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Betreff: Metropoltarif in der Metropolregion (überwiesener Antrag der SPD-Ratsfraktion aus der Ratssitzung vom 07.11.08)
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
23.04.2009 
41. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Stellungnahme der Verwaltung:

Stellungnahme der Verwaltung:

 

 

Unter Federführung der Geschäftsstelle der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg werden Möglichkeiten eines Metropoltickets als einheitliches Tarifangebot in der gesamten Metropolregion untersucht. Dabei hat die Analyse der bestehenden Angebote sowie der Strukturen im ÖPNV (Verbünde und Einzelunternehmen) ergeben, dass in einem ersten Schritt das vorhandene Angebot optimiert werden soll. Als besonders geeignetes Tarifangebot wird das Niedersachsen – Ticket der DB Regio (gültig in Niedersachsen, Bremen und Hamburg) angesehen. Es gilt montags – freitags ab 9 Uhr, am Wochenende ganztägig und wird als Einzelkarte (20 €) oder als Gruppenkarte (28 €) für bis zu fünf Personen angeboten. Das Ticket wird bereits seit längerem außerhalb des Schienenverkehrs in den Verbünden Verkehrsverbund Südniedersachsen (VSN), Großraumverkehr Hannover (GVH) und Verbundtarif Region Braunschweig (VRB) anerkannt. Bislang keine Gültigkeit besteht in den Landkreisen Hildesheim, Hameln, Schaumburg, Nienburg, Soltau-Fallingbostel und Celle. Zwischen Vertretern dieser Landkreise und der DB Regio wurden bereits Rahmenbedingungen der Erstattung für die Nutzung des Niedersachsentickets im vor- und nachlaufenden Verkehr an die einzelnen Verkehrsunternehmen sowie Möglichkeiten eines Verkaufs des Tickets auch in den Fahrzeugen der Verkehrsunternehmen einschließlich der Erstattungen für diese Leistungen verhandelt; auch die Verkehrsunternehmen in den Landkreisen haben das Angebot grundsätzlich akzeptiert, wobei der Fahrscheinverkauf je nach Struktur des Unternehmens zu klären ist.

 

Nach Klärung der vertraglichen Umsetzung zwischen Metropolregion – als Quasiverbund für die beteiligten Landkreise - und DB Regio sollen dann auch die bestehenden Verbünde GVH, VRB und VSN in generelle Vereinbarungen zur Gültigkeit des Metropoltickets einbezogen werden. Eine metropolweite Anerkennung des Niedersachsentickets kann voraussichtlich zum Fahrplanwechsel Ende 2009 erreicht werden.

 

In einer Phase 2 beabsichtigt die Geschäftsstelle der Metropolregion, eine Machbarkeitsstudie zu einer einheitlichen Tarifstruktur in der gesamten Metropolregion auf allen Relationen einschl. entsprechender Kostenermittlungen in Auftrag zu geben. Die Beauftragung wird noch für dieses Jahr angestrebt.

 

Die Einführung gebiets- und verkehrsmittelübergreifender Tarifstrukturen setzt komplexe und komplizierte Abstimmungs- und Finanzierungssysteme voraus und kann allenfalls mittelfristig realisiert werden. In der Metropolregion mit ihren sehr heterogenen Strukturen (Großstädte, ländliche Regionen) und dem gesamten Spektrum von Verkehrsunternehmen (kleinste Busunternehmen und große städtische Verkehrsunternehmen, SPNV) sowie unterschiedlich aufgestellten Aufgabenträgern sind eine Vielzahl von Akteuren mit teilweise auch stark divergierenden Interessen und unterschiedlichen ökonomischen Zwängen „ins Boot zu holen“. Aufwand und Nutzen neuer Tarifangebote sind dabei auch gerade in Relation zu vorhandenen Angeboten zu analysieren; eventuell notwendig werdende Ausgleichszahlungen sowie neue Einnahmeaufteilungsverfahren sind zu bewerten. Vor diesem Hintergrund kann die von der Geschäftsstelle der Metropolregion geplante Machbarkeitsstudie eine sinnvolle Grundlage für die künftige Erarbeitung neuer Tarifangebote in der Metropolregion sein.

 

Die metropolweite Anerkennung des bisherigen Niedersachsentickets als Metropolticket ist nach derzeitigem Kenntnisstand ein zeitnah und mit vertretbarem technischen und organisatorischen Aufwand zu realisierendes Angebot.

 

Begründung:

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Ergeben sich aus der Machbarkeitsstudie. Inwieweit entstehende Kosten bei den GöVB durch den Verkauf des Metropoltickets in GöVB- / VSN  - Verkaufsstellen durch Ausgleichszahlungen der DB Regio kompensiert werden, ist in den weiteren Verhandlungen zu klären.

Anlagen:

 

Anlagen:

 

Antrag der SPD – Ratsfraktion zur Sitzung des Rates am 07.11.08

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich SPD-7-11-08-Metropoltarif1 (45 KB)      
 
 

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