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Betreff: Umsetzung des Radverkehrsentwicklungsplans - Ausbau des Schulwegs zwischen Neidenburger Weg und IGS Geismar
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung Beteiligt:20-Fachbereich Finanzen
    66-Fachbereich Tiefbau und Bauverwaltung (ehem. FB 60)
   67-Fachbereich Stadtgrün und Umwelt
   32-Fachbereich Ordnung
Beratungsfolge:
Ortsrat Geismar
25.02.2021 
Ortsrat Geismar: Anhörung des Ortsbürgermeisters gem. § 182 Abs 2 Ziff. 7 NKomVG ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke
04.03.2021 
63. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag: 

 

  1. Der Ausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

 

  1. Der Umsetzung der Planungen im Schulweg wird zugestimmt.

Begründung:  

 

Ausgangslage:

 

Der Schulweg ist eine wichtige Verbindung im städtischen Radverkehrshauptroutennetz. Er stellt eine Verbindung vom Ostviertel über Königsberger Straße – Friedenstraße – Neidenburger Weg zur IGS Geismar her. Allerdings genügt der vorhandene Fahrbahnzustand nicht den Anforderungen an eine Radverkehrshauptroute, da die Oberfläche aus einer wassergebundenen Decke besteht. Gleichzeitig wird die Wegeverbindung auch von zu Fuß gehenden und Pächtern der angrenzenden Kleingärten genutzt. Für Kfz besteht keine durchgehende Verbindung zwischen Neidenburger Weg und Kiesseestraße. Die Verbindung ist verkehrsrechtlich als getrennnter Geh-/Radweg (VZ 241) mit Freigabe für landwirtschaftlichen Verkehr ausgewiesen. In der Realität sind die Verkehrsarten allerdings nicht voneinander getrennt. Die Lage der vorhandenen Durchfahrtssperre ist in Abbildung 1 verortet.

 

Abb. 1: Lageplan Ausbauabschnitt Schulweg

 

Im Sommer des Jahres 2019 wurde der Abschnitt ertüchtigt. Dabei wurden die potenziellen Unfallgefahren wie Schlaglöcher, nicht zusammenhängende, rutschige Asphaltflächen sowie herausstehende spitze Steine beseitigt. Es entstand eine relativ homogene, ebene und feste Fahrbahnfläche. Da das aufgebrachte Material keinen dauerhaften Verbund mit der dichten Wegeoberfläche eingeht, ist auf der Fahrbahn ein dünner, loser Schotterfilm entstanden. Das lose Material wurde vor kurzem vom städtischen Bauhof abgezogen und eine Fahrbahn aus feinkörnigem Kalksteingemisch mit einer Breite von ca. 2,20 m eingebaut. Damit ist der Weg aktuell nutzbar und verkehrssicher. Einen Eindruck vom Fahrbahnzustand liefern die Fotos in Anlage 1.

 

Die Ausführungen zeigen, dass auch zukünftig in regelmäßigen zeitlichen Abständen wiederholt Ausbesserungen an der Fahrbahndecke durchgeführt werden müssen, da mit Auswaschungen und Schlaglochbildung zu rechnen ist. Damit sind aber für den Radverkehr weiterhin keine zufriedenstellenden Oberflächenqualitäten gegeben und es entstehen laufende Kosten für die Sanierung.

 

Der vom Rat der Stadt beschlossene Radverkehrsentwicklungsplan sieht zur Verbesserung der Verhältnisse als Maßnahme die Einrichtung einer Fahrradstraße einschließlich Sanierung bzw. Herstellung einer Asphaltdecke vor (Maßnahme 8-10). Die Verwaltung hat für diese Maßnahme eine Förderung im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes beantragt. Der Zuwendungsbescheid liegt bereits vor.

 

 

Planung:

 

Die geplante zukünftige Querschnittsaufteilung auf einer Länge von ca. 500 m ist nachfolgend in Abbildung 2 dargestellt. Es ist vorgesehen, zu Fuß Gehende und Radfahrende zu trennen und ihnen eigene Flächen zuzuweisen. Für den Fußverkehr ist eine Breite von mindestens 1,60 m und für den Radverkehr von mindestens 2,50 m vorgesehen. Je nach örtlichen Verhältnissen sowie Anzahl und Lage der Parkmöglichkeiten werden die Breiten für den Fuß- und Radverkehr, soweit möglich, vergrößert. Ziel ist es, die Anzahl der Parkmöglichkeiten möglichst gering zu halten und die Verhältnisse des dominierenden Fuß- und Radverkehrs attraktiv zu gestalten. Für die Pächter der Kleingärten bzw. Grabelandflächen ist auf Teilabschnitten ein unasphaltierter Streifen (ca. 2 m Breite) für das Abstellen der Kfz geplant. Im Umfeld gibt es aber auch alternative Parkmöglichkeiten (z.B. Parkplatz der IGS). Die Radverkehrsfläche kann bei Bedarf von den Kleingartenpächtern befahren werden. Den Eindrücken vor Ort nach zu urteilen, wird heute recht selten von dem Angebot Gebrauch gemacht, sprich die Kfz-Verkehrsbelastung ist sehr gering (auch weil es sich um eine Sackgasse handelt). Aus Sicht der Verwaltung bietet diese Lösung Vorteile bei allen Verkehrsteilnehmern.

 

Abb. 2: geplante Querschnittsaufteilung (Blickrichtung Nord)

 

Die Umsetzung der Maßnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2021 geplant.

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

 Nein

 

X siehe Anlage

 

Die Kosten für Planung und Bau belaufen sich auf etwa 500.000,- EUR. Die erforderlichen Mittel stehen unter der Inv.-Nr. 6663005037 („Radverkehrsverbindung Stadt/Umland“) vorbehaltlich der Mittelbereitstellung gemäß Verpflichtungsermächtigung im Jahr 2021 zur Verfügung. Die Maßnahme wird mit einer Zuwendungsquote von 40 % durch den Bund gefördert.

 

Anlagen:

 

  1. Fotosammlung Schulweg
  2. Darstellung der finanziellen Auswirkungen

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anlage 1 Fotos Schulweg (859 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Anlage 2 Finanzielle Auswirkungen (401 KB)      
 
 

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