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Betreff: Bebauungsplan Göttingen-Grone Nr. 22, 5. Änderung, "Siekhöhe"
- Aufstellungsbeschluss
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
22.01.2009 
37. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke ungeändert beschlossen   
Ortsrat Grone Vorberatung
22.01.2009 
23.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Grone ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Verwaltungsausschuss beschließt:

 

1.      Für den nachfolgend aufgeführten Geltungsbereich wird der Aufstellungsbeschluss gem. § 2 Abs. 1 BauGB für den Bebauungsplan Göttingen-Grone Nr. 22, 5. Änderung, „Siekhöhe“ gefasst.

 

Die Aufstellung erfolgt im beschleunigten Verfahren ohne Durchführung einer Umweltprüfung gem. § 13 a BauGB.

 

2.      Die Verwaltung wird beauftragt, für den o. g. Bebauungsplan den Entwurf zu erarbeiten.

 

3.      Ziele und Zwecke der Planung:

 

§         Optimierung von Flächenzuschnitten i. R. der Baugebietsfestsetzung Gewerbegebiet gem. § 8 BauNVO

§         planungsrechtliche Sicherung von Bauflächen als Erweiterungsflächen für ein bestehendes Unternehmen

§         erweiterte Zulässigkeit von Nutzungen gem. § 12 und 14 BauNVO (Garagen, Stellplätze und ihre Zufahrten sowie Nebenanlagen)

§         Prüfung der festgesetzten Emissionskontingente

 

4.      Geltungsbereich:

 

Der Geltungsbereich umfasst zwei Teilbereiche im Bereich des Gewerbegebiets Siekhöhe.

 

Der Planbereich A liegt im nordwestlichen Bereich des Anna-Vandenhoeck-Rings und berührt dort den festgesetzten Grünzug sowie die westlich angrenzenden Gewerbegebietsflächen.

 

Der Planbereich B liegt bzw. verläuft am südlichen Planbereich und berührt auch hier den festgesetzten Grünzug sowie die südlichen angrenzenden Gewerbegebietsflächen.

 

Maßgeblich ist die zeichnerische Darstellung im Maßstab 1:500.

 

Begründung:

 

Begründung:

 

Mit der Änderung des Bebauungsplans in zwei Teilbereichen will die Stadt Göttingen auf die geänderten Anforderungen potentieller und bestehender Unternehmen reagieren. Zum Einem besteht Bedarf an großen zusammenhängenden Flächen, die eine künftige Entwicklung des anzusiedelnden Unternehmens auch in den nächsten Jahren sicherstellt. Zum Anderen muss genau diese Entwicklungsmöglichkeit bestehenden Unternehmen eingeräumt werden, deren Entwicklungspotenzial sich mit Unternehmensgründung noch nicht abzeichnete.

 

Diese Flächenerweiterung bzw. -optimierung für gewerbliche Nutzungen kann nur durch eine Inanspruchnahme der angrenzenden Grünflächen erfolgen. Dabei ist es jedoch erklärtes Ziel, durch einen Flächentausch die Reduzierung der Grünflächen zu minimieren. Die bereits angelegten Grünzüge sollen so weit wie möglich daher nur in ihrer Lage verändert werden und können somit auch künftig ihre Funktion als gliederndes Element im Gewerbegebiet Siekhöhe vollumfänglich wahrnehmen.

 

Mit dem vorliegenden Aufstellungsbeschluss soll nun das notwendige Änderungsverfahren eingeleitet werden.

 

Die benötigten Flächen sind zur Zeit im Bebauungsplan als öffentliche Grünfläche festgesetzt und sind Teil einer größeren Grünfläche die mit weiteren Flächen im Bebauungsplan ein umfangreiches und durchgehendes Grünkonzept bilden.

 

Dieses Grünkonzept ist auch im Flächennutzungsplan entsprechend dargestellt. Eine Änderung des Flächennutzungsplans, bzw. die Anpassung im Wege der Berichtigung auf Grund des beschleunigten Verfahrens wird jedoch nicht als notwendig erachtet, da die verbleibende öffentliche Grünfläche das Entwicklungsziel einer Grünverbindung zwischen freier Landschaft (ehemalige Bahnstrecke Dransfelder Bahn) und den inneren Bereichen des Gewerbegebiets sicherstellt. Die Grünzüge bleiben grundsätzlich erhalten und können ihre Funktion auch erfüllen.

 

Im Rahmen des beschleunigten Verfahrens müssen Eingriffe in Natur und Landschaft nicht ausgeglichen werden. Dies gilt auch dann, soweit der o. g. Flächentausch nicht 1:1 umgesetzt werden kann.

 

Im Rahmen des Änderungsverfahrens soll auch geprüft werden, ob die festgesetzten Emissionskontingente noch den heutigen Anforderungen entsprechen und nicht eventuell in Teilbereichen erhöht werden können.

 

Planbereich A

 

Hier sollen die noch freien Gewerbegebietsflächen in Größe von ca. 8.000 m² durch in Anspruchnahme des westlich angrenzenden Grünzuges auf ca. 10.000 m² vergrößert werden. Dabei sollen die wegfallenden Grünflächen unmittelbar westlich des Grünzuges wieder hergestellt werden, so dass auch hier ein optimierter Flächenzuschnitt von Gewerbeflächen erfolgen kann.

 

Planbereich B

 

Das Unternehmen Trinos Vakuum-Systeme GmbH ist eines der führenden Hersteller von Vakuumkammern, Vakuumsystemen und Sonderbauteilen für die Vakuumindustrie. Darüber hinaus ist es Europas größter Lieferant von Vakuumfittings und Vakuumkomponenten.

 

Infolge der Wachstumspotenziale, die sich das Unternehmen in diesem Bereich erschließen konnte, wurden die Kapazitäten in den vergangenen Jahren stetig ausgeweitet. Damit auch künftig eine Erweiterung der Kapazitäten auf dem bestehenden Betriebsgrundstück möglich ist, möchte das Unternehmen die westlich angrenzenden gewerblichen Flächen ebenfalls nutzen. Dafür ist jedoch zur Optimierung der Fläche ein veränderter Grundstückszuschnitt notwendig, der auf Grund diagonaler Grundstücksgrenzen wegen des angrenzenden Grünzuges nicht ideal ist.

 

Der Planbereich B umfasst auch insgesamt den südlichen Rand der im Bebauungsplan festgesetzten Gewerbegebietsflächen. Hier setzt der Bebauungsplan eine 10 m tiefe von Bebauung freizuhaltende Fläche fest. Die momentane Festsetzung schließt auch die Errichtung von Garagen, Stellplätzen, Zufahrten und Nebenanlagen auf diesen nicht überbaubaren Grundstücksflächen aus. Dies bedeutet eine Einschränkung hinsichtlich der Organisation von Betriebsabläufen auf dem Grundstück. Diese Festsetzung soll entfallen.

 

Die Ausnutzung des Grundstückes wird dadurch nicht geändert, da die festgesetzte Grundflächenzahl (GRZ) eine Überbauung des einzelnen Baugrundstücks jetzt und künftig nur bis zu max. 80 % zulässt.

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Für die Beauftragung eines externen Planungsbüros zur Erarbeitung des Änderungsverfahrens sowie von Gutachten (schalltechnisches Gutachten) entstehen Kosten.

 

Anlagen:

 

Anlagen:

 

§         Geltungsbereich, Übersichtsplan (ohne Maßstab)

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Geltungsbereiche_Übersichtsplan ohne Maßstab (306 KB)      
 
 

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