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Betreff: "Schulwälder"
(Antrag der CDU-Ratsfraktion vom 22.04.2010 zu der Ratssitzung am 07.05.2010)
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:67-Fachbereich Stadtgrün und Umwelt Beteiligt:40-Fachbereich Schule
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität Entscheidung
15.06.2010 
23. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umweltausschusses geändert beschlossen   
Schulausschuss Entscheidung
26.08.2010 
23. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Schulausschusses (offen)   
Rat Entscheidung
10.09.2010 
32. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Göttingen geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:             

 

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, wie und wo im Stadtwald Waldflächen als Schulwälder betreut werden können, wenn dies von Schulen nachgefragt wird.

Einer Beschussfassung durch den Rat bedarf es derzeit nicht. *)

 

Begründung:

Begründung:

 

Hinweis:

 

Das Beratungsergebnis aus der Sitzung des Umweltausschusses:

Die ursprüngliche Verwaltungsvorlage wurde abgelehnt;

Der Ursprungsantrag der CDU-Ratsfraktion wurde mehrheitlich beschlossen.

 

Dagegen hat der Schulausschuss in seiner Sitzung den Ursprungsantrag der CDU-Ratsfraktion mehrheitlich abgelehnt und der ursprünglichen Verwaltungsvorlage  (wie oben *) mehrheitlich zugestimmt.

 

Aus diesem Grund erfolgt eine erneute Vorlage im Rat.

 

 

Das Stadtforstamt hat Anfang der neunziger Jahre die Schulen in Göttingen angeschrieben und angeboten, ihnen analog zum Schulgarten einen Schulwald zur Verfügung zu stellen. Das Thema hatte damals bei den Göttinger Schulen kein Echo gefunden. Als Gründe wurde auf Nachfrage folgendes angeführt:

 

1.       Passt nicht in den Schulalltag

2.       Ist zu weit von der Schule weg und zeitlich nicht mit dem Bus erreichbar, wenn eine sinnvolle Unterrichtszeit übrig bleiben soll.

3.       konkurriert mit den Schulgärten

 

Das Stadtforstamt bietet seit Jahrzehnten die unterschiedlichsten Programme für Kinder im Schulalter an. Pro Jahr erleben mit Hilfe dieser Programme rund 600 Kinder den Stadtwald und können dadurch ihre eigene „Beziehung“ zum Wald und seiner Natur aufbauen. Die Programme, die seit 1985 angeboten werden sind folgende:

 

1.       Vormittägliche Führungen im Wald mit dem Hainbergförster zu Themen wie Wild, Bäume, Baumwachstum und Artenkunde. Dieses  Programm wird ausschließlich von Kindergärten nachgefragt. ( 90 bis 100  Kindergartenkinder/Jahr).

2.       Waldjugendspiele mit Kindern der 6.Klasse ( 2 Schulen mit je 150 Schülern)

3.       Schulprojekttage mit 20 Schülern einer 6. Klasse. Darunter ist ein angewandter Biologieunterricht mit praktischen Arbeiten im Wald incl. Übernachtung im Wald zu verstehen. Projekttage werden seit einigen Jahren nicht mehr nachgefragt.

4.       Waldfreizeiten. Mit Beginn 1994 nahmen zwischen einst 100 und jetzt 30 Kinder/Jahr im Alter zwischen 8 und 12 Jahre teil und erleben eine Woche lang den Wald. Die Nachfrage war am Anfang nicht zu befriedigen, lässt aber seit einigen Jahren stark nach.

5.       Zukunftstag. Zwei Jugendliche haben pro Jahr die Möglichkeit, sich im Stadtforstamt das Berufsbild der Försterin anzuschauen.

6.       Rupprechtshäuschen und 5 Hektar Patenwald für die „Waldjugend“, der Jugendorganisation der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Die Jugendgruppe Göttingen umfasste ca. 20 Kinder und hat ihre Arbeit seit zwei Jahren eingestellt.

 

Gerne greift das Stadtforstamt das Thema wieder auf und sucht zusammen mit der nachfragenden Schule nach geeigneten Waldflächen im Stadtwald. Die zu vermittelnden Werte müssen dabei von der interessierten Schule sprich der Lehrerschaft der Schule kommen. Eine Beteiligung der städtischen Förster an einem Schulwaldprojekt ist angesichts der derzeitigen Personalsituation nur in begrenztem Maße möglich.
Eine kleinere Stadtwaldfläche als Patenwald zur Verfügung zu stellen, ist durchaus denkbar. Dieses Waldstück muss aber so gewählt werden, dass es nicht in Konkurrenz zu anderen Erholungssuchenden kommt. Nicht unerwähnt bleiben kann, dass angesichts eines hohen Nutzungsdrucks die Gefahr im Stadtwald hoch ist, dass Arbeiten im Schulwald von anderen Waldbenutzern zerstört werden.

 

Wenn alle Schulen die Möglichkeit bekommen sollen, ortsnah einen eigenen Patenwald zu bekommen, müssen die jeweiligen Waldeigentümer gefragt werden. Dies muss eigenverantwortlich durch die Schulen erfolgen. Zu ihren Aufgaben würde auch gehören, Kooperationspartner zu suchen und sich um Sponsoren zu kümmern.

 

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Keine

Anlagen:

Anlagen:

 

Antrag der CDU-Ratsfraktion vom 22.04.2010

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich CDU-7-5-2010-Schulwaelder (179 KB)      
 
 

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