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Betreff: Bebauungsplan Göttingen-Esebeck Nr. 6 'Bührener Weg Ost' mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV)
- Aufstellungsbeschluss
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
10.07.2008 
29. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke geändert beschlossen   
Ortsrat Elliehausen/Esebeck Anhörung
10.06.2008 
13. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Elliehausen/Esebeck zurückgezogen   
09.09.2008 
14. öffentliche Sitzung des Ortsrates Elliehausen/Esebeck zur Kenntnis genommen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Verwaltungsausschuss beschließt:

 

1.      Für den nachfolgend aufgeführten Geltungsbereich wird der Aufstellungsbeschluss gem. § 2 Abs. 1 BauGB für den Bebauungsplan Göttingen-Esebeck Nr. 6 „Bührener Weg Ost“ mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung (ÖBV) gefasst.

 

Die Aufstellung erfolgt im beschleunigten Verfahren ohne Durchführung einer Umweltprüfung gem. § 13 a BauGB.

 

2.      Die Verwaltung wird beauftragt, für den o. g. Bebauungsplan sowie für die örtliche Bauvorschrift über Gestaltung den Entwurf zu erarbeiten.

 

3.      Ziele und Zwecke der Planung:

§         Festsetzung eines allgemeinen Wohngebiets (WA) gem. § 4 BauNVO

§         Schaffung von ca. 10 Baugrundstücken für Einzel- und Doppelhäuser

 

4.      Geltungsbereich:

Der Geltungsbereich wird im Osten durch die Straße Über der Esebeeke, im Süden durch die Straße Kleehöfen und im Westen durch den Bührener Weg begrenzt. Im Norden bildet das angrenzende Grünland die Planbereichsgrenze.

 

Vom künftigen Geltungsbereich des Bebauungsplans sind folgende Flurstücke der Flur 3,

125/2, 129/2, 187/0, 342/186

und der Flur 4,

17/3, 18/18

der Gemarkung Esebeck berührt.

 

Im weiteren Verfahren können sich hinsichtlich der Planbereichsabgrenzung noch geringfügige Änderungen ergeben.

 

Begründung:

 

Begründung:

 

Anlass

Vor dem Hintergrund einer weiterhin stattfindenden Abwanderung insbesondere junger Familien sind in letzter Zeit an einigen dezentralen Standorten (u. a. Holtensen, Groß-Ellershausen und Herberhausen) kleinere Baugebiete ausgewiesen worden um preisgünstige Baugrundstücke anbieten zu können. Hiermit wird auch das Ziel verfolgt, vorhandene Infrastrukturen in den Ortsteilen zu sichern. So können z. B. fehlende Versorgungseinrichtungen, wie sie das Leitbild 2020 für Esebeck als peripherer Wohnstandort definiert, besser aufgebaut und organisiert werden. Ferner sollen im Rahmen der Planung die Voraussetzungen geschaffen werden, dass erforderliche Erschließungsmaßnahmen erfolgen und finanziert werden.

Im Rahmen eines Umlegungsverfahrens, das noch durch den Rat der Stadt Göttingen angeordnet werden wird, soll die Stadt Eigentümerin der neuen Wohnbauflächen werden um auch den sogenannten „Kinderbaulandbonus“ anbieten zu können.

Städtebauliche Konzeption

Im Südwesten der Ortschaft Esebeck befindet sich hinter der Bebauung an den Straßen Bührener Weg, Kleehöfen und Über der Esebeeke eine zusammenhängende Grünfläche. Sie ist Rest des ehemaligen Ortsrandes westlich der Bebauung der alten Ortslage.

Mit der Entwicklung dieser Fläche erfolgt eine Arrondierung der baulichen Entwicklung im südwestlichen Bereich von Esebeck. Des Weiteren werden die hier vorhandenen Wohnbauflächenpotentiale im Rahmen des räumlichen Gesamtkonzeptes des Leitbild 2020 zum Erhalt der solitären Siedlungslage genutzt.

Planungsrechtlich ist die Fläche als unbeplanter Innenbereich zu beurteilen, eine Bebauung ist dennoch nicht möglich, da die nähere Umgebung eine Bebauung in zweiter Reihe nicht vorgibt.

Eine Entwicklung zu Wohnbauzwecken ist daher nur im Rahmen eines Bebauungsplanes möglich.

Insgesamt sollen in diesem Bereich bis zu 10 Baugrundstücke für Einzel- und Doppelhäuser entstehen.

Die Erschließung soll für den motorisierten Kraftverkehr von der Hauptstraße erfolgen, eine Wendemöglichkeit soll über eine Wendeanlage erfolgen. Eine Erschließung für den Fuß-/Radverkehr soll ergänzend in Richtung Westen zur Straße Bührener Weg erfolgen.

Örtliche Bauvorschrift über Gestaltung

Ergänzend soll für den Bebauungsplan eine Gestaltungsatzung erlassen werden, um den Anforderungen an das Ortsbild gerecht zu werden. Im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms sind insbesondere zahlreiche private Maßnahmen im Sinne der Gestaltungsanforderungen des Programms durchgeführt worden.

So sollen gem. dem Leitbild 2020 ländlich geprägte Gestaltungsmerkmale erhalten und gestärkt werden.

Umwelt

Bereits vor ca. 9 Jahren sollte der Planbereich sowie nördlich angrenzende Flächen mittels Bebauungsplan einer Wohnnutzung zugeführt werden. Im Rahmen dieser Überlegungen wurden mögliche Geruchsimmissionen eines nördlich gelegenen landwirtschaftlichen Betriebs (Schweinehaltung) untersucht. Im Ergebnis konnten Einschränkungen für die jetzt in Rede stehende Fläche nicht festgestellt werden. Trotzdem bedarf dieser Aspekt einer aktuellen Betrachtung.

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Die anfallenden Kosten für den Grundstückserwerb sowie die Erschließungsmaßnahmen (z. B. Verkehrsflächen, Kanäle, Beleuchtung) werden über den Wiederverkauf der Grundstücke refinanziert.

Die Grundstücke befinden sich bereits im Eigentum der Stadt Göttingen. Für die Erschließungsmaßnahmen (Straße, Beleuchtung...) sind Kosten in Höhe von ca. 180.000 € zu veranschlagen. Die kanaltechnische Erschließung wird durch den Eigenbetrieb Stadtentwässerung erstellt. Hinzu kommen u.a. Aufwendungen für Ausgleichsmaßnahmen. Die erschließungsbeitragsfähigen Kosten können bis zu 90 % refinanziert werden.

Anlagen:

 

Anlagen:

 

§         Abgrenzung Planbereich

§         Entwurfskonzept

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Abgrenzung Geltungsbereich (2727 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Bebauungskonzept (523 KB)      
 
 

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