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Betreff: "Erhöhung von Beschäftigten mit Migrationshintergrund in der Stadtverwaltung Göttingen"
(Antrag Integrationsrat Göttingen)
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:11-Fachbereich Personal und Organisation Beteiligt:11-Fachbereich Personal und Organisation
    05-Büro für Integration
Beratungsfolge:
Ausschuss für Personal, Gleichstellung und Inklusion Vorberatung
26.04.2010 
25. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Gleichstellungs- und Personalausschusses ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Antwort der Verwaltung:

Beschlussvorschlag:

 

Der Gleichstellungs- und Personalausschuss nimmt Kenntnis von der nachfolgenden Darstellung der Verwaltung zu den im Antrag des Integrationsrates Göttingen angesprochenen Themen.

 

Begründung:

 

Die Stadt Göttingen versucht im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten und der Ausführungen im Integrationskonzept die Anzahl der Beschäftigten mit Migrations-hintergrund zu erhöhen.

 

Die angesprochenen Themen berühren unterschiedliche Sachverhalte, zu denen wie folgt Stellung genommen wird:

 

Zu 1. öffentliche Stellenausschreibungen

 

2009: 31 Ausschreibungen mit insgesamt 831 Bewerbungen

2010:   4 Ausschreibungen mit insgesamt 145 Bewerbungen (Stand 22.03.2010)

 

Zu 2. interne Stellenausschreibungen

 

2009: 70 Ausschreibungen mit insgesamt 182 Bewerbungen

2010:   7 Ausschreibungen mit insgesamt   29 Bewerbungen

 

Zu 3.

Sofern eine Stelle vakant ist, die nach Überprüfung des Fachbereichs Personal und Organisation wiederbesetzt werden soll, erfolgt eine interne Stellenausschreibung. Findet sich intern kein/e geeignete/r Bewerber/in, erfolgt eine externe Stellenausschreibung. In den Stellenausschreibungen wird ein konkretes Anforderungsprofil für die zu besetzende Stelle formuliert. Das Auswahlverfahren findet u. a. unter Berücksichtigung gesetzlicher Vorgaben (insb. Sozialgesetzbuch -SGB IX-, Allgemeines Gleichstellungsgesetz -AGG-, Nieder-sächsischen Gleichstellungsgesetz –-NGG-, der „Richtlinie für die Auswahlverfahren der Stadt Göttingen“, der einschlägigen Dienstanweisungen (bspw. Gleichstellungsrichtlinie) und von Ratsbeschlüssen statt.

 

Zu 4.

Die Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber mit Migrationshintergrund wurde bisher nicht ermittelt, da dies nach den gesetzlichen Bestimmungen (Bundesdatenschutzgesetz) nicht zulässig ist. Aus den Bewerbungsunterlagen ist selten ersichtlich, ob die Person über einen Migrationshintergrund verfügt. Eine Auswertung könnte annäherungsweise anhand des Geburtsortes oder der Staatsangehörigkeit vorgenommen werden, was aber in vielen Fällen keine schlüssige Ausssage über einen Migrationshintergrund zulässt.

Eine gezielte Nachfrage zum Migrationshintergrund zu eingereichten Bewerbungsunterlagen oder in einem Vorstellungsgespräch ist unter Berücksichtigung des AGG grundsätzlich nicht zulässig.

 

Zu 5.

Vgl. Antwort zu 4.

 

Zu 6.

Vgl. Antwort zu 4.

 

 

 

 

Zu 7. und 8.

Eine generelle statistische Erhebung solcher Daten ist nach den Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes nicht zulässig. Die Verwaltung wird zukünftig nach erfolgter Einstellung auf freiwilliger – und insofern zulässiger – Basis eine entsprechende Abfrage vornehmen. Die Ergebnisse werden jährlich bekannt gegeben. Eine Differenzierung nach Fachbereichen/Fachdiensten ist wegen der genannten datenschutzrechtlichen Be-stimmungen nicht möglich.

 

Für die zurückliegende Zeit kann lediglich eine Angabe über die im Ausland geborenen Bediensteten gemacht werden (vgl. auch Antwort zu 4.). Danach sind seit dem 01.09.2005 insgesamt 1.273 Arbeitsverträge geschlossen worden. Davon 153 Verträge mit Personen, die im Ausland geboren sind (ca. 12 %).

 

Zu 9.

Die Erhöhung der Zahl Beschäftigter mit Migrationshintergrund ist im Integrationskonzept sowie als Ziel im Haushaltsplan der Stadt Göttingen verankert. In externen Stellenausschreibungen wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Bewerbungen von Personen mit Migrationshintergrund besonders erwünscht sind. Im Rahmen der Ausbildung wurde ein Flyer entwickelt, der ebenfalls gezielt Personen mit Migrationshintergrund auffordert, sich zu bewerben.

 

Zu 10.

Die Karriereaussichten sind für Beschäftigte mit Migrationshintergrund identisch mit denen für Beschäftigte ohne Migrationshintergrund. Eine gezielte Förderung ist deshalb nicht erforderlich.

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

keine

Anlagen:

 

Anlagen:

 

Antrag Integrationsrat Göttingen vom 25.01.2010

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Antrag Integrationsrat vom Februar 2010 (270 KB)      
 
 

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