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Betreff: Baugebiet Zietenterrassen
- Überarbeitung der Rahmenplanung und des Verkehrskonzeptes
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
06.07.2006      vertagt (zurückgestellt)   
07.12.2006 
2. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Bau- und Planungsausschusses vertagt (zurückgestellt)   
25.01.2007 
3. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Bau- und Planungsausschusses vertagt (zurückgestellt)   
Ortsrat Geismar Vorberatung
30.11.2006 
1. -konstituierende- öffentliche Sitzung des Ortsrates Geismar geändert beschlossen   
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

Beschlussvorschlag:

 

Verkehr:  

-           Die 3-Zellenerschließung mit Busschleusen ist nicht mehr erforderlich.

-           Das Konzept mit den drei Engstellen reicht für die Erschließung aus und soll beibehalten werden.

-           Im Bereich der Engstellen ist der Bau von zusätzlichen Gehwegen erforderlich.

 

Bebauungskonzept:

-           Das vorgeschlagene Bebauungskonzept soll das Konzept der vorhandenen Rahmenplanung (Geschosswohnungsbau) ersetzen und Grundlage für die zu erarbeitenden Bebauungspläne sein.

 

Freiraumkonzept:

-           Die Zielsetzungen des Freiraumkonzeptes unterstreichen das Bebauungskonzept und sollen ebenso Grundlage für die zu erarbeitenden Bebauungspläne sein.

 

Begründung:

 

Begründung:

 

 

Anlass und Ziele

 

Bedingt durch die politischen Veränderungen ist zu Beginn der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts ein umfangreicher Abrüstungsprozess in Gang gekommen. In der Folge wurden zahlreiche militärisch genutzte Flächen für zivile Nutzungen frei. In Göttingen betraf das ab 1992 u.a. die ehemalige Zietenkaserne mit einer Fläche von ca. 50 ha im bebauten Bereich.

Die Stadt hat sich der Aufgabe der Konversion frühzeitig gestellt und 1991 für die Gesamtfläche der ehemaligen Zietenkaserne den Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes mit den allgemeinen Planungszielen „Wohnen, Arbeiten, Lernen und Lehren“ gefasst.

In der Folgezeit wurden vorbereitende Untersuchungen durch die NILEG durchgeführt und die IDB mit dem Zweck die gesamte Liegenschaft zu erwerben, baureif zu machen und weiter zu veräußern, beauftragt.

 

Planungen

 

1994 wurden von der Stadt und der IDB ein Ideenwettbewerb für die gesamte Fläche ausgelobt. Hierauf aufbauend wurde eine Rahmenplanung und ein Verkehrskonzept erarbeitet und vom Rat der Stadt Göttingen beschlossen.

Die Rahmenplanung und das Verkehrskonzept waren auch Grundlage der sich anschließenden Bürgerbeteiligung im Bebauungsplanverfahren.

 

Bestandteile der Rahmenplanung und der Verkehrsplanung waren u.a.:

 

-           Nutzungsmischung von Wohnen (angestrebt waren ca. 1.900 WE), Lernen und Lehren (Fachhochschule Umnutzung und Neubau) sowie Arbeiten;

-           Mischung der Wohnformen mit einem hohen Anteil an frei finanzierten und öffentlich geförderten Wohnungsbau sowie Einfamilieneigentum in unterschiedlichen Bauformen;

-           Hohe Verdichtung der Bebauung und sparsamer Umgang mit dem Boden;

-           Nutzung des vorhandenen Straßensystems mit geringen Modifikationen;

-           Erhalt der bestehenden Grünstrukturen und der prägenden Terrassen;

-           ÖPNV-Anbindung.

 

Nach den ersten durchgeführten Baumaßnahmen (Umbau FH, städtische Wohnungsbau am Elisabeth-Heimpel-Weg) wurden auf der Grundlage der Rahmenplanung Teilbebauungspläne erarbeitet.

 

Überarbeitung Rahmenplanung

 

Der vorhandene Rahmenplan sieht für die räumlichen Bereiche, die bisher noch nicht realisiert wurden (Flächen süd-westlich des TP 4 und entlang der Grete-Henry-Straße), große Teilflächen für den Geschosswohnungsbau vor. Diese Planung vor dem Hintergrund des Mauerfalls aus 1989 entspricht nicht mehr der aktuellen Nachfrage und gestaltet sich aufgrund der Parzellierung in größere Teilabschnitte schwierig. Die Konzeption der Mischung (Geschosswohnungen, Reihenhäuser, Doppel- und Einzelhäuser) für diese Bereiche sollte deshalb im Rahmen einer Überarbeitung der Rahmenplanung grundlegend überdacht werden.

Darüber hinaus sollte auch das Verkehrskonzept hinsichtlich der Durchlässigkeit überprüft werden.

 

Die an ein Kasseler Planungsbüro vergebende Überarbeitung der Rahmenplanung wurde Mitte 2003 im Entwurf in zwei Szenarien dem BA und dem Gesellschafterausschuss der IDB vorgestellt. U.a. wurden folgende Maßnahmen vorgeschlagen:

 

l        Die sog. „Grüne Mitte“ sollte als ursprüngliche Grünachse aufgegeben werden; dieser Bereich sollte zu Wohnungsbauflächen umgewidmet werden, und ein Flächentausch sollte zur Realisierung der neuen Grünachse im Bereich der Barbara-Straße dienen;

l        Die Terrassen müssen durch punktuelle Heraushebung erlebbar gemacht werden;

l        Die Identität und Unterschiedlichkeit der einzelnen Terrassen muss berücksichtigt werden;

l        Das Verkehrskonzept sollte als Netz entwickelt werden mit der Zielrichtung einer stärkeren Anbindung an Geismar.

 

Die Umsetzung beider Szenarien war mit Kosten in unterschiedlicher Höhe (Straßenbau, Erschließung Terrassen, Flächentausch) verbunden.

 

Neue Planungen

 

Nach einem Eigentumswechsel im Bereich der „Grünen Mitte“ haben sich die o.a. Ziele und Maßnahmen für diesen Bereich geändert. Sämtliche Gebäude der „Grünen Mitte“ sollen nunmehr erhalten und der öffentliche zentrale Grünzug beibehalten werden. Die weiteren Überlegungen zur Überarbeitung der Rahmenplanung konnten sich deshalb nur noch teilweise auf die zwei o.a. Szenarien beziehen.

 

Verkehrskonzept

 

Das ursprüngliche Verkehrskonzept sah eine sogenannte 3-Zellenerschließung vor. Dieses Verkehrskonzept soll grundsätzlich beibehalten werden. Da die seinerzeit anvisierten Bewohnerzahlen nicht annähernd erreicht werden, ist es jedoch nicht mehr erforderlich, Durchfahrtssperren einzurichten. Die Poller im Bereich der Busschleusen werden nicht wieder im Betrieb genommen. Im Bereich dieser Engstellen sind deshalb zusätzliche Gehwege erforderlich.

Die Vorteile dieser Lösung bestehen in der ausreichenden Durchlässigkeit, der Verbesserung der Situation für die Fußgänger und in den geringen Kosten.

Als Nachteil ist der fehlende Begegnungsverkehr für Bus und PKW in den Engstellen zu nennen.

 

Darüber hinaus wurden mehrere Varianten untersucht:

-           Beibehaltung des vorhandenen Konzeptes mit Busschleusen

-           Durchlässigkeit des gesamten Gebietes – Ausbau der Engstellen

-           Durchlässigkeit des gesamten Gebietes mit zusätzlicher Anbindung an Geismar

 

Die Lösungen wurden wegen der geringeren Durchlässigkeit bzw. wegen der höheren Anteile an Schleichverkehr nicht weiterverfolgt.

 

Bebauungskonzept

 

Das städtebauliche Konzept geht von einer Zonierung der Nutzungen und der Bebauungsdichten aus.

-           Geschosswohnungsbau und verdichtete Wohnformen im nördlichen Bereich (Bertha-von-Suttner-Straße);

-           Reihenhäuser und andere verdichtete Wohnformen im mittleren Bereich;

-           Einfamilien-, Doppelhäuser und andere weniger verdichtete Wohnformen angrenzend an den Grünzug entlang der Barbarastraße;

-           Im Bereich der „Grünen Mitte“ sollen die vorhandenen Gebäude erhalten und saniert werden;

-           Zwischen Ehrengard-Schramm-Weg und Hannah-Vogt-Straße soll der nördliche Teil der Terrasse für die Erweiterung der FH vorgehalten werden; auf der übrigen Teilfläche könnten nichtstörende Gewerbe bzw. verdichtete Wohnformen entstehen.

 

Freiraumkonzept

 

Grün- und Fußwege sollen das Bebauungskonzept der Zonierung und Dichte unterstützen.

-           Der Grünzug Barbarastraße stellt das Rückgrad der Bebauung im Süden dar;

-           Die „Grüne Mitte“ untergliedert den mittleren Bereich und stellt gleichzeitig die Verbindung zum Grünraum nach Norden her;

-           Interne Fußwegeverbindungen vernetzen die Quartiere unabhängig von den Fahrverkehrsstraßen.

 

Weiteres Vorgehen

 

Für die beiden Terrassen zwischen Julius-Leber-Weg und James-Graf-von-Moltke-Weg soll der Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes gefasst werden.

Anschließend ist vorgesehen in einem Workshop- oder Gutachterverfahren mit mehreren Planungsbüros Hochbauentwürfe für verschiedene räumliche Bereiche der zwei Terrassen zu bekommen.

Das Bebauungsplanverfahren könnte danach auf der Grundlage der Ergebnisse des Workshop bzw. des Gutachterverfahrens weitergeführt werden.

Parallel würde die Erschließung der Terrassen vorbereitet und nach entsprechender Planreife (Frühjahr 2007) durchgeführt.

Der Verkauf der Grundstücke kann im Anschluss – ev. in Verbindung mit einer Architektenmesse – erfolgen.

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Für die Durchführung eines Workshops bzw. eines Gutachterverfahrens entstehen Kosten.

Weitere Kosten entstehen durch die erforderliche Erschließung der Terrassen.

Durch den Verkauf der Grundstücke wird die Stadt Göttingen Einnahmen erzielen.

Anlagen:

 

Anlagen:

 

-   Power Point Präsentation Baugebiet Zietenterrassen

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Überarbeitung-Rahmenplanung-Teil1 (1036 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Überarbeitung-Rahmenplanung-Teil2 (4542 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Überarbeitung-Rahmenplanung-Teil3 (4363 KB)      
Anlage 4 4 öffentlich Überarbeitung-Rahmenplanung-Teil4 (4569 KB)      
Anlage 5 5 öffentlich Überarbeitung-Rahmenplanung-Teil5 (3003 KB)      
Anlage 6 6 öffentlich Überarbeitung-Rahmenplanung-Teil6 (1162 KB)      
 
 

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