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Betreff: Bebauungsplan Göttingen Nr. 216 'Hermann-Föge-Weg' TP 2 mit Örtlicher Bauvorschrift (ÖBV) über Gestaltung
- Beschluss der vereinfachten Änderung nach der öffentlichen Auslegung
- Bescheidung der Anregungen
- Satzungsbeschluss für den vorbenannten Bebauungsplan
- Satzungsbeschluss für die vorbenannte ÖBV
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
09.10.2008 
33. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung
Rat Entscheidung
07.11.2008 
15. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Göttingen ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

Beschlussvorschlag:

 

1.      Der vereinfachten Änderung nach der öffentlichen Auslegung wird zugestimmt.

2.      Die zum Entwurf des Bebauungsplanes Göttingen Nr. 216 „Hermann-Föge-Weg“ TP 2 sowie zum Entwurf der Örtlichen Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV) im Rahmen der öffentlichen Auslegung vorgebrachten Anregungen werden entsprechend dem Vorschlag in der Anlage zu dieser Vorlage beschieden.

3.      a) Der Bebauungsplan Göttingen Nr. 216 „Hermann-Föge-Weg“ TP 2 wird gem. § 10 Abs. 1 BauGB als Satzung mit seiner Begründung beschlossen.
b) Ferner wird die Örtliche Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV) zu vorb. Bebauungsplan als Satzung beschlossen.

4.      Geltungsbereich:

Der Bebauungsplan Göttingen Nr. 216 „Hermann-Föge-Weg“ erstreckt sich zwischen dem Nikolausberger Weg und der Herzberger Landstraße. Der Teilplan 2 deckt den südlichen Teil des Gesamtbebauungsplanes ab.

Der Geltungsbereich des Teilplans 2 wird im Norden begrenzt durch die Planckstraße, die Grundstücke am Goldgraben, den Düstere-Eichen-Weg, im Osten durch die östlichen Grundstücke am Düstere-Eichen-Weg sowie an der Dahlmannstraße, im Süden durch die Herzberger Landstraße und im Westen durch den Düstere-Eichen-Weg und die Hanssenstraße.

Maßgeblich für die Abgrenzung des Geltungsbereiches ist die zeichnerische Darstellung der vorgenannten Fläche in der Planzeichnung  im Maßstab 1: 1000.

      Allgemeine städtebauliche Planungsziele:

·         Erhalt der innenstadtnahen Wohnnutzung sowie Steuerung gewerblicher Nutzungen

·         Reduzierung des Kfz-Verkehrs

·         Erhalt der städtebaulichen Gestalt

·         Erhalt der Grünflächen

 

 

Begründung:

 

Begründung:

 

Das Ostviertel ist heute ein wichtiger gewachsener Wohnstandort, dem eine hohe Wohnqualität zugesprochen wird. Neben der hochwertigen Architektur mit dem Angebot an großzügig geschnittenen Wohnungen, die in ein grünes Umfeld eingebunden sind, ist es vor allem die sehr zentrale, innenstadtnahe Lage mit kurzen Wegen zur City und der Universität wie zu den Naherholungsgebieten Schillerwiese und Göttinger Wald, die zur Beliebtheit dieses Wohnviertels beiträgt.

 

Die offene Bebauung, bestehend aus Villenbauten und anspruchsvollen Mietwohnhäusern bildet eine städtebaulich sehr homogene, erhaltenswerte Struktur. Das gesamte Ostviertel, und somit auch der Planbereich, ist in der „Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland“ als denkmalpflegerischer Interessensbereich gekennzeichnet. Darüber hinaus sind zahlreiche Gebäude in die Liste der Denkmale der Stadt Göttingen aufgenommen, viele andere unterschreiten die Schwelle zum Baudenkmal nur knapp.

 

Die hier skizzierten Strukturen des Stadtteils unterliegen einem Entwicklungsdruck, der sich in Veränderungen in der Nutzung der Freiflächen und Gebäude sowie der baulichen Ausnutzung einzelner Grundstücke niederschlägt, längerfristig jedoch die Gesamtstruktur des Ostviertels zu verändern droht. Zu den Entwicklungen, die den schützenswerten Charakter dieses Bereiches des Ostviertels gefährden können, zählen insbesondere die Ansiedlung von Dienstleistungs- und Gewerbebetrieben, die Errichtung von unangemessenen Ergänzungs- und Erweiterungsbauten sowie die Anlage von Stellplätzen und Garagen in Vorgärten und Gärten.

 

Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes sollen Planungsziele, wie Erhalt der innenstadtnahen Wohnnutzung sowie Steuerung gewerblicher Nutzungen, Reduzierung des Kfz-Verkehrs in den Wohngebieten, Erhalt der städtebaulichen Gestalt und Erhalt der Grünflächen verfolgt werden. Die Bedeutung als wichtiges innenstadtnahes Wohngebiet soll im Rahmen der Steuerung der Entwicklung gestärkt werden.

 

Der Bebauungsplan Göttingen Nr. 216 „Hermann-Föge-Weg“, bestehend aus zwei Teilplänen, erstreckt sich zwischen dem Nikolausberger Weg und der Herzberger Landstraße. Der Teilplan 1 deckt den nördlichen Teil und der Teilplan 2 deckt den südlichen Teil des Gesamtplanes ab. Die vorrangige Bearbeitung des nördlichen Teilbereiches (TP 1) des Bebauungsplanes ergab sich aus der Auswertung der durchgeführten Bestandsanalyse sowie den Diskrepanzen zwischen Planungszielen und seinerzeit vorliegenden Anträgen für Neu- und Erweiterungsbauten sowie Stellplatzanlagen.

 

Den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Göttingen Nr. 216 „Hermann-Föge-Weg“ TP 2 hat der Verwaltungsausschuss der Stadt Göttingen am 13.11.1995 beschlossen. Die allgemeinen Ziele und Zwecke des Bebauungsplanes Göttingen Nr. 216 „Hermann-Föge-Weg“ TP 2 wurde der Öffentlichkeit im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 (1) BauGB dargelegt. Die entsprechenden Unterlagen wurden im Neuen Rathaus der Stadt Göttingen in der Zeit von 11.12.1995 bis 18.12.1995 ausgelegt. Ferner fand am 18.12.1995 eine Anhörung statt, in der der Öffentlichkeit Gelegenheit gegeben wurde, sich zu der beabsichtigten Planung zu äußern. Den Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan Göttingen Nr. 216 „Hermann-Föge-Weg“ TP 2 hat der Verwaltungsausschuss am 04.02.2008 beschlossen. Die öffentliche Auslegung gem. § 3 (2) BauGB erfolgte vom 07.03.2008 bis 07.04.2008. Die Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange gem. § 4 (2) BauGB erfolgte vom 07.03.2008 bis 10.04.2008. Die Beteiligung zur vereinfachten Änderung gem. § 4 a (3) BauGB wurde vom 19.08.08 bis 04.09.08 durchgeführt.

 

Im Rahmen der Abwägung ergaben sich Änderungen (erweiterte Festsetzung von überbaubaren Grundstücksflächen zugunsten eines Eigentümers, erweiterte Festsetzung von Versorgungsanlagen zugunsten der Leitungsträger), die einer vereinfachten Änderung gem. § 4a Abs. 3 BauGB bedürfen. Die Einholung der Stellungnahmen konnte aufgrund des Sachverhalts auf die von der Änderung oder Ergänzung betroffene Öffentlichkeit (Eigentümer) beschränkt werden. Gegen die Änderungen wurden keine Bedenken geäußert.

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

keine

Anlagen:

 

Anlagen:

 

  • Übersichtsplan
  • Abwägung
  • Übersicht Behördenbeteiligung
  • Bebauungsplan
  • Textliche Festsetzungen und Örtliche Bauvorschrift (ÖBV)
  • Planungsbericht/ Begründung, Umweltbericht
  • Zusammenfassende Erklärung                                                          
Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Übersichtsplan 216 TP 2 (620 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Bescheidung der Anregungen_216_2 (3275 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Übersicht Behördenbeteiligung_216 TP 2 (17 KB)      
Anlage 4 4 öffentlich 216TP2_Satzung_Bebauungsplan (1558 KB)      
Anlage 5 5 öffentlich Textliche Festsetzungen 216_TP2_Satzung (28 KB)      
Anlage 6 6 öffentlich Begründung_HFW_2_Satzung (7170 KB)      
Anlage 7 7 öffentlich Zusammenfassende Erklärung_216_2 (15 KB)      
 
 

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