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Betreff: Einrichtung einer Produktionsschule als Außenstelle der Heinrich-Heine-Schule
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:40-Fachbereich Schule   
Beratungsfolge:
Schulausschuss Vorberatung
25.01.2007 
2. nichtöffentliche/ öffentliche Sitzung des Schulausschusses ungeändert beschlossen   
Rat Vorberatung
09.02.2007 
3. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Göttingen ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

Beschlussvorschlag:

 

Der Rat möge beschließen:

 

Zum Schuljahr 2007/2008 wird beim Niedersächsischen Kultusministerium die Einrichtung einer Produktionsschule als Außenstelle der Heinrich-Heine-Schule zunächst als Schulversuch für die Dauer von 3 Jahren beantragt. Die hierfür notwendigen Haushaltsmittel werden bereitgestellt.

Begründung:

 

Begründung:

 

Die Verwaltung ist mit Ratsbeschluss vom 05.11.2004 beauftragt worden, in Zusammenarbeit mit der Beschäftigungsförderung Göttingen kAöR Befragungen an den Göttinger Hauptschulen durchzuführen, um grundlegende Daten für die Entwicklung von schulischen und außerschulischen Förderansätzen zur Reduzierung der Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss zu gewinnen.

 

Im entsprechenden Abschlussbericht „Schulabschlussquote steigern“ der Beschäftigungsförderung Göttingen kAöR wurden verschiedene Maßnahmen zur Steigerung der Schulabschlussquote vorgestellt. Eine davon ist das praxisbezogene Lernen in Jugendwerkstätten.

 

In der Stadt Göttingen sind den Hauptschulen bzw. dem Fachbereich Jugend ca. 50 Jugendliche im Alter von 12 – 15 Jahren (Sekundarstufe I) bekannt, die sehr unregelmäßig oder gar nicht die Schule besuchen. Diese Schulverweigerungstendenzen zeichnen sich bereits deutlich ab der 5. Klasse ab. Die Stadt Göttingen nimmt über die Beschäftigungsförderung Göttingen kAöR am Projekt „Schulverweigerer – die 2. Chance“ teil, aber nicht alle Schülerinnen und Schüler können über die dort zur Verfügung stehenden Angebote in den Schulalltag reintegriert werden.

 

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Beschulung der Schulverweigerer an der Regelschule ohne begleitende Maßnahmen als aussichtslos bewertet werden muss.  Eine geeignete Beschulungsform im Rahmen der Schulpflichterfüllung ist ein handlungsorientiertes Verfahren in Kleinstgruppen. Entsprechende pädagogische Konzepte und Erfahrungen liegen mit sogenannten Produktions-/Werkstattschulen vor, die gute bis sehr gute Erfolge erzielen, so dass auch diese Schülerinnen und Schüler einen Hauptschulabschluss erreichen können.

 

In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Jugend, den Göttinger Hauptschulen und der Beschäftigungsförderung Göttingen kAöR soll daher auch in Göttingen eine Produktionsschule als Außenstelle der Heinrich-Heine-Schule eingerichtet werden. Aufgrund der langjährigen, guten Erfahrungen der Beschäftigungsförderung Göttingen kAöR soll die Produktionsschule räumlich in der Nähe der bereits bestehenden Jugendwerkstätten angesiedelt werden. Die dort bereits vorhandene Infrastruktur wird entsprechend dem Bedarf der neu einzurichtenden Produktionsschule angepasst bzw. ausgebaut. Begonnen werden soll mit einer Klasse von ca. 12 Schülerinnen und Schülern.

 

Ein im Vorfeld geführtes Gespräch mit einem Vertreter des Niedersächsischen Kultusministeriums hat ergeben, dass das Land beabsichtige, sich mit der für (Ganztags-) Hauptschulen üblichen Lehrerversorgung zu beteiligen, darüber hinaus gehende Angebote der Produktionsschule jedoch vom Jugendhilfe- oder Schulträger übernommen werden müssten.

 

Die Finanzierung der Produktionsschule erfolgt in 2007 durch Jahresüberschüsse der Beschäftigungsförderung Göttingen kAöR, die von Seiten der Schulverwaltung zu leistenden Ausgaben für Räume, Ausstattung etc. werden über die Änderungsliste zum Haushalt 2007 etatisiert.

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Das Land Niedersachsen übernimmt die Personalkosten für die Lehrer. Darüber hinaus zu leistende Kosten z. B. für Fachanleiter und pädagogische Mitarbeiter wird in 2007 über Jahresüberschüsse der Beschäftigungsförderung Göttingen kAöR finanziert. Auch für die Folgejahre können voraussichtlich entsprechende Jahresüberschüsse verwendet werden.

 

Für den Schulträger entstehen weitere Kosten in Höhe von jährlich 20.000 Euro. Im Haushaltsjahr 2007 sind anteilig 8.400 Euro bereitzustellen.

Anlagen:

 

Anlagen:

 

Kurzkonzept der Produktionsschule von der Beschäftigungsförderung Göttingen kAöR

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Kurzkonzept Produktionsschule 02.01.2007 (44 KB)      
 
 

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