zurück
 
 
Betreff: Bebauungsplan Göttingen Nr. 204, 1. Änderung, 'Zwischen Leine und Eisenbahnstraße' mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV)
- Aufstellungsbeschluss
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
  Bezüglich:
FB61/594/08
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
04.09.2008 
31. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Vorberatung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

Beschlussvorschlag:

 

Der Verwaltungsausschuss beschließt:

  1. Für den nachfolgend aufgeführten Geltungsbereich wird der Aufstellungsbeschluss gem. § 2 Abs. 1 BauGB für den Bebauungsplan Göttingen Nr. 204, 1. Änderung, “Zwischen Leine und Eisenbahnstraße“ mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV) gefasst.

Die Aufstellung erfolgt im beschleunigten Verfahren ohne Durchführung einer Umweltprüfung gem. § 13 a BauGB.

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, für den o. g. Bebauungsplan den Entwurf zu erarbeiten.

 

  1. Ziele und Zwecke der Planung:

 

§         Änderungsbereich 1 a – c

Änderung der Zahl der Vollgeschosse. Die bisherige Festsetzung von III-geschossig als Höchstmaß wird geändert in zwingend III-geschossig. Ebenso Änderung von Baugrenzen in Baulinien, die bei einer Bebauung einzuhalten sind

Baugebiet WA bleibt erhalten.

 

§         Änderungsbereich 2

Aufgabe des Baufeldes zugunsten der Festsetzung einer Garagenanlage (Doppelzeile).

Baugebiet WA bleibt erhalten.

 

§         Änderungsbereich 3

Verbreiterung der Geh-, Fahr- und Leitungsrechte auf 3 m. Festsetzung von Doppelhäusern und Hausgruppen statt nur Hausgruppen.

Baugebiet WA bleibt erhalten.

 

§         Änderungsbereich 4.

Festsetzung weiterer Flächen für Stellplätze.

Baugebiet WA bleibt erhalten.

 

 

 

 

4.         Geltungsbereich:

Die 1. Änderung des Bebauungsplanes betrifft räumlich 6 Bereiche. Diese sind in nachfolgender Skizze gekennzeichnet. Um die Handhabung des Bebauungsplanes auf Vollzugsebene zu erleichtern, bleibt der Geltungsbereich der Urplanung unangetastet, er ist also identisch mit dem Geltungsbereich der 1. Änderung.

 

 

 

 

Der Geltungsbereich dieses Bebauungsplanes betrifft Flächen westlich der Eisenbahnstraße, südlich des Schieferweges und östlich des Leineradweges der Stadt Göttingen. Es handelt sich um das ehemalige Betriebsgelände Steritex und die südlich angrenzenden Freiflächen. (siehe Anlage)

 

 

Begründung:

Begründung:

 

Änderungsbereich 1 a – c

Das städtebauliche Konzept der Urfassung sah ein homogenes Erscheinungsbild der gesamten Siedlung vor. Städtebauliche Akzente sollten durch die Höhenstaffelung innerhalb des Baugebietes erreicht werden. Entsprechend sind die Punktgebäude am östlichen Plangebietsrand und an der Schneeweißbrücke 3-geschossig festgesetzt worden, während die anderen Gebäude in der Regel maximal 2 Vollgeschosse haben durften. Im Zusammenhang mit einem Baubegehren auf der Fläche 1c wurde deutlich, dass die gewünschte städtebauliche Dominanz der Punktgebäude durch die bisherige Festsetzung der Zahl der Vollgeschosse als Höchstgrenze nicht erreicht werden konnte. Um die angestrebte städtebauliche Situation mit höheren Gebäuden verwirklichen zu können, ist die Festsetzung einer zwingenden 3-Geschossigkeit erforderlich. In diesem Zusammenhang werden auch die gegenüberliegenden Baugrenzen der einzelnen Baufelder in Baulinien umgewandelt. Die engen Baukörperfestsetzungen dienen dazu, die gestalterische Absicht des städtebaulichen Entwurfs für die weitere Bebauung des gesamten Areals abzusichern.

 

Änderungsbereich 2

In der bisherigen Vermarktungsphase hat sich herausgestellt, dass immer wieder Käufer von ihrer Entscheidung zurückgetreten sind, weil im Plangebiet kein angemessenes Angebot an Garagen besteht. Mit Zufahrt von Norden soll daher ein 2-zeiliger Garagenhof entstehen. Dieser erfordert eine nahezu komplette Ausnutzung der Flächenbreite. Die geplante Fußwegeanbindung soll dann östlich entlang des Garagenhofes führen. Um eine optisch ansprechende Gestaltung des Garagenhofs zu erreichensind die Fassaden von besonderer Bedeutung. Das Aufstellen von aneinandergereihten Fertiggaragen ist durch Festsetzungen in der örtlichen Bauvorschrift zur Gestaltung ausgeschlossen. Dort wird schon jetzt ein Gestaltungsrahmen gesetzt. Dabei wird unterschieden in die Fassaden der Hauptgebäude und die Fassaden von Garagen und Nebenanlagen.

Dominieren sollen helle bis weiße Farbtöne. Dies ist eine Reminiszenz an die ehemalige Nutzung des Geländes durch die Großwäscherei, die auch unter dem Namen „Schneeweiß“ firmierte. Hauptgebäude sollen helle Putzfassaden erhalten. Als Kontrast sind blasse Gelb- und Grüntöne zulässig. Als zweites Hauptgestaltungsmerkmal dient rotes Ziegelmauerwerk. Dies ist eine Anlehnung an die alten Schwarzbrandziegel, die ursprünglich für die bestehenden Geschosswohnungsbauten an der Eisenbahnstraße sowie für zahlreiche andere Gebäude im östlich angrenzenden Stadtquartier verwendet worden sind. Die Verwendung dieses Materials soll sich auf die Fassaden von Garagen und Nebenanlagen beschränken. D.h. eine Verblendung der Fassadenflächen mit Sichtmauerwerk ergibt sich bereits aus den Anforderungen der ÖBV, ein durchlaufendes flaches Pultdach wird den oberen optischen Abschluss bilden. Die anhängenden Entwürfe des Planungsbüros ABP geben einen Einblick in die mögliche Gestaltung.

 

Änderungsbereich 3

In diesem Bereich werden derzeit Gebäude geplant, wo Garagen in die Baukörper integriert werden. Das Geh-, Fahr- und Leitungsrecht muss verbreitert werden, damit eine Zufahrt überhaupt möglich wird. In das südliche Baufeld passen nur 2 Gebäude, was der bisherigen Festsetzung von Hausgruppen widerspricht.

 

Änderungsbereich 4

In der Fläche sollen weitere Stellplätze festgesetzt werden, damit der notwendige Bedarf gedeckt werden kann. Außerdem ist dort ein gemeinsamer Aufstellplatz für Abfallbehälter der westlich angrenzenden Gebäudezeile vorgesehen.

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Für die Stadt Göttingen ergeben sich aus der Planung keine finanziellen Auswirkungen

 

Anlagen:

 

Anlagen:

 

Entwurf der 1. Änderung des Bebauungsplans mit Geltungsbereich (ohne Maßstab)

Städtebaulicher Entwurf Architekt Brune, Planungsbüro ABP (ohne Maßstab)

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 5 1 öffentlich nur Planzeichnung Entwurf (745 KB)      
Anlage 6 2 öffentlich Städtebaulicher Entwurf_ (1009 KB)      
Anlage 1 3 öffentlich Bebauungsentwurf (466 KB)      
Anlage 2 4 öffentlich Garagen (585 KB)      
Anlage 3 5 öffentlich Lageplan, Ansichten (1261 KB)      
Anlage 4 6 öffentlich Penthäuser (508 KB)      
Stammbaum:
FB61/594/08   Bebauungsplan Göttingen Nr. 204, 1. Änderung, 'Zwischen Leine und Eisenbahnstraße' mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV) - Aufstellungsbeschluss   61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
FB61/594/08-1   Bebauungsplan Göttingen Nr. 204, 1. Änderung, 'Zwischen Leine und Eisenbahnstraße' mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV) - Aufstellungsbeschluss   61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
 
 

zurück