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Betreff: "Einrichtung einer zweiten Integrierten Gesamtschule (IGS)“ (Antrag der Bündnis 90/Die Grünen-Ratsfraktion)
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:40-Fachbereich Schule   
Beratungsfolge:
Schulausschuss Vorberatung
27.11.2008 
14. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Schulausschusses (offen)   
Rat Entscheidung
05.12.2008 
16. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Göttingen ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

Beschlussvorschlag:

 

1.      Die Stadt Göttingen unterstützt den Landkreis Göttingen bei der Errichtung neuer Gesamtschulen im Gebiet des Landkreises zum Schuljahr 2009/2010.

 

2.      Die Stadt Göttingen ist dazu bereit, den städtischen Eltern ein Wahlrecht zum Besuch auch einer IGS in Bovenden einzuräumen. Eine entsprechend ergänzende Befragung im Stadtgebiet durch den Landkreis wird noch im Dezember erfolgen und ausgewertet werden.

3.      Sollte der Landkreis Göttingen zum Schuljahr 2009/2010 keine Integrierte Gesamtschule auf dem Gebiet des Altkreises errichten, beabsichtigt die Stadt zum Schuljahr 2009/2010 eine zweite Integrierte Gesamtschule am Schulstandort Weende, Theodor-Heuss-Str. 25 – 29 einzurichten. Hierzu wird die Verwaltung vorsorglich beauftragt, das erforderliche Verfahren aufzunehmen. Die hierfür notwendige Elternbefragung wäre durch die Stadt im bisherigen Einzugsgebiet der IGS entsprechend rechtzeitig im Januar 2009  durchzuführen.

 

Begründung:

Begründung:

 

In den vergangenen Jahren haben sich durchschnittlich 573 Schülerinnen und Schüler an den beiden Göttinger Gesamtschulen angemeldet. Davon kamen trotz des kleineren Einzugsgebietes der Kooperativen Gesamtschule Göttingen (KGS) 221 Kinder aus dem Altkreis Göttingen (ohne Duderstadt und Hann. Münden). Da es nur Platz für rund 352 Schülerinnen und Schüler gibt, konnte dem nach § 59 Niedersächsisches Schulgesetz (NSchG) vorgesehenen Elternwillen nicht das gewünschte Angebot gegenüber gestellt werden. Mit der Änderung des NSchG zum 01.08.2008 wurde das Errichtungsverbot für neue Gesamtschulen aufgehoben, so dass die Wünsche der Eltern nun realisiert werden könnten.

 

Aufgrund des hohen Anteils in den vergangenen Jahren an den Göttinger Gesamtschulen abgelehnter Schülerinnen und Schüler auch aus dem Landkreis und des kleineren Einzugsgebietes der Göttinger KGS besteht allein daraus ein hohes Potenzial für die Errichtung von bis zu zwei neuen Gesamtschulen im Altkreis Göttingen. Da an den Göttinger Gesamtschulen derzeit ein hoher Anteil städtischer Kinder abgelehnt wird, wäre eine Errichtung neuer Gesamtschulen im Landkreis Göttingen wünschenswert.

Der Landkreis Göttingen hat am 09.07.2008 das Verfahren zur Errichtung neuer Gesamtschulen an den Standorten Bovenden, Gieboldehausen und Groß Schneen eingeleitet. Bei der Elternbefragung konnte die vom Gesetzgeber geforderte Jahrgangsstärke für Bovenden und Groß Schneen trotz des vorhandenen Potenzials nicht erreicht werden, allerdings konnten bei der Auswertung auch rund 800 Fragebögen aus unterschiedlichen Gründen nicht zugeordnet werden.

 

Zur Lenkung der Schülerströme wäre die Stadt Göttingen mit einer Neustrukturierung des Einzugsgebietes der IGS im Landkreis und einem Verzicht auf die Aufnahme von Schülerinnen und Schülern aus dem Landkreis einverstanden. Denkbar wäre es, das Einzugsgebiet der IGS dem Einzugsgebiet der KGS Göttingen anzupassen, auch um dem Wunsch der KGS nach Gleichbehandlung nachzukommen.

Nach Prüfung des entsprechenden Vorschlages sieht der Landkreis hierzu jedoch keine Möglichkeit. Eine Begrenzung des Einzugsgebietes der bestehenden IGS auf das Stadtgebiet würde von den Eltern nicht akzeptiert und eine erneute Befragung im Landkreis sei deshalb nicht zielführend.   

 

Um die Elternwünsche zu erfüllen, sollte mindestens eine neue Integrierte Gesamtschule zum nächstmöglichen Zeitpunkt, also zum Schuljahr 2009/2010, errichtet werden. Da ein Antrag auf Errichtung bis zum 31.01.2009 bei der Landesschulbehörde gestellt und vorher durch eine Elternbefragung das Bedürfnis nach einer neuen Gesamtschule ermittelt werden muss, unterstützt die Stadt Göttingen den Landkreis Göttingen in seinen Bemühungen zur Errichtung einer IGS in Bovenden. Deshalb soll  den städtischen Eltern ein Wahlrecht zum Besuch einer IGS in Bovenden eröffnet werden. Eine ergänzende Befragung im Stadtgebiet müsste allerdings rechtzeitig noch im Dezember 2009 vom Landkreis als Schulträger einen neuen IGS in Bovenden durchgeführt und ausgewertet werden. 

 

Der Vorratsbeschluss zu 3. stellt die Errichtung mindestens einer IGS zum Schuljahr 2009/2010 in Göttingen sicher – ein positives Ergebnis bei einer der Elternbefragungen vorausgesetzt.  Da diese für eine Fünfzügigkeit ausgestattet sein muss und nach erfolgtem Aufbau eine Haupt- und eine Realschule in der Stadt entbehrlich sind, kommt als geeigneter Standort nur das Schulgelände der heutigen Personn-Realschule-Weende in Frage. Eine Elternbefragung würde im Einzugsgebiet der heutigen IGS erfolgen. Analog der Gymnasien sollte auf eine Festlegung von Schuleinzugsbezirken für die Integrierten Gesamtschulen verzichtet werden.

 

Die Schulleitungen wurden am 13.11.2008, der Stadtelternrat am 18.11.2008 und der Vorsitzende des Stadtschülerrates am 19.11.2008 von der Verwaltung informiert. Die Landesschulbehörde ist ebenfalls in Kenntnis gesetzt worden.

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Die etwaige Errichtung einer IGS in Weende würde in 2009 nur geringfügige Kosten verursachen, da zunächst nur ein Jahrgang diese Schule besuchen würde und Räumlichkeiten in der Personn-Realschule-Weende zur Verfügung stehen. Auch durch die demographische Entwicklung insbesondere im Landkreis Göttingen würde eine IGS in Weende nach erfolgtem Aufbau den Verzicht auf die zweite Göttinger Hauptschule (Käthe-Kollwitz-Schule) und die zweite Göttinger Realschule (Personn-Realschule-Weende) zur Folge haben und im Wesentlichen zu einer Umverteilung der Schülerströme im Stadtgebiet führen. Der vorhandene Schulraum in der Stadt Göttingen würde ausreichen. Wesentliche Kostensteigerungen sind daher nicht zu erwarten.

 

Anlagen:

 

Anlagen:

 

Antrag der Bündnis 90/Die Grünen-Ratsfraktion

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich B90_Einrichtung einer zweiten Gesamtschule_IGS_06_0_08 (760 KB)      
 
 

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