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Betreff: Bebauungsplan Göttingen-Weende Nr. 32/1, 4. Änderung "Im Hassel"
- Satzungsbeschluss
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ortsrat Weende/Deppoldshausen Anhörung
12.05.2011 
36.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Weende/Deppoldshausen geändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Vorberatung
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
09.06.2011 
73. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Vorberatung
Rat Entscheidung
15.06.2011 
38. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Göttingen ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Rat der Stadt Göttingen möge beschließen:

 

 

1.       Der im Entwurf des Bebauungsplanes Göttingen-Weende Nr. 32/1, 4. Änderung „Im Hassel“ enthaltene Bereich B wird vom Geltungsbereich der 4. Änderung ausgenommen und wird nicht Bestandteil des Satzungsbeschlusses.

 

2.       Die zu dem Bereich A des Entwurfes des Bebauungsplanes Göttingen-Weende Nr. 32/1, 4. Änderung „Im Hassel“ im Rahmen der öffentlichen Auslegung vorgebrachten Anregungen werden entsprechend dem Vorschlag in der Anlage zu dieser Vorlage beschieden.

 

3.       Der Bebauungsplan Göttingen-Weende Nr. 32/1, 4. Änderung „Im Hassel“, wird gem. § 10 Abs. 1 BauGB als Satzung mit seiner Begründung beschlossen.

 

4.       Geltungsbereich:
Der Planbereich liegt im Norden Göttingens im Ortsteil Weende in der unmittelbaren Nähe zum Altdorf, 100 m südöstlich der Petrikirche. Der Planbereich umfasst die Flurstücke 167, 168 und 191 der Flur 10, Gemarkung Weende, südlich an der Straße Im Hassel gelegen. Die Fläche beträgt rd. 2750 m. Die genaue Abgrenzung ergibt sich durch die Darstellung des Bebauungsplans im Maßstab 1 : 500.

Begründung:

Begründung:

 

Für diesen Bebauungsplan wurde am 15.10.2010 der Aufstellungsbeschluss im Amtsblatt der Stadt Göttingen bekannt gemacht. Es folgte eine frühzeitige Beteiligung der Behörden und Fachdienste, am 22.12.2010 wurde der Beschluss zur öffentlichen Auslegung der Pläne bekannt gemacht. Die öffentliche Auslegung erfolgte in der Zeit vom 30.12.2010 bis 31.01.2011.

 

Die Wohnbaugrundstücke die überplant werden, gehören der Volksheimstätte eG Wohnungsbaugenossenschaft Göttingen, die dazwischen liegende Wegeparzelle der Stadt Göttingen. Die nicht mehr zeitgemäßen Bestandsgebäude sollen durch Neubauten ersetzt werden. Die Bebauungsentwürfe sind im nichtöffentlichen Teil der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke am 18.06.09 vorgestellt worden und fanden allgemeine Zustimmung. Der vorliegende Bebauungsplanentwurf trifft die erforderlichen Festsetzungen, um das hier zugrunde liegende städtebauliche Konzept auch planungsrechtlich zu ermöglichen.

 

Im Rahmen der öffentlichen Auslegung wurde vom östlich angrenzenden Nachbarn und weiteren, deren Unterschriften von diesem gegen das Vorhaben gesammelt wurden, Kritik am Maß der baulichen Nutzung, insbesondere die möglichen drei Vollgeschosse plus Dachgeschoss, vorgebracht. Damit verbunden seien nicht hinnehmbare Nachteile für die Nachbarschaft, wie das Nicht-Einfügen in das Ortsbild und Störung der gewachsenen Siedlungsstruktur, Verschattung und Wertabschläge für die unmittelbar benachbarten Grundstücke. Diese Kritik wird zurückgewiesen. Dreigeschossige Bebauung ist weiter östlich in der Straße Im Hassel bereits vorhanden, ebenso im Bereich der Petrikirchstraße. Die neu zu errichtenden Gebäude liegen westlich des Grundstücks des Initiators des Widerspruchs, also nicht in der Hauptrichtung des Lichts von Süden. Da die Gebäude im Erdgeschoss Alten- und Behindertengerecht barrierefrei errichtet werden, liegt der Erdgeschossfußboden sehr niedrig. Da die Gebäude nicht mit einem Satteldachdach versehen werden sollen, sondern auf den drei Vollgeschossen ein Staffelgeschoss mit Flachdach bzw. nur gering geneigtem Dach entsteht, werden die Häuser in der Gesamthöhe keinesfalls höher als die in der Nachbarschaft vorhandenen zweigeschossigen mit Sockel und steil geneigtem Dach. Um auch die erforderlichen Stellplätze auf dem Grundstück unterbringen zu können, wurde die Baumasse gegenüber den ersten Bebauungsentwürfen reduziert. Eine Beeinträchtigung der Nachbarschaft durch Verschattung oder Lärm, die das Maß des Vertretbaren übersteigt, ist nicht gegeben.

 

Aus den Schreiben der Unterzeichner geht hervor, dass diese z. T. nicht unmittelbar von dem Vorhaben betroffen sind, da sie nicht nur an entfernter Stelle im Stadtgebiet Göttingens wohnen (z. B. Weende-Nord), sondern sogar außerhalb Göttingens (Leopoldshöhe, Bremen). Offensichtlich sind einige Unterzeichner durch die konkrete Planung nicht persönlich betroffen, sondern wollen ihrer Ansicht Ausdruck geben, dass allgemein in Göttingen oder speziell in Weende, generell eine zu dichte Bebauung erfolgt. Das Vorhaben bringt zwar Veränderungen mit sich, ist aber sowohl städtebaulich als auch für die (unmittelbar) benachbarten Eigentümer und Bewohner vertretbar.

 

Ergänzung für die Sitzungen des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke, des Verwaltungsausschuss und des Rates der Stadt Göttingen (Hier: Beschlussfassung des Ortsrates Weende v. 12.05.2011):

 

Der Ortsrat Weende hat in seiner Sitzung am 12.05.2011 der Vorlage zugestimmt, sofern die nördlich des Planbereichs „An der Sankt-Vinzenz-Kirche“ liegende Fläche bis zum Hassel in den Geltungsbereich des Bebauungsplanes (Bebauungsplan Göttingen-Weende Nr. 32/1, 5. Änderung „An der Sankt –Vinzenz-Kirche“) einbezogen wird.

 

Die Grundstücke (Im Hassel 32a und 36), auf die sich der Ortsrat bezieht, liegen östlich des Geltungsbereichs der vierten Änderung (Bebauungsplan Göttingen-Weende Nr. 32/1, 4. Änderung „Im Hassel – Gegenstand dieser Vorlage) und nördlich des Geltungsbereichs der fünften Änderung (Bebauungsplan Göttingen-Weende Nr. 32/1, 5. Änderung „An der Sankt –Vinzenz-Kirche“ – künftige Drucksache FB61/867/11). Die Verwaltung wird für die fünfte Änderung einen Entwurf ausarbeiten und vorlegen, der die genannten Grundstücke enthält und die Festsetzungen zu deren baulicher Nutzung trifft.

 

Die hier in Rede stehende 4. Änderung des Bebauungsplanes kann unabhängig von der beschriebenen Vorgehensweise wie vorliegend beschlossen werden.

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Keine.

Anlagen:

Anlagen:

 

Übersicht der Beteiligung, Abwägungsvorschlag, Anregungen

Bebauungsplan, Begründung

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Abwägung (17 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Gebäudekubatur von Norden (58 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Anregungen (3666 KB)      
Anlage 4 4 öffentlich Bebauungsplan (397 KB)      
Anlage 5 5 öffentlich Begründung (79 KB)      
 
 

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