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Betreff: "Aktive Eindämmung der Katzenpopulation in Göttingen" (Antrag CDU-Fraktion)
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:32-Fachbereich Ordnung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität Vorberatung
28.09.2010 
24. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umweltausschusses vertagt (zurückgestellt)   
23.11.2010 
25. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umweltausschusses vertagt (zurückgestellt)   
25.01.2011 
26. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umweltausschusses ungeändert beschlossen   
Rat Entscheidung
25.02.2011 
35. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Göttingen geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:             

 

Die Stadt Göttingen erlässt derzeit keine Verordnung zur Kastration von Katzen.

Zur Eindämmung der Katzenpopulation wird jedoch allen Katzenbesitzern, deren Katzen frei herumlaufen, empfohlen, ihre Katzen kastrieren zu lassen. Einer weiteren Beratung im Rat bedarf es nicht.

 

 

Begründung:

Begründung:

 

Mit Antrag vom 18.02.2010 beantragte die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Göttingen die Verwaltung zu beauftragen, eine Verordnung zur Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen zu erarbeiten. Die FDP-Ratsfraktion stellte dazu einen Änderungsantrag, wonach die Katzenbesitzer über die Folgen einer unkontrollierten Zunahme der Katzenpopulation aufgeklärt und für Freigängerkatzen eine Kastration dringend nahegelegt werden sollen. Diese Anträge wurden zur weiteren Beratung in den Umweltausschuss überwiesen. Dort erklärte der Leiter des Veterinäramtes für die Stadt und für den Landkreis Göttingen Herr Dr. Sieslack, dass es in der Stadt Göttingen keine Katzenprobleme gäbe.

In der folgenden Sitzung des Umweltausschusses berichteten Tierschutzorganisationen, dass die Anzahl der aufgenommenen Tiere überall gestiegen und es schwierig sei, besonders herrenlose Katzen unterzubringen. Durch die von den Organisationen veranlassten Kastrationen müssten erhebliche finanzielle Mittel aufgewendet werden.

Die Stadt Göttingen hat mit dem Tierschutzverein einen Vertrag abgeschlossen, wonach Fundkatzen  im Tierheim ‚Auf der Hufe’ aufgenommen werden müssen.  Nach Aussagen des Tierschutzvereins und der Verwalter des Tierheims hat es bisher noch keine Kapazitätsprobleme mit der Aufnahme von Fundtieren gegeben. Die Stadt kommt somit der ihr obliegenden Verpflichtung hinsichtlich der Aufnahme und Betreuung von Fundtieren nach.

Problematisch ist der Umgang mit herrenlosen Tieren. Das sind Tiere, an denen nach bürgerlichem Recht kein Eigentum besteht.

Die Befürworter einer Verordnung zur Kastration von Katzen wollen eine Eindämmung der Katzenpopulation erreichen. Erste Städte haben inzwischen eine Verordnung erlassen, z.B.  die Stadt Paderborn. Aussagekräftige  Ergebnisse liegen derzeit noch nicht vor.

Durch eine entsprechende Verordnung würden jedoch alle Katzenbesitzer, die ihre Katzen frei herum laufen lassen, gezwungen, ihre Katzen kastrieren zu lassen. Dies ist nicht nur mit erheblichen Kosten, sondern auch mit hohem Verwaltungsaufwand verbunden. Würde gegen die Verordnung verstoßen, müssten Sanktionen ergriffen werden. Kontrollen, ob die Verordnung eingehalten wird, können mit dem derzeitigen Personal des Stadtordnungsdienstes nicht gewährleistet werden. Es sollte daher auf Aufklärung  und nicht auf Zwang gesetzt werden.

Die Stadt Göttingen beabsichtigt daher, zusammen mit den einzelnen Tierschutzorganisationen, einen Aufruf an alle Katzenbesitzer zu richten mit dem Appell, dass freilaufende Katzen kastriert werden sollten, um einem weiteren Anstieg der Katzenpopulation entgegen zu wirken.

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

keine

 

 

 

Anlagen:

Anlagen:

 

Antrag der CDU-Ratsfraktion

Änderungsantrag der FDP-Ratsfraktion

 

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich CDU-5-3-2010-Eindaemmung_Katzenpopulation (261 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich FDP-5-3-2010-Aenderungsantrag-Eindaemmung-Katz (141 KB)      
 
 

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