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Betreff: Bebauungsplan Göttingen-Nikolausberg Nr. 20, 3. Änderung "Eschenbreite-Mitte" und örtliche Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV)
- Aufstellungsbeschluss
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ortsrat Nikolausberg Anhörung
22.01.2009 
17. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Nikolausberg ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
22.01.2009 
37. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

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Beschlussvorschlag:

 

  1. Für den nachfolgend aufgeführten Geltungsbereich wird der Aufstellungsbeschluss gem. § 2 Abs. 1 BauGB für den Bebauungsplan Göttingen-Nikolausberg Nr. 20, 3. Änderung, „Eschenbreite-Mitte“ mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV) gefasst.

Die Aufstellung erfolgt im beschleunigten Verfahren ohne Durchführung einer Umweltprüfung gem. § 13 a BauGB.

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, für den o. g. Bebauungsplan den Entwurf zu erarbeiten.

 

  1. Ziele und Zwecke der Planung:

- Festsetzung eines Allgemeinen Wohngebiets

- Änderung der Festsetzungen des Bebauungsplanes um die Errichtung von Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern an Stelle von Geschosswohnungsbau zu ermöglichen.

- Erarbeitung einer örtlichen Bauvorschrift über Gestaltung zum Bebauungsplan um das Einfügen der neuen Bebauung in die im Baugebiet bereits vorhandene sicherzustellen.

 

  1. Geltungsbereich:

Der Planbereich liegt im zentralen Bereich des Baugebiets Eschenbreite in Göttingen-Nikolausberg, westlich und östlich der Straße Zur Hohen Warte sowie nördlich und südlich des Rieswartenwegs. Er umfasst die Flurstücke 389, 390, 391, 392, 277, 307/1, 307/2, 315, sowie die Straßen- und Wegeflächen. Die Fläche beträgt insgesamt ca. 1,6 ha. Maßgeblich ist die Abgrenzung des Bebauungsplans im Maßstab 1 . 500.

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Begründung:

 

Das Baugebiet Nikolausberg „Eschenbreite“ wurde Anfang der neunziger Jahre entwickelt. Der Bebauungsplan wurde 1994 rechtskräftig und hat seitdem zwei Änderungen erfahren: In der ersten Änderung wurde ein Baufeld nach Osten verschoben um eine bessere Besonnung der Grundstücke zu erreichen, in der zweiten Änderung wurde eine Fläche für den Gemeinbedarf (Zweckbestimmung soziales Zentrum, Schulerweiterungsfläche) geändert um die Bebauung mit Einfamilienhäusern zu ermöglichen.

Der Ursprungsbebauungsplan sieht im zentralen Bereich beidseitig der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Haupterschließungsstraße (Zur Hohen Warte) eine Bebauung mit Mehrfamilienhäusern mit drei Vollgeschossen vor. Die Bebauung wird gegliedert durch die Aneinanderreihung dieser Baukörper unterbrochen von Gemeinschaftsstellplatzanlagen. Bis auf die Zufahrten zu den Stellplatzanlagen wird entlang der Straßen ein Zu- und Ausfahrtsverbot festgesetzt. Aufgrund der Höhe und des Volumens der Gebäude sind entsprechende Abstände und Freiflächen berücksichtigt. Im nordwestlichen Teil des Planes ist eine solche Anlage realisiert worden, danach kam es zu keinen weiteren Geschosswohnungsbauten. Einige positive Bauvorbescheide und Genehmigungen wurden nicht realisiert. Diese in der Vergangenheit erteilten Bescheide sind im abgelaufenen Zeitraum erloschen und haben keine Rechtskraft mehr. Zum Teil wurden unter Nichtausnutzung der möglichen Geschossigkeit auf den überbaubaren Flächen Reihenhäuser gebaut. Insgesamt kam bei den Baugenehmigungen eine großzügige Betrachtungsweise zur Anwendung, um die bauliche Entwicklung im Rahmen des Möglichen zu fördern. Dies konnte auf Teilflächen noch Bebauung ermöglichen, stösst jedoch aufgrund des Erschließungskonzeptes und der festgesetzten Bauflächen und Flächen für Gemeinschaftsstellplatzanlagen an seine Grenzen.

Da aufgrund der gegenwärtigen Marktsituation für dieses Baugebiet in den letzten Jahren sowie gegenwärtig und auch auf absehbare Zeit kein Interesse am Bau von Geschosswohnungen besteht, soll – ähnlich wie in anderen Baugebieten in Göttingen (z. B. Elliehausen-Talgraben) der Bebauungsplan geändert werden, um andere Bauformen zu ermöglichen. Die Grundstücke im Geltungsbereich dieser Planänderung gehören mehrheitlich einer einzelnen Eigentümerin, die sich nunmehr entschlossen hat, ein neues Bebauungskonzept zu entwickeln um die Grundstücke einer Bebauung zuführen zu können. Dementsprechend soll ein Erschließungskonzept mit dem Ziel einer Bebauung mit ein- bis zweigeschossigen Einzel-, Doppel – und Reihenhäusern entwickelt werden. Um die Einfügung dieser neuen Bebauung in die bestehende, in den letzten Jahren im Baugebiet entstandene Bebauung zu gewährleisten, sollen entsprechende Festsetzungen getroffen bzw. eine Örtliche Bauvorschrift über Gestaltung zum Bebauungsplan entwickelt werden. Diese Gestaltungsvorschriften werden mit Modifikationen in Anlehnung an die Ursprungsplanung getroffen um zeitgemäße Gestaltungsideen verwirklichen zu können.

Das Verfahren soll gem. § 13a BauGB im beschleunigten Verfahren ohne Umweltbericht und ohne frühzeitige Bürgerbeteiligung durchgeführt werden. Zunächst wird eine frühzeitige Beteiligung der Behörden erfolgen bevor im nächsten Verfahrensschritt wieder die politischen Gremien mit Beschlussfassung über den Entwurf und die öffentliche Auslegung beteiligt werden.

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Diese Bebauungsplanänderung verursacht keine Kosten für die Stadt Göttingen. Die Planungskosten übernimmt die Eigentümerin des größten Teils der Flächen.

Anlagen:

Anlagen:

 

Übersichtsplan mit Geltungsbereich.

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Übersicht Geltungsbereich (324 KB)      
 
 

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