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Betreff: 98. Änderung des Flächennutzungsplans 'MPI Fassberg'
- Aufstellungsbeschluss
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung Beteiligt:67-Fachbereich Stadtgrün und Umwelt
Beratungsfolge:
Ortsrat Nikolausberg Anhörung
24.02.2011 
32.öffentliche Sitzung des Ortsrates Nikolausberg abgelehnt   
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
10.03.2011 
69. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke vertagt (zurückgestellt)   
09.06.2011 
73. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke geändert beschlossen   
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität Vorberatung
28.06.2011 
28. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umweltausschusses vertagt (zurückgestellt)   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

1.              Für den nachfolgend aufgeführten Geltungsbereich wird der Aufstellungsbeschluss gem. § 2 Abs. 1 BauGB für die 98. Änderung des Flächennutzungsplans „MPI Fassberg“ gefasst.

 

2.              Die Verwaltung wird beauftragt, für die o.g. Flächennutzungsplanänderung das erforderliche Verfahren mit Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden gem. §§ 3 Abs. 1 und 4 Abs. 1 BauGB durchzuführen.

 

Allgemeine städtebauliche Planungsziele:

§         Darstellung einer Sonderbaufläche mit der Zweckbestimmung „Forschungseinrichtungen“

§         Ausgleich durch Rücknahme von Bauflächen

§         Bestandsorientierte Anpassung des FNP in Teilbereichen

 

Geltungsbereich:

Das Plangebiet umfasst den Bereich des Max-Planck-Instituts am Fassberg sowie Flächen nördlich (zwischen Freibad und Institutsgelände) und östlich zwischen dem Weg „Am Heiligenhäuschen“ und der Ulrideshuser Straße. Maßgeblich für die Abgrenzung ist die zeichnerische Darstellung des Flächennutzungsplans im Maßstab  1:5.000.

Begründung:

Begründung:

Als Hochschul- und Wissenschaftsstandort verfolgt Göttingen das planerische Ziel, optimale Standortbedingungen für Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen bereit zu stellen. Um im internationalen Standortwettbewerb ein deutliches Profil und weiterhin eine führende Rolle einzunehmen, ist – neben anderen Faktoren - die planerische Vorbereitung geeigneter Flächen von entscheidender Bedeutung.

Die Stadt Göttingen beabsichtigt daher, die Flächenpotenziale im Nahbereich des MPI- Campus am Fassberg durch eine zusätzliche Option zu verbessern. Vorgesehen ist eine ca. 2,5 ha große, derzeit landwirtschaftlich genutzte Fläche östlich des Instituts für Dynamik und Selbstorganisation. Der Bereich befindet sich überwiegend im Landschaftsschutzgebiet. Eine konkrete Baumaßnahme ist bislang nicht vorgesehen – vielmehr dient das Planungsverfahren der strategischen Baulandvorbereitung, um zu gegebener Zeit mit einer deutlichen Beschleunigung des Planungsverfahrens reagieren zu können.

Das Institut für biophysikalische Chemie ist seit 1972 hier angesiedelt und umfasst zwölf Abteilungen. Das Institut für Dynamik und Selbstorganisation wird 2011 mit seinen drei Abteilungen vollständig in die neuen Institutsgebäude umziehen.

In den kommenden Jahren ist aus den bestehenden Instituten kontinuierlich mit einem Erweiterungs- und Entwicklungsbedarf zu rechnen, der im westlichen Teilbereich der Fläche dargestellt werden soll.

 

Ergänzung  auf der Grundlage des Beratungsergebnisses im Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke v. 09.06.2011:

 

Ziel des Verfahrens soll es sein, dem Max-Planck-Institut Entwicklungsperspektiven zu eröffnen, ohne die Schönheit der Landschaft und die Eigenart des Ortsbildes wesentlich zu beeinträchtigen. Im Nachgang zu der Diskussion in der Ausschuss-Sitzung v. 10.03.11 ist daher insbesondere die Frage des Landschaftsschutzes und der Sichtachsen neuerlich und vertiefend betrachtet worden. Hierbei muss darauf hingewiesen werden, dass die fragliche Fläche im Wesentlichen nur von der südlich verlaufenden Straße sowie vom nördlich gelegenen Aussichtspunkt eingesehen werden kann. Insofern kann den Befürchtungen, der Blick auf Nikolausberg werde verbaut, deutlich entgegen getreten werden. Insbesondere die Blickachse auf den markanten Kirchturm wird nicht beeinträchtigt.

 

Bereits in den vorangegangenen Sitzungen hat die Verwaltung stets deutlich gemacht, dass auch sie ein großes Interesse daran hat, diese Sichtbeziehungen zu erhalten. Der östlich der Vorschlagsfläche (Fläche A) gelegene Hang im Übergang zum Ortsrand soll daher auch in Zukunft nicht für eine Bebauung geöffnet werden. Im anstehenden Verfahren wäre zu prüfen, wie der besondere Schutz der Fläche noch gestärkt werden kann.

 

Die Stadt Göttingen verfolgt mit dem hier in Rede stehenden Bauleitplanverfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans im Wesentlichen folgende städtebaulichen Ziele:

·         Die Ausweisung von Erweiterungsflächen für das Max-Planck-Institut.

·         Die Rücknahme von bislang im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Bauflächen im Sinne einer annähernd neutralen Bauflächenbilanz.

·         Die Anpassung und Aktualisierung der überkommenen Planung aus dem Jahr 1975.

 

Eine detaillierte Darstellung von städtebaulichen Absichten - wie z.B. Baugrenzen, Gebäudehöhen oder GFZ - ist in der vorbereitenden Flächennutzungsplanung nicht möglich; dies wäre Gegenstand der verbindlichen Bauleitplanung. Da ein Bebauungsplan allerdings derzeit nicht in Rede steht, sind diese Festsetzungen zu einem späteren Zeitpunkt zu prüfen. Zum jetzigen Zeitpunkt kann festgehalten werden, dass aus dem Ortsrat Nikolausberg Bedenken hinsichtlich des städtebaulichen Erscheinungsbildes einer zukünftigen Bebauung geäußert werden. Künftig sollen daher z.B. ausreichende Pufferflächen entlang der Straße und in Richtung Wald von Bebauung freigehalten und die Gebäudehöhe begrenzt werden.

 

Für die Umsetzung der vorstehenden Zielsetzung ist auch ein Entlassungsverfahren nach der Landschaftsschutzgebietsverordnung erforderlich. Die Entlassung aus dem Landschaftsschutz ist allerdings einem gesonderten Verfahren vorbehalten und nicht Gegenstand des Bauleitplanverfahrens.

 

Inhalt und Ziel des weiteren Verfahrens werden die Beteiligungsverfahren nach dem BauGB und eine vertiefende Abwägung der vorgebrachten Stellungnahmen sein. 

 

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

Keine.

Anlagen:

Anlagen:

-          Begründung

-          Planbereich

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Plan (2072 KB)      
Anlage 3 2 (unbekannt) Begründung MPI (934 KB)      
 
 

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