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Betreff: Umgestaltung Lange-Geismar-Straße Ost
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
25.01.2007 
3. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Bau- und Planungsausschusses vertagt (zurückgestellt)   
08.02.2007 
4. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Bau- und Planungsausschusses geändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

Beschlussvorschlag:

 

Der Umgestaltung der Lange-Geismar-Straße Ost (Variante 4) wird zugestimmt.

Begründung:

 

Begründung:

 

1.  Anlass

 

Anlass für die Planungen zur Umgestaltung der Lange-Geismar-Straße Ost ist die Fortsetzung der am Albanikirchhof begonnenen umfangreichen Leitungsträgerarbeiten (Sanierung der Schmutz- und Regenwasserkanäle, der Gas- und Wasserleitungen und die Umstellung der Stromversorgung von 10 KV auf 20 KV-Leitungen) in dem sich anschließenden Teil der Lange-Geismar-Straße.

 

2. Gestaltungskonzept

 

Der Straßenraum setzt sich zu Zeit aus beidseitigen schmalen Gehwegen und einer durchgehenden Fahrbahn (ca. 5,50 Meter) mit Hochborden. Zur Verkehrsberuhigung wurden in der Vergangenheit provisorische Einbauten in Form von Pflanzbeeten wechselseitig im Straßenraum aufgestellt. Stellplätze (ca. 25 EP) befinden sich jeweils zwischen den Pflanzbeeten.

 

Zielsetzung der Umgestaltung ist die Beibehaltung der vorhandenen Funktion der Straße mit Einbahnverkehr in der jetzigen Fahrtrichtung. Parken und Anlieferung soll nicht mehr im Straßenraum sondern im Gehwegbereich stattfinden. Es sollen möglichst keine Stellplätze entfallen. Weiter sollen Flächen für Fahrradparken ausgewiesen werden. Von Anwohnern wurde darüber hinaus der Wunsch nach Begrünung des Straßenraumes geäußert.

 

Für die Umgestaltung liegen vier Varianten vor.

Alle Varianten gehen von einer Fahrbahnbreite von 3,50 Meter (2,90 Meter Asphalt und beidseitige Rinnen aus Natursteinpflaster mit jeweils 0,30 Meter) mit beidseitigen Gehwegen aus.  Die Fahrbahn wird begrenzt durch Natursteinborde mit einer Ansichtshöhe von 2 cm (wie Lange-Geismar-Straße West).

 

Variante 1

 

Grundlage des Entwurfes ist die Anordnung der Stellplätze/Anlieferung und der Möblierung (Leuchten, Fahrradständer) im Bereich der südlichen Gehwegfläche. Ca. 15  Stellplätze sieht diese Lösung vor. Auf dieser Gehwegseite sind im östlichen Abschnitt einige Bäume eingeplant.

 

Variante 2

 

Bei dieser Lösung findet ein Seitenwechsel bei der Anordnung der Stellplätze und der Anlieferung statt. Durch die erforderliche Verschwenkung der Fahrbahn im mittleren Bereich können auf einer Länge von ca. 50 Meter keine Stellplätze angeboten werden. Insgesamt sind etwa 15 Stellplätze wie bei Variante 1 möglich, ohne dass die Großzügigkeit in den Seitenbereichen wie bei dieser Variante erreicht wird. Die Leuchtenstandorte sind auf der südlichen Gehwegseite (Außenkurve) eingeplant, mit der Folge, dass die zur Verfügung stehende Gehwegbreite im östlichen Abschnitt hierdurch eingeschränkt wird. Auf der nördlichen Gehwegseite sind im östlichen Abschnitt zwischen den Stellplätzen einige Bäume eingeplant.

 

Variante 3

 

Grundlage des Entwurfes ist wie bei Variante 1 die Anordnung der Stellplätze/Anlieferung und der Möblierung (Leuchten, Fahrradständer) im Bereich der südlichen Gehwegfläche. Bei dieser Lösung wurde auf eine Begrünung des Straßenraumes zugunsten von Stellplätzen verzichtet. Ca. 25  Stellplätze können nachgewiesen werden. 

 

Variante 4

 

Diese Lösung versucht möglichst viele Stellplätze und zusätzlich eine Begrünung des Straßenraumes zu erreichen. Auch hier erfolgt die Anordnung der Stellplätze/Anlieferung und der Möblierung (Leuchten, Fahrradständer) im Bereich der südlichen Gehwegfläche. Durch eine Veränderung des Leuchtenabstandes von ca. 17 Meter auf ca. 21 Meter können größere zusammenhängende Stellplatzflächen geschaffen werden, so dass trotz Begrünung die gleiche Anzahl von Stellplätzen möglich ist wie bei Variante 3.

 

3. Materialien und Möblierung

 

Der Fahrbahnbereich soll wie am Albanikirchhof und in der Lange-Geismar-Straße West einen hellen Asphalt bekommen. Auch für die Gehwegbereiche ist vorgesehen, den gleichen Belag wie in der westlichen Lange-Geismar-Straße (heller Granitstein) zu verwenden.

Bei der Möblierung ist an die gleichen Poller, Papierkörbe, Fahrradständer und  Leuchten wie in der Lange-Geismar-Straße West bzw. am Albanikirchhof gedacht.

 

4. Beteiligung

 

Mit den o.a. Varianten wurden im Vorfeld bereits Gespräche mit einigen Anliegern geführt.  Die Variante 4 wurde hierbei wegen des Erhalts der Stellplätze in Verbindung mit einer Begrünung des Straßenraumes favorisiert. Eine Bürgerversammlung ist für Anfang Februar vorgesehen.

 

5. Empfehlung

 

Hinsichtlich der Anzahl der möglichen Stellplätze und der Begrünung bietet sich die Variante 4 an. Auch gestalterisch bietet sie wegen der Anordnung der Leuchten und der Begrünung in der Außenseite der Kurve eine angemessene Antwort.

 

Die Variante 4 wird deshalb zur Ausführung empfohlen.

 

 

 

Bürgerversammlung

 

Zwischenzeitlich wurde am 21.02 2007 in der Aula der Nebenstelle des Max-Planck-Gymnasiums (ehem. Lutherschule) eine Bürgerversammlung durchgeführt. Die Veranstaltung war mit ca. 40 Bürgerinnen und Bürgern gut besucht.

 

Folgende Themen wurden von der Verwaltung vorgetragen und erläutert:

-           Planung

-           Bauablauf

-           Kosten und finanzielle Beteiligung der Anlieger

 

Planung:

 

Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass dem Vorschlag der Verwaltung, die Variante 4 auszuführen, gefolgt wird.

In der Diskussion ging es u.a. um folgende Themenbereiche:

Radverkehr in Gegenrichtung

In vielen Wortbeiträgen wurde die Freigabe des Radverkehrs in Gegenrichtung der Einbahnstraße gefordert. Die Verwaltung sagte eine Prüfung zu.

 

Parksuchverkehr und Anzahl der Stellplätze

Der Wunsch, die Parkplätze in der Straße zu reduzieren und damit auch den Parksuchverkehr zu verringern, wurde von den Bürgern kontrovers diskutiert. In der sich anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass es hierzu keine Patentlösung gibt. Die vorgeschlagene Variante 4 – ca. 25 Stellplätze gegenüber ca. 30 Stellplätzen heute – kann hierzu  als Kompromiss gesehen werden.

 

Beschilderung

Zur besseren Wahrnehmung der Tempo 30 Zone sollte die Beschilderung deutlicher ausfallen. Es wurde angeregt, den schon umgestalteten Bereich des Albanikirchhofes (Pflasterfläche) als Spielbereich auszuweisen.

 

Belieferung von Alnatura

Es wurde auf das Anliefererfordernis von Alnatura durch größere Fahrzeuge und auf das Freihalten von entsprechenden Flächen hingewiesen.

 

Fahrradständer

Es gab unterschiedliche Auffassungen zur Anzahl der erforderlichen Fahrradständer in der Straße. Die Verwaltung will nach der Umgestaltung und dem Aufstellen von ca. 25 Fahrradständern im westlichen und mittleren Bereich der Straße die Situation beobachten und flexibel reagieren.

 

Lärmbelastung während der Bauzeit

Im Rückblick auf die Baumaßnahme Albanikirchhof wurde die Lärmbelastung beim Schneiden der Granitsteine beklagt. Die Verwaltung erläuterte die verschiedenen technischen Möglichkeiten und räumte ein, dass auch bei der anstehenden Maßnahme der hierdurch entstehende Lärm nicht verhindert werden kann. Wegen der geringeren Kurvenbereiche wird die Anzahl der Schnitte und damit auch die Lärmbelastung allerdings geringer ausfallen.

 

 

Bauablauf:

 

Der Bauablauf wurde detailliert erläutert und zur Kenntnis genommen. Nachfragen gab es zu den Hausanschlüssen und zur privaten Grundstücksentwässerung.

 

 

Kosten und finanzielle Beteiligung der Anlieger:

 

Die durch die Baumaßnahme entstehenden Kosten und die entsprechenden auf die Anlieger nach dem NKAG umzulegenden Beträge wurden dargestellt. Es wurde empfohlen, die Beträge, die auf die einzelnen Grundstücke entfallen, bei dem entsprechenden Mitarbeiter der Verwaltung zu erfragen und sich über die verschiedenen Zahlungsmodalitäten zu informieren.

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Die Varianten unterscheiden sich kostenmäßig nur geringfügig (max. 12.000,- EUR zwischen günstigster Variante 1 und teuerster Variante 4).

Die Kosten für die Variante 4 belaufen sich auf ca. 750.000,- EUR. Hierfür sind auf der Haushaltsstelle 6360.96081 in 2007 entsprechende Mittel eingestellt.

Nach dem erfolgten Abschluss der Sanierung in 2007 ist eine Umlegung der Kosten nach dem  NKAG in Höhe von ca. 55% auf die Anlieger vorgesehen.

 

Anlagen:

 

Anlagen:

 

Pläne   -     Bestand

-           Variante 1

-           Variante 2

-           Variante 3

-           Variante 4

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Lange Geismar Straße_Bestandsplan_Stellplatzbilanz_1.00 (265 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Lange Geismar Straße_Variante 1 (423 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Lange Geismar Straße_Variante 2 (424 KB)      
Anlage 4 4 öffentlich Lange Geismar Straße_Variante3_1.03 (411 KB)      
Anlage 5 5 öffentlich Lange Geismar Straße_Variante4 (452 KB)      
 
 

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