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Betreff: Benennung eines Platzes nach Inge Feltrinelli
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung Beteiligt:02-Gleichstellungsbeauftragte
    37-Fachbereich Feuerwehr
   41-Fachbereich Kultur
   Dezernat C - Soziales und Kultur
Beratungsfolge:
Ausschuss für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschuss Stadthalle Anhörung
22.06.2021 
37. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschusses der Stadthalle ungeändert beschlossen   
Rat Entscheidung
16.07.2021 
37. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Göttingen ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

Der in der Anlage gekennzeichnete Platz wird nach der deutsch-italienischen Fotografin und Verlegerin Inge Feltrinelli benannt.

 

Begründung:

 

Der Bereich zwischen Weender Landstraße, Berliner Straße und Maschmühlenweg kann derzeit über eine Adressangabe schwer lokalisiert werden, da er von allen drei Straßenzügen umrahmt wird. Zudem wird auch die Private Hochschule Göttingen (PFH) unter der Adresse Weender Landstraße 3-7 nicht gut gefunden.

 

Aus Gründen der Sicherheit und Ordnung ist es daher sinnvoll diesem Platzbereich einen eigenen Namen zu geben. Da sich nahezu der gesamte Bereich - obwohl öffentlich zugänglich und teilweise mit Gehrechten für die Allgemeinheit belegt - im Eigentum der Eigentümergemeinschaft der Immobilie Weender Landstraße 3-7 und Maschmühlenweg 4-6 sowie Maschmühlenweg 2 befindet und von einer Platzbenennung neben der PFH auch noch weitere Gewerbebetriebe betroffen wären, wurde im Vorfeld eine Anhörung der Betroffenen durchgeführt. Es wurden keine Bedenken geäußert. Die PFH befürwortet die Benennung.

 

Mit der Benennung nach der 2018 verstorbenen ehemaligen Göttinger Künstlerin Inge Feltrinelli soll deren Lebenswerk geehrt werden.

 

Die Fotografin und Verlegerin Inge Feltrinelli, geb. Schönthal, wurde 1930 in Essen geboren und lebte von 1938 bis 1952 in Göttingen. Hier ging sie unter anderem zusammen mit dem früheren Bürgermeister Wilhelm Gerhardy auf das Hainberg-Gymnasium, welches sie kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges wegen des jüdischen Glaubens Ihres Vaters, der 1938 in die Niederlande emigriert war, verlassen sollte. Ihre Fotos in den 50er Jahren wurden weltweit bekannt, insbesondere die von Ernest Hemingway auf Kuba, wo sie im Auftrag des Rowohlt-Verlages als eine der ersten Fotoreporterinnen tätig war. 1958 lernte sie ihren späteren Mann, den Verleger Giangiacomo Feltrinelli kennen und führte dessen Verlag nach dessen Tod 1972 bis 2018 erfolgreich als Verlegerin weiter. 2010 zeigte der Fachdienst Kultur eine Retrospektive ihrer Arbeiten im Alten Rathaus, Gerhard Steidl brachte 2013 einen weit beachteten Katalog heraus. Inge Feltrinelli erhielt viele internationale und nationale Ehrungen und Auszeichnungen. So wurde ihr unter anderem 1999 das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschand verliehen. 2011 wurde Inge Feltrinelli mit der Karlsmedaille für europäische Medien ausgezeichnet.

Finanzielle Auswirkungen:

 

 Nein

 

X Ja

 

Ein Straßenschild ca. 150,- €

 

Anlagen:

 

   Klima-Checkliste   oder   X    Klima neutral

 

weitere Anlagen:

 

ergänzter Kartenauszug aus der Stadtgrundkarte 1:500

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Kartenausschnitt_m_Namen (677 KB)      
 
 

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