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Betreff: 'Hauptstadt des fairen Handels'(Ratsauftrag vom 17.6.2009)
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:01-Referat des Oberbürgermeisters -01.2-Strategische Planungen Beteiligt:Dezernat C - Soziales und Kultur
    41-Fachbereich Kultur
Beratungsfolge:
Ausschuss für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschuss Stadthalle Kenntnisnahme
18.03.2010 
27. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft/Werksausschusses der Stadthalle (offen)   
Ausschuss für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschuss Stadthalle Kenntnisnahme
22.04.2010 
28. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft/Werksausschusses der Stadthalle (offen)   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Die Verwaltung unterstützt zivilgesellschaftliche Akteure bei der Erarbeitung eines erfolgversprechenden Teilnahmekonzepts.

 

Begründung:

 

Begründung:

 

Der Wettbewerb „Hauptstadt des fairen Handels“ wird seit 2003 zweijährlich ausgetragen. Er geht zurück auf die „Faire Woche“, einer Aktionswoche des Forums Fairer Handel, die  2001 als Pilotaktion erstmalig stattfand. Um der Aktionswoche zu größerer Resonanz zu verhelfen, wurde 2003 o.g. Wettbewerb initiiert und ist seitdem in die „Faire Woche“ eingebettet.

Teilnahmeberechtigt sind Stadt- und Gemeindeverwaltungen, die sich mit einzelnen Aktionen oder Projekten am Wettbewerb beteiligen. Die Aktivitäten müssen zum Wettbewerbsschluss abgeschlossen sein. Als Kriterium gilt der Einsatz fair gehandelter Produkte, sowie aktive Fördermaßnahmen der Kommune für den fairen Handel, z.B. Projektwochen an Schulen, in Rathauskantinen usw. Weiterhin sind Kooperationen zwischen Kommunalverwaltung, Einzelhandel und zivilgesellschaftlichen Akteuren wünschenswert.

Ziel des Wettbewerbs ist es, nachahmenswerte Aktivitäten zum Thema „Eine Welt“ und „Fairer Handel“ bekannt zu machen und zu prämieren sowie die Öffentlichkeitsarbeit der Kommunen für den „Fairen Handel“ zu stärken.

Finanziert wird der Wettbewerb im Wesentlichen durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit – mitgetragen wird die Aktion von den kommunalen Spitzenverbänden und den Akteuren der „Fairen Woche“ (u.a. Siegelinitiative TransFair, Weltladen-Dachverband, Servicestelle Kommunen in der einen Welt).

Die Durchführung des Wettbewerbs obliegt der „Servicestelle Kommunen in der einen Welt“ der InWEnt gGmbH (www.service-eine-welt.de/hauptstadtfh/hauptstadtfh-start.html.).

Das Preisgeld betrug in den ersten drei Runden max. 10.000 € (davon Hauptpreis zwischen 2.500 € und 4.000 €) in der vierten Runde 100.000 € (Hauptpreis 35.000 €).

Bisher beteiligten sich pro Wettbewerb zwischen 16 (2005) und 40 (2009) Kommunen. Die Anzahl der eingereichten Projekte bewegte sich zwischen 125 (2007) und 404 (2009). Durchschnittlich reichte jede teilnehmende Kommune zwischen 5 (2003) und 11 (2005) Projekte ein. Bisher wurden 14 Kommunen ausgezeichnet, davon allein zweimal Dortmund (Sieger 2003 und 2005), zweimal Marburg (Sieger 2009, Dritter 2007), zweimal München und zweimal Neuss.

Göttingen hat sich 2007 am Wettbewerb beteiligt. Eingereichtes Projekt war der Stadtkaffee „Göttinger Nobelbohne – der faire Kaffeegenuss“.  Das Projekt wurde vom „EPIZ: Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V.“ benannt und vom Fachdienst Umwelt der Stadt Göttingen eingereicht.  Der Beitrag war nicht innovativ genug, um damit einen Platz auf dem Siegertreppchen zu bekommen. Das Projekt war dennoch beispielhaft und wurde deshalb in der Dokumentation „Dialog global“, Hauptstadt des Fairen Handels 2007, Nr. 17, Servicestelle Kommunen in der einen Welt,  vorgestellt. Im Wettbewerb erfolgreiche Kommunen haben durchweg deutlich mehr als fünf Projekte eingereicht. Die Federführung liegt in der Regel bei kommunalen Agenda-/Fairer Handel-Büros bzw. Agenda-/Fairer Handel-Beauftragten, die in Kooperation mit lokalen zivilgesellschaftlichen Akteuren die Beiträge benannt und ausgewählt haben. In der Stadt Göttingen gibt es aber keinen zentralen Ansprechpartner zum Thema „Fairer Handel“ und es gibt auch kein FD/FB übergreifendes festes Team (beides wird im Antragsformular abgefragt) oder ein Büro zum Thema. Auch an der „Fairen Woche“  (wird ebenfalls abgefragt) wirkt die Verwaltung derzeit nicht mit. Projekte die ad hoc neben dem bereits erwähnten Stadtkaffee benannt werden können, wie z.B. Fair gehandelter Kaffee in der Rathauskantine sowie die Berücksichtigung sozialer und ökologischer Belange bei der Auftragsvergabe seitens der Stadt, begründen kein Alleinstellungsmerkmal. Ein Antrag in 2009 wäre – unabhängig von der kurzen Frist – chancenlos gewesen. Diese Einschätzung wird auch vom EPIZ geteilt.

Dass ein Oberzentrum wie Göttingen, mit einer Vielzahl an Akteuren und für das Thema „Fairer Handel“ sensibilisierten Bürgerinnen und Bürgern, viel mehr bieten kann als die genannten Projekte ist mehr als wahrscheinlich.

Ein erfolgversprechendes Konzept für die nächste Antragsrunde in 2011 ist aktuell von der Verwaltung - in der derzeitigen Lage - nicht zu erstellen. Die finanzielle Situation der Stadt Göttingen und die damit verbundenen eingeschränkten Möglichkeiten im Bereich der freiwilligen Leistungen, macht eine Konzentration der Personalressourcen auf einige Politikbereiche (z.B. Energie/Klimaschutz, Integration, Familien/Eltern) unvermeidbar. D.h., wichtige Aktivitäten in anderen Politikbereichen können nicht im erforderlichen Maße umgesetzt werden. Initiativen lokaler Akteure (z.B. IFAK, EPIZ, VEN) hinsichtlich der Konzeptentwicklung sind allerdings wünschenswert und sollen im Rahmen des Möglichen unterstützt werden (z.B. durch Kooperation, Beratung und ggf. Antragstellung). 

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

keine

Anlagen:

 

Anlagen:

 

- Antrag der Bündnis90/Die Grünen-Ratsfraktion/Die Grünen-Ratsfraktion vom 3.6.2009

- Auszug aus der Niederschrift über die 21. Sitzung des Rates am 17.06.2009

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich B90-17-6-09-Göttingen-Hauptstadt_des_fairen_Handels (3236 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich TOP8-und-10-Rat-17-6-09 (23 KB)      
 
 

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