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Betreff: Bebauungsplan Göttingen Nr. 235 "Windausweg" mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV)
- Aufstellungsbeschluss
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
19.06.2008 
28. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

Beschlussvorschlag:

 

Der Verwaltungsausschuss beschließt:

1.      Für den nachfolgend aufgeführten Geltungsbereich wird der Aufstellungsbeschluss gem. § 2 Abs. 1 BauGB für den Bebauungsplan Göttingen Nr. 235 “Windausweg“ mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV) gefasst.

Die Aufstellung erfolgt im beschleunigten Verfahren ohne Durchführung einer Umweltprüfung gem. § 13 a BauGB.

 

2.      Die Verwaltung wird beauftragt, für den o. g. Bebauungsplan den Entwurf zu erarbeiten.

 

3.      Ziele und Zwecke der Planung:

§         Nachnutzung der Grundstücke der ehemaligen Rechtsmedizin

§         Errichtung eines innenstadtnahen, attraktiven Wohnquartiers mit verdichteten Wohnformen

§         Schaffung von Gemeinschaftseinrichtungen und Versorgungsangeboten des täglichen Bedarfs

 

4.      Geltungsbereich:

Der Geltungsbereich liegt in fußläufiger Entfernung südlich der historischen Innenstadt. Der Geltungsbereich umfasst die Liegenschaft der ehemaligen Rechtsmedizin, die derzeit beräumt wird. Betroffen sind die Flurstücke 217/11, 217/9, 218/9, 218/10, 323/1, 233/10, 324/3 sowie jeweils teilweise 235/17, 236/2, 326/5, 235/15 und 325/7 der Flur 029 der Gemarkung Göttingen.

Westlich an den Geltungsbereich schließen städtische Grundstücke an, die als Grabeland genutzt werden. Nördlich angrenzend liegt das Felix-Klein-Gymnasium mit Schulgebäuden, Sporthallen und Außenbereichen. Östlich schließt die straßenbegleitende Wohnbebauung der Lotzestraße (2 – 3-geschossige Einzelhäuser) an, deren rückwärtige Gärten bis an das Planungsgebiet heranreichen. Südlich grenzen das Badeparadies Eiswiese sowie Kleingärten an.

Der südwestliche Geltungsbereich überschneidet sich mit dem Bebauungsplan Göttingen Nr. 215, 1. Änderung „Freizeitbad Eiswiese“, rechtsverbindlich seit 17.02.2004. Dieser wird hiermit überplant.

 

Maßgeblich für die Abgrenzung ist die zeichnerische Darstellung im Maßstab 1:500. (siehe Anlage)

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Begründung:

 

Mit der fortschreitenden Verlagerung innerstädtischer und innenstadtnaher Universitätseinrichtungen in den nördlichen Stadtbereich wurde auch der Standort der Rechtsmedizin im Windausweg aufgegeben. Der Standort soll mit der Errichtung städtischer Wohnbebauung einer Nachnutzung zugeführt werden. Die Entwicklung des Standortes wird durch die Städtische Wohnungsbau GmbH Göttingen, die Wohnungsgenossenschaft eG, Göttingen sowie die Volksheimstätte eG, Göttingen durchgeführt.

 

Städtebauliches Ziel ist es, den Standort zu einem attraktiven innenstadtnahen Wohnquartier mit Ergänzungseinrichtungen zu entwickeln. Hierzu soll eine qualitätvolle Freiraumgestaltung sowohl im Quartier selbst, als auch im Übergang zu den angrenzenden Bereichen (Leinekanal, Außenflächen Felix-Klein-Gymnasium, Gärten der Wohnbebauung an der Lotzestraße, Freizeiteinrichtungen im Süden) beitragen. Weiterhin ist die Erschließungsqualität, insbesondere für den Fuß- und Radverkehr, für den Standort von Bedeutung. Vorhandene Wegeverbindungen im Windausweg sowie zwischen Felix-Klein-Gymnasium und Windausweg sollten in der Entwicklung berücksichtigt werden. Haltestellen des ÖPNV befinden sich in unmittelbarer Nähe in der Lotzestraße und im Windausweg. Die Erschließung für den Individualverkehr kann ausschließlich vom Windausweg erfolgen.

 

Zur näheren Bestimmung der städtebaulichen Zielsetzungen wurde im Sommer 2007 ein städtebauliches Gutachterverfahren durchgeführt. In diesem erarbeiteten ausgewählte Architektur- und Planungsbüros alternative Lösungsmöglichkeiten bezüglich der künftigen städtebaulichen Gestalt, Gebäude- und Wohnungstypologien, Freiraum und Erschließung.

 

Der Entwurf des Büros pbs (Planungsbüro Schmitz) aus Aachen wurde auf Rang 1 gesetzt und bildet die städtebauliche Grundlage für die Aufstellung des Bebauungsplanes. Der Entwurf unterteilt das Grundstück in sechs annähernd gleich große Quartiere. Jedes Quartier setzt sich aus vier- bis fünfgeschossigen Gebäuden (eine Zeile, zwei Stadtvillen) und den privaten Grünbereichen zusammen. Im mittleren Bereich zum Windausweg ist ein Quartiersplatz mit Cafe und kleinen Läden vorgesehen. Weitere Freibereiche und Grünflächen sind im mittleren Bereich des Grundstücks geplant.

 

Durch die vorgesehene Neuordnung der Stellplätze sowie des Fuß- und Radweges am Windausweg, muss auch der Anschluss an die Fuß- und Radwege nördlich und östlich des Badeparadies Eiswiese neu geordnet werden. Hierzu werden festgesetzte Flächen für Fuß- und Radwege sowie Grünflächen des Bebauungsplanes Göttingen Nr. 215, 1. Änderung „Freizeitbad Eiswiese“, rechtsverbindlich seit 17.02.2004 überplant.

 

Der Flächennutzungsplan der Stadt Göttingen stellt den Bereich als Sonderbaufläche dar. Im Rahmen des Aufstellungsverfahrens des Bebauungsplanes ist es notwendig, ein Anpassung des Flächennutzungsplanes – Darstellung als Wohnbaufläche – herbeizuführen. Dies erfolgt im Rahmen der Berichtigung.

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

Für die Stadt Göttingen ergeben sich aus der Planung keine finanziellen Auswirkungen.

 

Anlagen:

 

Anlagen:

 

Übersichtsplan Geltungsbereich (ohne Maßstab)

Städtebaulicher Entwurf Büro pbs, Aachen (ohne Maßstab)

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 2 1 öffentlich 235_Windausweg_Geltungsbereich (428 KB)      
Anlage 1 2 öffentlich 235_Windausweg_städtb. Entwurf pbs (428 KB)      
 
 

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