zurück
 
 
Betreff: Modellhafte Erprobung von integrativer Krippenbetreuung
Hier: Abschluss von Zuwendungsverträgen mit drei Trägern von Kindertagesstätten
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:51-Fachbereich Jugend   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Vorberatung
17.06.2010 
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses ungeändert beschlossen   
Rat Entscheidung
10.09.2010 
32. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Göttingen ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussempfehlung des Jugendhilfeausschusses:

Beschlussempfehlung des Jugendhilfeausschusses:

 

„Der Rat möge beschließen:

 

1.       Dem Abschluss von Zuwendungsverträgen für den Betrieb von integrativen Krippengruppen mit den Trägern:

 

a.       Studentenwerk (Kindergarten „Bunte Welt“)

b.      Kinderhaus e.V. (Bunsenstraße)

c.       Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Petri Grone (Petri-Haus)

 

wird zugestimmt.

Die Fortführung nach der Modellphase steht unter dem Vorbehalt einer dauerhaften Finanzierung des Landes analog der Förderung von integrativen Kindergartengruppen nach KitaG.

 

2.       Das regionale Konzept wird um die modellhafte Erprobung von integrativer Krippenbetreuung erweitert.

 

3.       Der Antrag der SPD-Fraktion „Integrative Krippengruppen einrichten“ vom 26.04.2007 wird für erledigt erklärt.“

 

Begründung:

Begründung:

 

Die SPD-Fraktion hat am 26.04.2007 beantragt, dass sich die Verwaltung gegenüber dem Land für die Förderung integrativer Krippengruppen einsetzt. Insbesondere sollte im Rahmen eines Modellprojektes eine I-Krippengruppe eingerichtet werden. Der Rat hat den Antrag in seiner Sitzung am 11.05.2007 zur weiteren Beratung an den Jugendhilfeausschuss verwiesen. Dort wurde auf Vorschlag der Verwaltung vereinbart, bis zur endgültigen Klärung einer Landesfinanzierung Kinder mit Behinderungen unter drei Jahren in altersübergreifenden Gruppen zu betreuen. Diese Möglichkeit wird seitdem in Einzelfällen im Rahmen des regionalen Konzepts umgesetzt.

 

Seit dem 01.02.2010 fördert das Land befristet bis zum 31.07.2012 modellhaft die gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderungen in Krippen und kleinen Kindertagesstätten. Landesweit können in diesem Zeitraum bis zu 185 Krippenkinder mit Handicaps am Modellprojekt teilnehmen. Die Bewilligung erfolgt nach dem Windhundprinzip.

 

Voraussetzung für die Förderung ist, dass

 

·         ein Kostenanerkenntnis für ein teilnahmeberechtigtes Kind nach dem SGB XII sowie

·         eine Betriebserlaubnis vorliegen und

·         der Kita-Träger einen öffentlich rechtlichen Vertrag mit dem Landesamt für Soziales, Jugend und Familie abschließt.

 

In Göttingen erfüllen nachstehende Kita-Träger diese Voraussetzungen zum 01.08.2010:

 

Träger

Kindertagestätte

Anzahl der geplanten Krippenkinder mit Handicap

Studentenwerk Göttingen

Bunte Welt

2

Kinderhaus e.V.

Bunsenstraße

1

Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Petri Grone

Petri-Haus

2

 

In den drei Einrichtungen soll für die Modellprojektlaufzeit jeweils eine bestehende Krippengruppe in eine integrative Krippengruppe umgewandelt werden.

 

Da es sich bei der Landesfinanzierung zunächst um eine befristete Modellprojektförderung handelt, die noch dazu abhängig ist von der Anzahl der Kinder mit Handicaps, wird vorgeschlagen, mit den Kita-Trägern für die I-Krippengruppen die in der Anlage befindlichen Zuwendungsverträge abzuschließen. Sofern das Land nach Auslaufen des Modellprojektes die Förderung von integrativen Krippen über das KitaG fördert, sollte die inklusive Betreuung von unter Dreijährigen im Rahmen der Leistungs- und Budgetverträge als neue Betreuungsform mit einem dann zu bestimmenden Satz pro Betreuungsstunde gefördert werden.

 

Das Regionale Konzept wird entsprechend geändert (vgl. Kapitel 5, Seite 14, und Anlagen E und F).

 

Die Verwaltung schlägt vor, dass die Antrag stellende Fraktion den Antrag für erledigt erklärt.

 

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Maßgeblich für die finanziellen Auswirkungen sind die durch die Umwandlung der bisherigen Regel-Krippengruppe in eine integrative Krippengruppe entstehenden Abweichungen im Finanzbedarf der Träger für das Kindergartenjahr 2010/2011:

 

a.       Der Träger macht einen Zuwendungsbedarf von 59.300,- € geltend gegenüber einem gegenwärtigen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 58.590,- €, woraus sich Mehrkosten in Höhe von 710,- € ergeben.

b.      Der Träger macht einen Zuwendungsbedarf von 85.695,- € geltend gegenüber einem gegenwärtigen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 84.640,- €, woraus sich Mehrkosten von 1.055,- € ergeben.

c.       Der Träger macht einen Zuwendungsbedarf von 51.800,- € geltend gegenüber einem gegenwärtigen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 62.500,- €, woraus sich Minderausgaben in Höhe von 10.700,- € ergeben.

 

Insgesamt ergeben sich durch diese Umwandlungen Minderausgaben in Höhe von 8.935,- € für das Kindergartenjahr 2010/2011. Davon entfallen anteilig rund 3.500,- € auf das Kalenderjahr 2010.

 

Anlagen:

 

·         Verträge

·         Regionales Konzept

·         SPD-Ratsantrag „Integrative Krippengruppen einrichten“ vom 26.04.2007

 

 

 

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich 10-05-27 Anlage Regionales Konzept (370 KB) PDF-Dokument (645 KB)    
Anlage 2 2 öffentlich 10-05-27 Anlage Vertrag KH (41 KB) PDF-Dokument (141 KB)    
Anlage 3 3 öffentlich Anlage 2 Kalkulation Kinderhaus.pdf (17 KB)      
Anlage 4 4 öffentlich 10-05-27 Anlage Vertrag Petrigemeinde (43 KB) PDF-Dokument (141 KB)    
Anlage 5 5 öffentlich Anlage 2 Kalkulation Petri-Haus (13 KB)      
Anlage 6 6 öffentlich 10-05-27 Anlage Vertrag SW (43 KB) PDF-Dokument (141 KB)    
Anlage 7 7 öffentlich Anlage 2 Kalkulation Studentenwerk (12 KB)      
Anlage 8 8 öffentlich Anlage SPD-Ratsantrag Integrative Krippengruppen (146 KB)      
 
 

zurück