zurück
 
 
Betreff: Bebauungsplan Göttingen-Grone Nr. 22, 5. Änderung, "Siekhöhe"
- Auslegungsbeschluss
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ortsrat Grone Anhörung
26.11.2009 
30.öffentliche Sitzung des Ortsrates Grone zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
10.12.2009 
51. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Verwaltungsausschuss beschließt:

 

1.    - Dem Entwurf zum Bebauungsplan Göttingen-Grone Nr. 22, 5. Änderung, “Siekhöhe“
   wird zugestimmt.

- Der Entwurf zum o. g. Bebauungsplan wird mit seiner Begründung öffentlich
    ausgelegt.

 

2.    Die Verwaltung wird beauftragt, für den o. g. Bebauungsplan die erforderliche Auslegung gem. § 3 Abs. 2 BauGB sowie die Beteiligung der Behörden gem. § 4 Abs. 2 BauGB durchzuführen.

 

3.    Ziele und Zwecke der Planung:

 

§ Optimierung von Flächenzuschnitten i. R. der Baugebietsfestsetzung Gewerbegebiet gem. § 8 BauNVO

§ planungsrechtliche Sicherung von Bauflächen als Erweiterungsflächen für ein bestehendes Unternehmen

§ erweiterte Zulässigkeit von Nutzungen gem. § 12 und 14 BauNVO (Garagen, Stellplätze und ihre Zufahrten sowie Nebenanlagen)

 

4.    Geltungsbereich:

 

     Der Geltungsbereich umfasst vier Teilbereiche im Bereich des Gewerbegebiets Siekhöhe.

     Der Planbereich A liegt im nordwestlichen Bereich des Anna-Vandenhoeck-Rings und berührt dort den festgesetzten Grünzug sowie die westlich angrenzenden Gewerbegebietsflächen.

     Die Planbereiche B1 + B2 liegen bzw. verlaufen am südlichen Planbereich und berühren auch hier den festgesetzten Grünzug sowie die südlichen angrenzenden Gewerbegebietsflächen.

     Der Planbereich C liegt im nordwestlichen Bereich des Gewerbegebiets.

     Die Planbereiche A + B1 + B2 mit einer Größe von ca. 45.500 m² gelten dabei als Eingriffspläne, der Planbereich C mit einer Größe von ca. 3.500 m² ist der Ausgleichsplan.

     Maßgeblich ist die zeichnerische Darstellung im Maßstab 1:1000.

Begründung:

 

Begründung:

 

Mit der Änderung des Bebauungsplans in den Teilbereichen A + B1 + B2 will die Stadt Göttingen auf die geänderten Anforderungen potentieller und bestehender Unternehmen reagieren. Zum Einem besteht Bedarf an großen zusammenhängenden Flächen, die eine künftige Entwicklung der anzusiedelnden Unternehmen auch in den nächsten Jahren sicherstellt. Zum Anderen muss genau diese Entwicklungsmöglichkeit bestehenden Unternehmen eingeräumt werden, deren Entwicklungspotenzial sich mit der Unternehmensgründung noch nicht abzeichnete.

 

Diese Flächenoptimierung für gewerbliche Nutzungen kann nur durch eine Inanspruchnahme der unmittelbar angrenzenden öffentlichen Grünflächen erfolgen. Dabei ist es jedoch erklärtes Ziel, durch einen Flächentausch die Reduzierung der Grünflächen so weit wie möglich zu vermeiden. Im Entwurf ist die Flächenoptimierung durch die Inanspruchnahme von nur 437 m² öffentlicher Grünfläche erfolgt. Dies bedeutet z. B. für das Betriebsgrundstück der Firma Trinos eine prozentuale Zunahme der Gewerbefläche von knapp 3 %; die Betriebsabläufe können aber deutlich optimiert werden.

Dies zeigt, dass die bereits angelegten Grünzüge großteils erhalten bleiben und nur in ihrer Lage verändert werden. Sie können somit auch künftig ihre Funktion als naturräumliches und gliederndes Element im Gewerbegebiet Siekhöhe vollumfänglich wahrnehmen.

 

Neben der geringen Überplanung von öffentlichen Grünflächen ergibt sich auch ein Eingriff durch z. B. die Erhöhung der Grundflächenzahl und der Aufhebung von Pflanzzonen.

 

Die benötigten Flächen sind zur Zeit im Bebauungsplan als öffentliche Grünfläche festgesetzt und sind Teil einer größeren Grünfläche die mit weiteren Flächen im Bebauungsplan ein umfangreiches und durchgehendes Grünkonzept bilden.

 

Dieses Grünkonzept ist auch im Flächennutzungsplan entsprechend dargestellt. Eine Änderung des Flächennutzungsplans, bzw. die Anpassung im Wege der Berichtigung auf Grund des beschleunigten Verfahrens wird jedoch nicht als notwendig erachtet, da die verbleibende öffentliche Grünfläche das Entwicklungsziel einer Grünverbindung zwischen freier Landschaft (ehemalige Bahnstrecke Dransfelder Bahn) und den inneren Bereichen des Gewerbegebiets sicherstellt. Die Grünzüge bleiben grundsätzlich erhalten und können ihre Funktion auch erfüllen.

 

Im Rahmen des beschleunigten Verfahrens müssen Eingriffe in Natur und Landschaft nicht ausgeglichen werden. Es ist jedoch erklärtes Ziel, den Eingriff in Natur und Landschaft vollumfänglich im Gewerbegebiet auszugleichen.

 

Zu diesem Zweck wird wie bereits zur 4. Änderung des Bebauungsplans eine im Gewerbegebiet Siekhöhe liegende nicht genutzte gewerbliche Fläche als Ausgleichsfläche in einer Größe von 3.570 m² herangezogen. Dies ist der Planbereich C.

 

Im Ergebnis wird die im Gesamtplan ausgewiesene Gewerbefläche um 3.133 m² reduziert und die auf den anderen Planbereichen erfolgten Eingriffe vollumfänglich ausgeglichen.

 

Planbereich A

 

Hier sollen die noch freien Gewerbegebietsflächen in Größe von ca. 8.000 m² durch in Anspruchnahme des westlich angrenzenden Grünzuges auf ca. 10.000 m² vergrößert werden. Dabei sollen die wegfallenden Grünflächen unmittelbar westlich des Grünzuges wieder hergestellt werden, so dass auch hier ein optimierter Flächenzuschnitt von Gewerbeflächen erfolgen kann. Die absolute Zunahme von festgesetzten Gewerbeflächen beträgt nur 32 m²

 

Planbereiche B1 + B2

 

Das Unternehmen Trinos Vakuum-Systeme GmbH ist eines der führenden Hersteller von Vakuumkammern, Vakuumsystemen und Sonderbauteilen für die Vakuumindustrie. Darüber hinaus ist es Europas größter Lieferant von Vakuumfittings und Vakuumkomponenten.

 

Infolge der Wachstumspotenziale, die sich das Unternehmen in diesem Bereich erschließen konnte, wurden die Kapazitäten in den vergangenen Jahren stetig ausgeweitet. Damit auch künftig eine Erweiterung der Kapazitäten auf dem bestehenden Betriebsgrundstück möglich ist, möchte das Unternehmen die westlich angrenzenden gewerblichen Flächen ebenfalls nutzen. Dafür ist jedoch zur Optimierung der Fläche ein veränderter Grundstückszuschnitt notwendig, der auf Grund diagonaler Grundstücksgrenzen wegen des angrenzenden Grünzuges nicht ideal ist. Durch die Flächenoptimierung erhöht sich die festgesetzte Gewerbeflächen um absolut 405 m², die öffentliche Grünfläche wird entsprechend von 2.010 m² auf 1.605 m² reduziert.

 

Die Planbereiche umfassen auch insgesamt den südlichen Rand der im Bebauungs-plan festgesetzten Gewerbegebietsflächen. Hier setzt der Bebauungsplan eine 10 m tiefe, von Bebauung freizuhaltende Fläche fest. Die momentane Festsetzung schließt auch die Errichtung von Garagen, Stellplätzen, Zufahrten und Nebenanlagen auf diesen nicht überbaubaren Grundstücksflächen aus. Dies bedeutet eine Einschränkung hinsichtlich der Organisation von Betriebsabläufen auf dem Grundstück. Diese Festsetzung soll entfallen.

 

Die Ausnutzung des Grundstückes wird dadurch nicht geändert, da die festgesetzte Grundflächenzahl (GRZ) eine Überbauung des einzelnen Baugrundstücks jetzt und künftig nur bis zu max. 80 % zulässt.

 

Planbereich C

 

In diesem Bereich setzt der Bebauungsplan zur Zeit ein Gewerbegebiet fest. Diese Flächen sind auf Grund ihrer Lage und der Topografie schlecht zu vermarkten und werden daher zur Zeit nicht für solche Zwecke genutzt. In Fortsetzung der öffentlichen Grünflächen und der bereits im Rahmen der 4. Änderung herangezogenen Flächen als Ausgleichsfläche wird hier erneut der Ausgleich für den Eingriff in Natur und Landschaft sichergestellt.

 

Verfahren:

 

Der Aufstellungsbeschluss für das Änderungsverfahren wurde am 2.2.2009 durch den Verawaltungsausschuss gefasst. Nach Durchführung er frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden liegt nun der Entwurf des Bebauungsplans nebst Begründung sowie weiteren Anlagen in Bezug auf die Umweltbelange vor.

 

Mit dem vorliegenden Beschluss soll das Änderungsverfahren mit der öffentlichen Auslegung und der Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange weitergeführt werden.

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Für die Beauftragung eines externen Planungsbüros zur Erarbeitung des Änderungsverfahrens, die Erarbeitung von Gutachten (Umweltstudie, Vorprüfung nach §13a BauGB) sowie die Wiederherstellung von Teilen der öffentlichen Grünflächen entstehen Kosten.

 

Die Kostentragung erfolgt durch den Fachbereich 80 - Gebäude und Immobilien.

Anlagen:

 

Anlagen:

 

§         Planzeichnung (Entwurf); ohne Maßstab

§         textliche Festsetzungen (Entwurf)

§         Begründung inkl. Umweltstudie und Vorprüfung des Einzelfalls (Entwurf)

§         schalltechnische Beurteilung

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 3 1 öffentlich Planzeichnung (Entwurf); ohne Maßstab (937 KB)      
Anlage 4 2 öffentlich Planzeichenerklärung (Entwurf) (75 KB)      
Anlage 7 3 öffentlich textliche Festsetzungen (Entwurf) (72 KB)      
Anlage 6 4 öffentlich Begruendung (1260 KB)      
Anlage 8 5 öffentlich Umweltstudie (170 KB)      
Anlage 5 6 öffentlich schalltechnische Beurteilung (391 KB)      
Anlage 9 7 öffentlich Ergebnis der Vorprüfung (53 KB)      
 
 

zurück