoss (siehe Anlagen 3 und 4)

Als Option käme ein zusätzlicher Innenaufzug aus der Ebene der Halle in das Obergeschoss in Betracht. Dieser Innenaufzug müsste im Norden des Alten Rathauses im Bereich des jetzigen Stuhllagers angesiedelt werden. Mit dieser Maßnahme wären auch die Herrichtung des jetzigen Stuhllagers und der angrenzenden Bereiche verbunden. Das Stuhllager müsste in das nördliche Zwischengeschoss weichen und wäre über den Aufzug zu erreichen.

Die Umsetzung dieser Maßnahme ist nicht beabsichtigt.

 

Kosten dieser Maßnahme: ca. 215.000 €

 

Außenaufzug:

Der Standort für einen Außenaufzug wäre die Nordseite des Alten Rathauses. Alle anderen Seiten führen beim Außenaufzug nicht zum Ziel. Der Außenaufzug ist die einzige Variante, die eine gezielte Lenkung von Besucherströmen ermöglicht, z.B. Besucher der Ausstellungen im OG nutzen alle den Aufzug. Diese Lösung wurde von der Oberen Denkmalschutzbehörde abgelehnt.

 

Aufzug auf der Südseite des Alten Rathauses

Denkbar wäre auch ein kleiner Außenaufzug auf der Südseite bis auf die Ebene der Halle. Der Eingang läge im Bereich des jetzigen Shops. Nachteil dieser Lösung wäre, dass die Wegebeziehungen und die Gastronomieflächen im südlichen Außenbereich des Alten Rathauses neu organisiert werden müssten. Mehrere Leitungen direkt außen am Alten Rathaus müssten verlegt werden.

 

Lift an der Nordostecke des Alten Rathauses

Von der Oberen Denkmalpflege wird ein Lift an der Nordostecke des Alten Rathauses auf den Balkon der Rathaushalle favorisiert.

Aus Sicht der Verwaltung bietet diese Möglichkeit keine angemessene Qualität für die beeinträchtigten Besucher des Alten Rathauses. Die alleinige Nutzung durch Rollstuhlfahrer ist nicht einfach. Zudem wäre die gesamte Anlage Wind und Wetter ausgesetzt, sofern nicht eine überdachte und möglicherweise abschließbare Haltestation an der Nordseite gebaut würde.

 

II.               Sanitäranlagen (Anlage 6)

Im Hallengeschoss werden im Bereich des jetzigen Herren-WC’s  ein Behinderten-WC und ein Personal-WC errichtet.  Im Zwischengeschoss, in dem zurzeit das Damen- und das Personal-WC untergebracht sind, werden Damen- und Herren-WC konzentriert und neu errichtet.

 

Kosten dieser Maßnahmen:              105.000 €

 

III.              Teilumzug der Tourist-Information

Dieser Punkt wird dem Verwaltungsausschuss direkt zur Beschlussfassung vorgelegt.

(Vorlage FB80/348/11).

 

IV.              Lagermöglichkeiten (Anlage 5)

Die Lagermöglichkeiten (Stuhllager, Techniklager, Lager für Ausstellungen usw.) werden neu geordnet und deutlich verbessert. Im Obergeschoss werden neue Lagerräume geschaffen, um eine geordnete Unterbringung der zahlreichen Utensilien zu ermöglichen. Eine gewisse Entrümpelung erscheint erforderlich.

 

Kosten dieser Maßnahmen:              ca. 20.000 €

 

V.              Sonstige Maßnahmen

Im Rahmen der Sanierung des Ratskellers  wurde ein neuer Elektrohauptanschluss erstellt. Die weitere Elektroinstallation wird bei künftigen Sanierungsmaßnahmen Zug um Zug ertüchtigt.

Der Einbau einer Lüftungs- und Klimaanlage in der Halle des Alten Rathauses ist nur möglich entweder über sichtbare Lüftungskanäle oder durch Verlegung in den Wänden bei Zerstörung der wertvollen Malereien. Beide Varianten sind daher nicht vorstellbar.

Im 1.OG sind Verdunkelungsanlagen teilweise bereits eingebaut worden, die Erweiterung soll in den nächsten Jahren erfolgen.

Mit der Erneuerung der Fußböden in den Ausstellungsräumen des Obergeschosses wird in diesem Jahr begonnen.

 

 

C.  Zeitliche Umsetzung

 

In diesem Jahr werden folgende Maßnahmen umgesetzt:

-          die Erweiterung des Ostaufzuges bis auf den Balkon,

-          die Schaffung und Sanierung der WC-Anlagen,

-          die Herrichtung des Raumes für das Catering.

Die Herrichtung der Lagerräume im Obergeschoss erfolgt nach Möglichkeit im Jahr 2012.

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Siehe Einzelmaßnahmen in der Begründung.

 

Anlagen:

Anlagen:

 

Grundrisspläne

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 2 1 öffentlich Grundrisspläne (5902 KB)      
Anlage 1 2 öffentlich CDU-10-9-2010-Halle_Altes_Rathaus (982 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich TOP7-Rat-10-09-2010-Altes Rathaus (25 KB)      
 
 

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