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Betreff: "Reduzierung der Friedhofsflächen" (Antrag der CDU-Ratsfraktion vom 30.11.2009)
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:67-Fachbereich Stadtgrün und Umwelt   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität Kenntnisnahme
25.01.2010 
20. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umweltausschusses vertagt (zurückgestellt)   
23.02.2010 
21. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umweltausschusses ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:               

 

Das im Jahr 2005 vorgelegte und verabschiedete Friedhofskonzept bleibt die Grundlage für die mittelfristige Entwicklung der kommunalen Friedhöfe. Für zukünftig nicht belegte Abteilungen, werden andere Nutzungen mit dem Ziel einer Kosteneinsparung oder Ertragssteigerung verfolgt.

 

Begründung:

 

Begründung:

 

Die Ermittlung eines prognostizierten Flächenbedarfes auf der Grundlage eines Flächenwertes von 3m²/Einwohner wurde bei der Vorlage des Friedhofskonzeptes im Jahr 2005 bereits berücksichtigt. Daraus ergibt sich bei einer prognostizierten Zahl von 130.000 EW rechnerisch ein Gesamtbedarf von ca. 39 ha Friedhofsfläche für die Zukunft.

 

Zurzeit hält die Stadt Göttingen unter Berücksichtigung eines 25%igen Anteils des Stadtfriedhofes 37,6 ha Belegungsflächen vor.

Friedhof Geismar:                            1,9 ha

Friedhof Grone:                            3,5 ha

Parkfriedhof Junkerberg:                23 ha

Stadtfriedhof:                                          9,2 ha (= 25% von 37 ha Gesamtfläche)

 

Darüber hinaus stehen weitere 8,5 ha in den Ortsteilen auf den Friedhöfen anderer Friedhofsträger zur Verfügung. Rein rechnerisch besteht somit ein Überhang von 7 ha Fläche, verteilt auf alle Göttinger Friedhöfe. Flächenpotentiale auf den kommunalen Friedhöfen sind in nennenswertem Umfang dabei nur auf dem Stadtfriedhof und dem Parkfriedhof Junkerberg zu verzeichnen.

 

Auf dem Stadtfriedhof entstehen diese Überhangflächen sukzessive nach Auslauf der Nutzungsrechte durch Einebnungen in Abteilungen, in denen keine Wiederbelegung mehr erfolgt. Das Friedhofskonzept sieht für diese Bereiche vor, sie bis zum Ablauf aller Nutzungsrechte im Jahr 2060 zu einem Stadtpark zu entwickeln. Obwohl sich dadurch der Charakter des Stadtfriedhofes immer mehr von einer Begräbnisstätte hin zu einer öffentlichen Parkanlage ändert, werden die Kosten der Gesamtanlage weiterhin dem Friedhofsträger angelastet. Erst bei einer teilweisen oder vollständigen Entwidmung von Friedhofsflächen erfolgt hier eine Entlastung des Gebührenzahlers.

 

Sofern sich für einige Teilbereiche eine andere Nutzung anbietet, werden dafür entsprechende Konzepte entwickelt. Aktuell werden Flächen an der Jheringstraße und Teilbereiche des Lagerplatzes an der Kommendebreite dahingehend untersucht, ob sie sich für eine Wohnbebauung eignen.

 

Auf dem Parkfriedhof Junkerberg sind angrenzend in nordöstlicher und westlicher Richtung erhebliche Flächenreserven für eine ehemals vorgesehene Erweiterung des Friedhofes vorhanden. Nach jetzigem Kenntnisstand sind diese Areale dauerhaft nicht mehr für eine Friedhofserweiterung vorzuhalten. Da für diese Flächen dem Friedhofsbetrieb aber keine kalkulatorischen Kosten angerechnet werden, entsteht unabhängig von einer möglichen anderweitigen Verwendung aus deren Veräußerung keine Entlastung des Gebührenzahlers. Die nordöstlichen Bereiche sind zurzeit zur landwirtschaftlichen Nutzung verpachtet. Zur Verbesserung der Haushaltssituation werden alternative Nutzungen, vorrangig die einer Ausweisung als Bauland geprüft.

 

Daneben stehen im Bauabschnitte 4 und 5, in dem erstmals im Jahr 2005 Beisetzungen durchgeführt wurden, östlich angrenzend an den Fahrweg Richtung Bovenden zusammenhängend etwa 1,5 ha Fläche absehbar in naher Zukunft nicht zur Belegung an.

Es wird daher geprüft ob diese Flächen für eine spätere Belegung noch vorgehalten werden müssen oder ob dieser Teilbereich über ein Endwidmungsverfahren aus der Friedhofsrahmenanlage herausgenommen werden kann. Dabei sind denkbare Folgenutzungen, notwendige Investitionen, wie Änderung der Zaunanlage, die Verlegung von Hauptwegen und Gieswasserleitungen sowie die finanziellen Auswirkungen für den Gebühren- und den allgemeinen städtischen Haushalt zu betrachten.

 

Darüber hinaus wird auch untersucht, ob sich für andere Freiflächen Zwischennutzungen wie z. B. Ausstellungsflächen für friedhofsnahes Gewerbe zur Ertragsverbesserung finden lassen.

 

Die Verwaltung wird mögliche Veränderungen bei dem Flächenbedarf, ausgelöst durch eine sich wandelnde Bestattungskultur, grundsätzlich im Blick haben.

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Einmalige Erträge bei Flächenveräußerung

Anlagen:

 

Anlagen:

 

Planübersicht Parkfriedhof Junkerberg

Planübersicht Stadtfriedhof

Antrag der CDU-Ratsfraktion vom 30.11.2009

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Planübersicht Parkfriedhof Junkerberg (329 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Planübersicht Stadtfriedhof (597 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich CDU-30-11-2009 Reduzierung Friedhofsflaechen (195 KB)      
 
 

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