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Betreff: "Radwegeführung zwischen Knochenmühle und Herberhausen"
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ortsrat Herberhausen Anhörung
10.08.2010 
25.öffentliche Sitzung des Ortsrates Herberhausen abgelehnt   
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Entscheidung
19.08.2010 
60. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke abgelehnt   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:             

 

Dem Vorschlag der Verwaltung zur Verbesserung der Radverkehrsführung zwischen Knochenmühle und Herberhausen wird zugestimmt.

 

 

Begründung:

Begründung:

 

1. Vorbemerkung

 

Mit dem Ausbau der B 27 und dem damit verbundenen Bau eines Radweges bis zur Knochenmühle wird die Radverkehrsanbindung Herberhausens an das restliche Stadtgebiet nachhaltig verbessert.

Von städtischer Seite ist nunmehr zu klären, in welcher Form auch die Radverkehrsver­bindung zwischen Knochenmühle und Herberhausen optimiert werden kann (vgl. Abb. 1).

Abb. 1: Darstellung der örtlichen Situation

Diskutiert wurden bereits in der Vergangenheit (u.a. in der Sitzung des Ortsrates Herberhau­sen am 12.06.2007) ver­schie­den­ste Varianten einer möglichen Radwegeverbindung, u.a. der Bau eines Radwe­ges ent­lang der Straße „An der Mühle“. Für die Planung des Projektes stehen im städtischen Haushalt für das HH-Jahr 2010 10.000,- EUR an Planungsmitteln zur Verfügung.

 

2. Derzeitige Situation

Die Straße „An der Mühle“ stellt die einzige Zufahrt zum Ortsteil Herberhausen dar, sie hat keine Durchgangsverkehrsfunktion. Die Verkehrsbelastung liegt bei ca. 3.000 Kfz/Tag, der Schwerverkehrsanteil ist gering. Besondere Verkehrssicherheitsprobleme sind nicht bekannt. Die Straße ist außerhalb der Ortslage nicht beleuchtet.

Vom Knotenpunkt B27/Knochenmühle bis (etwa) Höhe Bushaltestelle „Knochenmühle“ besteht auf der Ostseite der Straße derzeit ein abgesetzter und ca. 2,30m breiter Geh- und Radweg, welcher allerdings wenige Meter südlich der Haltestelle endet und in einen durch Leitpfosten unterbrochenen Randstreifen übergeht (vgl. Abb. 2 bis 5).

Abb. 2: (in blau) dargestellte, bestehende Radwegeverbindung von der B 27 bis zur Bushaltestelle "Knochen­mühle"

 

Abb. 3: Darstellung des bestehenden Radweges von der B 27 bis südlich der Bushaltestelle "Kno­chen­müh­le"

 

Die verbleibenden ca. 450 m bis zum Ortseingang  müssen deshalb derzeit vom Radverkehr auf der Fahrbahn zurückgelegt werden, wie die nachfolgenden Abbildungen zeigen.

Abb. 4: Darstellung des derzeitigen Straßenquerschnittes von der Bushaltestelle "Knochenmühle" bis Herberhausen

 

 

 

Abb. 5: Darstellung der derzeitigen örtlichen Situation von der Bushaltestelle "Knochenmühle" bis Herberhausen

Im Ort selber wird der Radverkehr ebenfalls auf der Fahrbahn abgewickelt.

Ca. 150 m weiter östlich verläuft mit dem Wichernweg parallel zur Straße „An der Mühle“ ein asphaltierter Geh-/Radweg, der ebenfalls die Knochenmühle mit Herberhausen verbindet (vgl. Abb. 6). Dieser Weg ist für Ortsunkundige allerdings (aufgrund fehlender Hinweis­schilder) schlecht auffindbar, ebenfalls nicht beleuchtet und schließt mit einer vergleichs­weise steilen, kurzen Rampe an das Ortsstraßennetz in Herberhausen an (Henri-Dunant-Straße).

Abb. 6: (in grün) dargestellte, bestehende Radwegeverbindung nach Herberhausen über den Wichernweg

3. Planungsvarianten

Die Verwaltung hat auf dieser Grundlage folgende Planungsvarianten erarbeitet

Variante 1: Neubau eines kombinierten Geh- und (Zweirichtungs-)Radweges östlich der Stra­ße „An der Mühle“ (2,00m breit, asphaltiert, 1,25m Sicherheits-/Grünstreifen), wie in den Abb. 7 und 8 dargestellt. Die Vorteile dieser Variante liegen in der sicheren, direkten und somit attraktiven Radverkehrsanbindung Herberhausens. Diesen Vorteilen stehen die hohen Kosten (ca. 140.000 € inkl. Beleuchtung und Grunderwerb, ca. 90.000,- € ohne Beleuchtung) gegenüber. Am Ende des Geh- und Radweges im Kreuzungsbereich An der Mühle/Henri-Dunant-Straße ist zudem durch Markierung und Beschilderung eine sichere Einfädelung des Radverkehrs auf die Fahrbahn Richtung Süden zu gewährleisten.

Abb. 7: (in rot) dargestellter Neubau eines Geh-/Radweges nach Herberhausen östlich der Straße "An der Mühle"

Abb. 8: Darstellung des möglichen neuen Querschnittes (bei Neubau des Geh-/Radweges auf der Ostseite)

 

Variante 2: Verbreiterung des vorhandenen Randstreifens auf der Ostseite der Straße „An der Mühle“ um ca. 1,50 m (vgl. Abb. 9), dadurch Schaffung eines breiten „Schutzraums“ für Fußgänger sowie Radfahrer, die die Benutzung der Fahrbahn scheuen. Der Weg wird nicht als Geh-/Radweg ausgeschildert, da keine eindeutige Abgrenzung zur Fahrbahn geschaffen wird. Die Kosten liegen einschließlich Beleuchtung und Grunderwerb bei ca. 112.000,- € (ohne Beleuchtung ca. 61.000,- €). Auch wenn damit kein „echter“ Geh- und Radweg geschaffen würde, könnte vor allem für unsichere Radfahrer, die teilweise bereits jetzt den Straßenraum nutzen, eine spürbare Verbesserung erreicht werden. Die Benutzung der Fahrbahn bliebe weiterhin möglich.

Abb. 9: Darstellung des möglichen neuen Querschnittes (bei Verbreiterung des vorhandenen Randstreifens auf der Ostseite)

 

Variante 3: Führung des Radverkehrs über den ca. 150 m östlich der Straße „An der Mühle“ gelegenen Wichernweg mit entsprechender Wegweisung. Die Vorteile dieser Variante sind die sichere Führung des Radverkehrs abseits der Hauptverkehrsstraße sowie die geringeren Investitionskosten (ca. 63.000,- € für Beleuchtung und Beschilderung, ca. 3.000,- € ohne Beleuchtung) durch Nutzung bereits bestehender asphaltierter Wege. Nachteilig wirken sich hier die weniger direkte Streckenführung und der damit verbundene Umweg sowie die enge kurze Rampenauffahrt auf die Henri-Dunant-Straße aus. Dafür entfällt das Einfädelungs­problem in der Ortseinfahrt. Radfahrer, die den Umweg scheuen, können weiterhin die Fahrbahn auf der Straße „An der Mühle“ benutzen.

Variante 4: Neubau eines kombinierten Geh- und (Zweirichtungs-)Radweges westlich der Straße „An der Mühle“ (2,00m breit, asphaltiert, 1,25m Sicherheits-/Grünstreifen), wie in der Abb. 10 dargestellt. Die Vorteile dieser Variante liegen wie bei Variante 1 in der sicheren, direkten und somit attraktiven Radverkehrsanbindung Herberhausens. Diesen Vorteilen stehen im Vergleich zur Variante 1 jedoch noch höhere Kosten (ca. 209.000 € inkl. Beleuchtung und Grunderwerb, ca. 157.000,- € ohne Beleuchtung) gegenüber.

Abb. 10: Darstellung des möglichen neuen Querschnittes (bei Neubau des Geh-/Radweges auf der Westseite)

 

Die Verwaltung empfiehlt nach Abwägung aller Vor- und Nachteile die Umsetzung der Variante 3, Führung über den Wichernweg, ohne Beleuchtung. Die bereitgestellten Planungskosten in Höhe von 10.000,-- € werden demzufolge nicht benötigt.

Aufgrund der angespannten städtischen Haushaltssituation, insbesondere der umzusetzen­den Einsparungsvorgaben aus dem Haushaltssicherungskonzept, stehen finanzielle Mittel in den nächsten Jahren für den Bau des Radweges nicht zur Verfügung.

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Für die Beschilderung entstehen Kosten in Höhe von ca. 3.000,-- €, die bei der Investitionsnummer 6163005020 zur Verfügung stehen.

 

 

Anlagen:

Anlagen:    - / -

 
 

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