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Betreff: Vorbereitende Untersuchungen gem. §141 BauGB für den Bereich "Historische Altstadt Nord" für das Förderprogramm "Städtebaulicher Denkmalschutz"
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
28.05.2009 
43. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke ungeändert beschlossen   
Rat Entscheidung
17.06.2009 
21. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Göttingen ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Die VU wird zustimmend zur Kenntnis genommen.

Begründung:

 

Begründung:

 

 

Die Stadt Göttingen hatte sich nachdem der Aufnahmeantrag für 2008 abgelehnt wurde für 2009 erneut um eine Aufnahme des Bereichs „Nördliche Altstadt“ in das Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ des Landes beworben. Auch diesem Antrag wurde nicht stattgegeben.

Nunmehr besteht die Möglichkeit über das jetzt auch auf Westdeutschland ausgeweitete Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ einen neuen Versuch für die Nördliche Innenstadt zu machen. Mithilfe dieses Programms sollen historische Stadtkerne mit Bausubstanz auf breiter Grundlage gesichert und erhalten werden. Gefördert werden Einzelmaßnahmen als Bestandteile einer städtebaulichen Sanierungsmaßnahme (§§ 136 bis 164 BauGB), zu deren Sanierungszielen die Erhaltung der baukulturell wertvollen Bausubstanz gehört.

Unter dieser Voraussetzung sind förderfähig:

-          Maßnahmen zur Sicherung erhaltenswerter Gebäude, historischer Ensembles oder sonstiger baulicher Anlagen von geschichtlicher, künstlerischer oder städtebaulicher Bedeutung,

-         die Modernisierung und Instandsetzung oder der Aus- und Umbau dieser Gebäude oder Ensembles,

-         die Erhaltung und Umgestaltung von Straßen- und Platzräumen von geschichtlicher, künstlerischer oder städtebaulicher Bedeutung,

-         die Durchführung von Ordnungsmaßnahmen zur Erhaltung bzw. Wiederherstellung des historischen Stadtbildes und Stadtgrundrisses,

-         die Leistungen von Sanierungsträgern zur Beratung von Eigentümern über die Einhaltung von Auflagen der Denkmalpflege oder aus örtlichen Satzungen.

 

Es wurden deshalb vorbereitende Untersuchungen für den nördlichen Innenstadtbereich beauftragt und erarbeitet.

Dieses Gebiet wird begrenzt im Westen und Norden durch die Wallanlagen unter Einbeziehung des Weender Tores, im Osten durch die Weender Straße einschließlich der östlich angrenzenden Grundstücke und des städtischen Museums, der Burgstraße einschließlich der östlich angrenzenden Grundstücke und im Süden durch die Goethe-Allee bzw. durch die Mühlenstraße und der südlich angrenzenden Grundstücke, der Theaterstraße sowie der Friedrichstraße.

 

Als Ergebnis der Voruntersuchungen wird als Abgrenzung ein Sanierungsgebiet vorgeschlagen, in dem u. a. die ehemalige JVA, der Waageplatz, das ehemalige Stadtbadareal, das städtische Museum sowie die verbindenden öffentlichen Räume liegen.

Folgende Maßnahmen sollen u .a. durchgeführt werden:

An erster Stelle stehen dringende Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen zum Erhalt des städtischen Museums als eines der hochrangigen Baudenkmale Göttingens. Teile des Gebäudes sind akut von Einsturz bedroht, weshalb zur Zeit Notsicherungsmaßnahmen vorgenommen werden.

Der zweite Schwerpunkt der Maßnahmen betrifft die ehemalige Justizvollzugsanstalt. Hier geht es vorerst um Planungen für die Nachnutzung als Wissenschaftsmuseum und die nachfolgenden Umbaumaßnahmen.

Diese beiden Schwerpunkte sollen miteinander verbunden werden. Es ist deshalb vorgesehen, den öffentlichen Raum zwischen den beiden Standorten umzugestalten. Auch der Leinekanal als stadtstrukturbildendes Element soll zur Aufwertung des gesamten Umfeldes beitragen.

Ein Beschluss über das Sanierungsgebiet soll erst nach einem Programmaufnahmeerlass erfolgen. Die Träger öffentlicher Belange sollen im Juni 2009 beteiligt werden. Eine Bürgerbeteiligung soll ebenfalls in diesem Zeitrahmen stattfinden.

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Insgesamt wurde ein Investitionsvolumen von ca. 10,9 MIO EUR für die beabsichtigten Maßnahmen veranschlagt. Nach Aufnahme in das Förderprogramm werden die Maßnahmen zu 2/3 durch Landes- und Bundesmittel gefördert.

Für das Haushaltsjahr 2009 sollen von der Stadt Göttingen 181.600,- EUR vorfinanziert werden; ca. 121.067,- EUR (2/3) würden über Fördermittel wieder zurückfließen.

Anlagen:

 

Anlagen:

-          Vorbereitende Untersuchungen

-          Pläne

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich historische_altstadt_nord aktuell (1328 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich VU_GÖ_120509_alle (8157 KB)      
 
 

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