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Betreff: Bebauungsplan Göttingen-Geismar Nr. 46 "E-Ladestation Grete-Henry-Straße"
- Bescheidung der Anregungen
- Satzungsbeschluss
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
  Bezüglich:
FB61/1758/20
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ortsrat Geismar Kenntnisnahme
25.06.2020 
23. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Geismar ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
02.07.2020 
55. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke ungeändert beschlossen   
Rat Entscheidung
10.07.2020 
29. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Göttingen ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

ÄNDERUNGEN zu Beschluss-Vorlage FB61/1758/20 sind rot dargestellt!

 

Beschlussvorschlag: 

 

  1. Die zum Entwurf des Bebauungsplans Göttingen-Geismar Nr. 46 „E-Ladestation Grete-Henry-Straße“ im Rahmen der öffentlichen Auslegung gem. § 3 Abs. 2 und § 4 Abs. 2 BauGB sowie im Rahmen der erneuten öffentlichen Auslegung gem. § 4a Abs. 3 BauGB vorgebrachten Stellungnahmen und Anregungen werden entsprechend dem Vorschlag in der Anlage zu dieser Vorlage beschieden.

 

  1. Der Bebauungsplan Göttingen-Geismar Nr. 46 „E-Ladestation Grete- Henry-Straße“ wird gem. § 10 Abs. 1 BauGB als Satzung mit ihrer Begründung beschlossen.

 

  1. Geltungsbereich

Das Plangebiet liegt am südöstlichen Rand von Göttingen und am östlichen Rand von Geismar. Der Geltungsbereich befindet sich am oberen Ende der Schöneberger Straße / Ecke Grete-Henry-Straße im Außenbereich und wird nach Nord-Westen durch die Wohnbebauung begrenzt. Im Osten und Süden grenzt der Wald an den Geltungsbereich.

Der Geltungsbereich umfasst eine Fläche von etwa 0,67 ha und erfasst Teile der Flurstücke 14/5, 14/7, 14/12, 15/1, 15/2 und 17/2 der Flur 9 und Teile der Flurstücke 23/2 und 84/39 der Flur 8 der Gemarkung Geismar. Dem Geltungsbereich werden zwei extern gelegene Flächen für Ersatzmaßnahmen zugeordnet. Diese Flächen befinden sich südlich der Ortschaft Geismar und gehören zum Gesamtkonzept „Grüngürtel im Göttinger Süden“. Die Geltungsbereiche der externen Ausgleichsflächen erfassen Teile der Flurstücke 11 und 88/2 der Flur 15 in der Gemarkung Geismar sowie Teile des Flurstücks 76/2 der Flur 14 in der Gemarkung Geismar. Diese Flächen werden als Teilgeltungsbereiche im vorliegenden Bebauungsplan dargestellt und für Kompensationsmaßnahmen festgesetzt. Der Teilgeltungsbereich 1 hat eine Größe von ca. 6.743 m², die externe Ausgleichsfläche Teilgeltungsbereich 2 hat eine Größe von 1.900 m² und die externe Ausgleichsfläche Teilgeltungsbereich 3 eine Größe von 1.200 m². Maßgeblich ist für den Teilgeltungsbereich 1 die zeichnerische Darstellung im Maßstab 1:500. Für den Teilgeltungsbereich 2 und 3 ist die zeichnerische Darstellung im Maßstab 1:1000 maßgeblich.

Begründung:  

 

Die Bescheidung der Anregungen sowie der Satzungsbeschluss wurden bereits am 27.02.2020 im Ortsrat Geismar und am 05.03.2020 im Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke beraten. (siehe Beschlussvorlage FB 61/1758/20) Aufgrund des vorliegenden Krisenfalls und der stetig steigenden Infektionsgefahr durch COVID-19 wurde der Satzungsbeschluss am 13.03.2020 nicht wie vorgesehen durch den Rat der Stadt gefasst, sondern gem. § 89 Satz 1 NKomVG im Eilverfahren durch den Verwaltungsausschuss im Umlaufverfahren. Die Satzung wurde am 31.03.2020 im Amtsblatt der Stadt Göttingen bekannt gemacht.

 

Im April wurde ein Antrag auf Normenkontrolle beim OVG Lüneburg eingereicht. In der Begründung wurde bemängelt, dass der Bebauungsplan nicht durch den Rat der Stadt Göttingen beschlossen wurde. Vor diesem Hintergrund und um den Bebauungsplan auf rechtlich sichere Beine zu stellen, soll der Satzungsbeschluss erneut gefasst werden, die Satzung erneut ausgefertigt und bekannt gemacht werden. Für den vorliegenden Satzungsbeschluss wurde eine weitere schalltechnische Stellungnahme eingeholt und die Begründung inhaltlich ergänzt. Diese Anpassungen sind in der Begründung entsprechend gekennzeichnet, ebenso wie die Änderungen, die nach der Auslegung vorgenommen worden sind. Es handelt sich nicht um Änderungen oder Ergänzungen, welche gemäß § 4a Abs. 3 Satz 1 BauGB eine weitere erneute öffentliche Auslegung erfordern.

 

Planungsanlass und bisheriges Bauleitplanverfahren

 

Die Göttinger Verkehrsbetriebe verfolgen das Ziel die Elektromobilität im Stadtbusverkehr einzuführen. In einer Machbarkeitsstudie wurden vier mögliche Alternativen zum Dieselbus verglichen und auf ihre Eignung für den öffentlichen Nahverkehr in Göttingen überprüft. Die Machbarkeitsstudie mit ihren Ergebnissen wurde am 23.05.2017 im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität vorgestellt. Am 18.08.2017 entschied der Rat der Stadt Göttingen, dass entsprechend der Machbarkeitsstudie Elektrobusse eingeführt werden sollen. Dazu ist es erforderlich, dass Ladestationen auf dem Betriebshof sowie an Endhaltestellen eingerichtet werden. Eine der E-Ladestationen für den Stadtbusverkehr soll in der Nähe der Endhaltestelle Grete-Henry-Straße entstehen.

Geplant ist innerhalb des vorliegenden Geltungsbereichs eine Ladestation mit bis zu vier Lademasten zu errichten, um bis zu drei Busse parallel aufladen zu können. Der vierte Lademast dient zur Sicherheit im Falle einer Störung. Alternativstandorte für eine E-Ladestation wurden durch die GöVB geprüft. Die Prüfung hat ergeben, dass eine E-Ladestation für die vorgesehenen Buslinien an einer anderen Stelle in der Stadt aus betriebstechnischen Gründen keine Alternative darstellt. Die Ladestation soll an der Endhaltestelle der 70er Linien, der Linie 11 und 21 entstehen. Das Laden an anderen Haltestelle der Linien würde bedeuten, dass die Fahrtgäste zwangsläufig den Bus verlassen und ihre Fahrt nach Geismar in einem anderen Bus fortsetzen müssten.

 

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Göttingen hat am 10. September 2018 auf Grundlage des § 2 Abs. 1 BauGB den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Göttingen-Geismar Nr. 46 „E-Ladestation Grete-Henry-Straße“ gefasst. Vom 04. Oktober bis 19. Oktober 2018 fand die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit im Sinne des § 3 Abs. 1 BauGB statt. Parallel erfolgte die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Abs. 1 BauGB. Die eingegangenen Anregungen und Hinweise sind in die Bearbeitung des Bebauungsplanentwurfes eingeflossen.

Der Beschluss zur öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans und der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange gem. §§ 3 Abs. 2 und 4 Abs. 2 BauGB fasste der Verwaltungsausschuss am 01.07.2019. Die Bekanntmachung des Beschlusses erfolgte im Amtsblatt am 09.07.2019 mit Hinweis auf Ort und Dauer der öffentlichen Auslegung, welche vom 17.07.2019 bis 23.08.2019 stattfand. Parallel erfolgte die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange gem. § 4 Abs. 2 BauGB mit Schreiben vom 09.07.2019.

Aufgrund von eingegangen Stellungnahmen während der öffentlichen Auslegung wurde der Entwurf geändert. Der Beschluss zur erneuten öffentlichen Auslegung sowie die Bescheidung der Anregung der Stellungnahmen, die im Rahmen der öffentlichen Auslegung gem. § 3 Abs. 2 und § 4 Abs. 2 BauGB eingegangen sind, wurde am 09.12.2019 vom Verwaltungsausschuss gefasst. Die Bekanntmachung des Beschlusses erfolgte im Amtsblatt am 20.12.2019 mit dem Hinweis auf Ort und Dauer der erneuten öffentlichen Auslegung. Diese fand vom 08.01.2020 bis zum 21.01.2020 statt. Parallel erfolgte die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange.

 

Parallel zum Bauleitplanverfahren wurde ein LSG-Entlassungsverfahren für den Geltungsbereich angestoßen. Die Entlassung aus dem LSG wurde am 13.09.2019 durch den Rat der Stadt Göttingen beschlossen.

 

 

Ziele und Zwecke der Planung

 

Mit der vorliegenden Planung sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die E-Ladestation geschaffen werden. Hierzu ist die Ausweisung von öffentlichen Verkehrsflächen besonderer Zweckbestimmung für die Ladeinfrastruktur, sowie dessen betriebsbezogenen Nebenanlagen notwendig. Des Weiteren werden öffentliche Parkplätze für Naherholungssuchende geschaffen und planungsrechtlich abgesichert. Zwischen der Bebauung und dem Bereich der E-Ladestation, soll eine Grünfläche hergestellt werden, welche zum einen das Plangebiet auflockert und zum anderen durch gezielte Baum- und Strauchpflanzungen, auch einen Sichtschutz gewährleisten soll. Sichergestellt wird dies durch entsprechende Festsetzungen im zeichnerischen und textlichen Teil.

 

Abwägung der Stellungnahmen

 

Der Rat bescheidet im Rahmen des Satzungsbeschlusses sowohl die Stellungnahmen aus der förmlichen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange gem. §§ 3 Abs. 2 und 4 Abs. 2 BauGB als auch die Stellungnahmen aus der erneuten Beteiligung gem. § 4 a Abs. 3 BauGB:

Im Zeitraum der förmlichen Beteiligung gem. § 4 Abs. BauGB sind seitens der beteiligten Träger öffentlicher Belange und sonstiger Verbände vier Stellungnahmen eingegangen. Seitens der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 2 BauGB sind 25 Stellungnahmen eingegangen. Diese Stellungnahmen wurden dem BA im Rahmen des Beschlusses über die erneute öffentliche Auslegung vorgelegt (siehe Vorlage Nr. FB61/1724/19).

Der Bauausschuss hat am 05.12.2019 die Stellungnahmen gesichtet und die Bescheidung der Anregungen gemäß dem Vorschlag der Verwaltung beschlossen.

Nachfolgend werden kurz die wesentlichen Inhalte der Eingaben dargestellt.

Die Stellungnahmen, die seitens der Öffentlichkeit im Rahmen der öffentlichen Auslegung vorgebracht wurden, sprechen sich weitestgehend gegen die Errichtung der geplanten E-Ladestation aus. Als Begründung dafür werden unter Anderem der Zweifel an der Sinnhaftigkeit und Zukunftsfähigkeit der Antriebstechnik sowie an dem gewählten Standort in Hanglage genannt. Es wird darauf hingewiesen, dass der Stand der Technik noch nicht ausgereift sei und die Hanglage der Zietenterrassen zu großen Problemen im Betriebsablauf führen würden. Diesen Anregungen kann nicht gefolgt werden. 2017 wurde durch die GöVB eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die die Einführung der Elektromobilität im Stadtbusverkehr in Göttingen untersucht. Die Studie untersuchte verschiedene Varianten zur Antriebstechnik (Batteriebusse, Hybridbusse, Brennstoffzellenbusse) und den Lademöglichkeiten sowie die damit verbundenen Kosten. Die Variante der Einführung von reinen Batteriebussen mit Ladestellen auf dem Betriebshof sowie an den Endhaltestellen wurde empfohlen und durch den Rat der Stadt Göttingen am 18.08.2017 beschlossen. Der Einsatz von Elektrobussen hat die drastische Reduzierung von Lärm- und Schadstoffemissionen lokal im Einsatzgebiet Göttingen als Ziel. Der Einsatz der heute vorhandenen Technik führt insofern zu einer lokalen Verbesserung der Umweltsituation. Second-Life-Konzepte für die Batterien werden derzeit erarbeitet. Die GöVB wird bis 2024 24 Elektrobusse mit der heute vorhandenen Technik einsetzen. Danach muss beurteilt werden, ob das Konzept so weiterverfolgt werden soll oder ob es bis dahin eine bessere und marktfähige Technologie gibt.

Ebenfalls kritisiert wird der geplante Eingriff in die Natur sowie die möglichen Auswirkungen des Busverkehrs und der Ladevorgänge für die Anwohner (Lärm, elektromagnetische Strahlung, erhöhtes Verkehrsaufkommen). Der Eingriff in die Natur wird im Detail im Rahmen der Umweltprüfung untersucht und im Umweltbericht dargestellt. Da die Eingriffe nicht vollständig im Plangebiet kompensiert werden können, wird der Geltungsbereich des Bebauungsplans um zwei externe Plangebiete erweitert. Am Rande von Ackerflächen, die sich ca. 1 km südlich von Geismar befinden, sollen im Rahmen des Grüngürtelkonzeptes Blühstreifen, Strauchhecken und eine Gras-Krautfluren mit Strauchinseln angelegt werden.

Aufgrund eines Hinweises wurde am 15.12.2019 eine Begehung des Plangebiets zur Untersuchung der Fläche auf ein Haselmausvorkommen durchgeführt. Es konnten keine Spuren gefunden werden, die auf ein vorkommen der geschützten Art hinweisen. Um dennoch einen möglichen Schaden vorzubeugen, wurde ein entsprechender Hinweis in die Planzeichnung aufgenommen.

Die möglichen Auswirkungen von Lärm auf die Anwohner wurde in einem schalltechnischen Gutachten ausführlich untersucht. Im Rahmen einer schalltechnischen Untersuchung wurde nachgewiesen, dass es im Worst-Case an einzelnen Fassadenabschnitten der unmittelbar angrenzenden Wohnbebauung (Grete-Henry-Straße 1) zu einer Überschreitung der Grenzwerte der 16. BImSchV kommen kann. Die Annahme des Worst-Case ist allein den Regelwerken geschuldet. Es steht bereits fest, dass der Worst-Case nicht eintreffen wird, da nie alle 4 Ladestationen errichtet und gleichzeitig von Dieselbussen, anstellen von leiseren E-Bussen genutzt werden.

Nichts destotrotz besteht für den Fall, dass die Grenzwerte der 16. BImSchV überschritten werden, dem Grunde nach Anspruch auf passiven Schallschutz (z.B. Schallschutzfenster in Verbindung mit Lüftern für Schlafräume). Sofern ein Rechtsanspruch gem. 16. BImschV vorliegt, hat die Stadt die Kosten zu übernehmen.

Die Stadt wird ferner auf freiwilliger Basis die Kosten für entsprechenden Schallschutz übernehmen, wenn durch den Verkehrslärm in der Summe (Gesamtlärmbetrachtung) bereits die Immissionsgrenzwerte der 16. BImSchV überschritten sind bzw. künftig überschritten werden und wenn sich die Situation durch den Neubau der Ladestation weiter verschlechtert. Sollte dies bei Aufenthaltsräumen eintreten, müssten hierfür ggf. weitere Fenster des unmittelbar angrenzenden Gebäudes Grete-Henry-Straße Nr. 1 auf Kosten der Stadt ausgetauscht werden.

 

Im Nachgang des ersten Satzungsbeschlusses wurde eine weitere schalltechnische Stellungnahme durch das Gutachterbüro GTA erarbeitet, die die möglichen Immissionen der E-Ladestation nach TA Lärm betrachtet. Diese Untersuchung hat ergeben, dass die Immissionsgrenzwerte an allen Immissionsorten eingehalten werden und die E-Ladestation aus Sicht des anlagenbezogenen Geräuschimmissionsschutzes als konfliktfrei zu betrachten ist. Organisatorische Maßnahmen zur Verringerung der Immissionen sind nicht erforderlich. Alle Linien, die an der Grete-Henry-Straße ihre Endhaltestelle haben, werden sukzessive mit reinen E-Bussen ausgestattet, sodass die Lärmbelastung in der Grete-Henry-Straße und der Schöneberger Straße sinkt. Den Einwänden bezüglich des Lärms kann demnach nicht gefolgt werden, ebenso wie den Bedenken bezüglich möglicher elektromagnetischer Strahlung. Am 22. August 2013 ist die Verordnung der Vorschriften über elektromagnetische Felder – die 26. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) in Kraft getreten. Diese regelt die Grenzwerte für elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder. Die Grenzwerte sind wissenschaftsbasiert und beruhen auf Empfehlungen internationaler wissenschaftlicher Gremien. Im Rahmen des Bauantragsverfahrens für die Ladestation muss der Antragsteller nachweisen, dass die Anforderungen der 26. BImSchV eingehalten werden. Eine Anlage, die die geforderten Grenzwerte nicht einhält, ist nicht zulässig. Dies wird durch die untere Immissionsschutzbehörde überprüft.

 

Die Hinweise der Leitungsträger (EnergieNetz Mitte GmbH und NRM Netzdienste) über bestehende Versorgungsleitungen sind zur Kenntnis genommen worden. Die Stadtwerke Göttingen weisen auf eine bestehende Wasser-Transportleitung im Geltungsbereich hin, die das Stadtgebiet Göttingen-Geismar mit Trinkwasser versorgt. Diese darf in einem Schutzstreifen von 8 m (laut Stellungnahme 6 m) weder überbaut noch überpflanzt werden. Der erste Bebauungsplanentwurf stand mit seinen textlichen und zeichnerischen Festsetzungen dieser Anregung entgegen, indem er Baumstandorte innerhalb des Schutzstreifens vorgesehen hat. Entsprechende Änderung wurden in die Planzeichnung sowie in die textlichen Festsetzungen übernommen und sind dem vorliegenden Bebauungsplanentwurfs zu entnehmen. Aufgrund dieser Änderungen musste eine erneute öffentliche Auslegung gem. § 3 Abs. 2 BauGB sowie eine erneute Beteiligung der Träger öffentlicher Belange gem. § 4 Abs. 2 BauGB erfolgen.

 

Im Zeitraum der erneuten Auslegung gem. § 4a Abs. 3 BauGB sind seitens der beteiligten Träger öffentlicher Belange und sonstiger Verbände drei Stellungnahmen eingegangen. Seitens der Öffentlichkeit sind keine Stellungnahmen eingegangen. Alle Stellungnahmen der erneuten öffentlichen Auslegung sind mit den Stellungnahmen der öffentlichen Auslegung gem. § 3 Abs. 2 und § 4 Abs. 2 BauGB in einer Abwägungstabelle, die der Vorlage als Anlage beigefügt ist, aufgeführt. Die Stellungnahmen, die im Rahmen der öffentlichen Auslegung gem. § 4a Abs. 3 BauGB eingegangen sind, sind farblich hervorgehoben.

 

Das LGLN weist darauf hin, dass für einen Teil der überplanten Flächen (u.a. Flächen der Kompensationsmaßnahmen) noch keine Luftbildrecherche stattgefunden hat. Auf diesen Flächen kann eine Kampfmittelbelastung nicht ausgeschlossen werden. Ein entsprechender Hinweis wurde auf der Planzeichnung unter Hinweisen ergänzt.

 

Darüber hinaus wurden keine Hinweise oder Anregungen vorgebracht.

 

 

Satzungsbeschluss

 

Nach Prüfung und Abwägung, der während der erneuten Auslegung eingegangen Stellungnahmen, ergaben sich keine Änderungen der Festsetzungen des Bebauungsplans. Lediglich der Hinweis zum Verdacht auf Kampfmittel wurde zum Satzungsbeschluss noch in die Planzeichnung aufgenommen. Daher kann der Bebauungsplan gem. § 10 Abs. 1 BauGB als Satzung beschlossen werden. In der Begründung zum Bebauungsplan wurden kleinere Änderungen oder Ergänzungen vorgenommen, welche aus Hinweisen oder Anregungen der eingegangenen Stellungnahmen resultieren oder einer deutlichen Darstellung von Sachverhalten dienen. Diese Anpassungen sind in der Begründung entsprechend gekennzeichnet. Es handelt sich nicht um Änderungen oder Ergänzungen, welche gemäß § 4a Abs. 3 Satz 1 BauGB eine weitere erneute öffentliche Auslegung erfordern.

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

 Nein

 

 siehe Anlage

 

Anlagen:

 

-          Bescheidung der Anregungen (Tabelle) – Anonymisiert (öffentlich)

-          Bescheidung der Anregungen (Tabelle) – (nicht öffentlich) *

-          Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange/sonstiger Verbände (nicht öffentlich) *

-          Stellungnahmen der Öffentlichkeit (nicht öffentlich) *

-          Finanzielle Auswirkungen

-          Auszug Planzeichnung

-          Auszug textliche Festsetzungen

-          Bebauungsplan mit textlichen Festsetzungen *

-          Begründung mit Umweltbericht und Untersuchung der Haselmaus

-          Schalltechnisches Gutachten *

-          Schalltechnische Stellungnahme zum Gutachten (Stand: 20.05.2019) *

-          Schalltechnische Stellungnahme zum Gutachten (Stand: 28.05.2020) *

-          Elektromobilität im Stadtbusverkehr Göttingen – Machbarkeitsstudie 2017 *

 

*Die gekennzeichneten Anlagen sind nur im Ratsinformationssystem ALLRIS als Anlage hinterlegt und beim Fachdienst Stadt- und Verkehrsplanung einsehbar.

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 10 1 öffentlich Bescheidung der Anregungen (Tabelle) - Anonymisiert (öffentlich) (1398 KB)      
Anlage 7 5 öffentlich Finanzielle Auswirkungen (188 KB)      
Anlage 8 6 öffentlich Auszug Planzeichnung (817 KB)      
Anlage 9 7 öffentlich Auszug textliche Festsetzungen (410 KB)      
Anlage 12 8 öffentlich Bebauungsplan mit textlichen Festsetzungen (1379 KB)      
Anlage 13 9 öffentlich Begründung mit Umweltbericht und Untersuchung der Haselmaus (5911 KB)      
Anlage 3 10 öffentlich Schalltechnisches Gutachten (500 KB)      
Anlage 4 11 öffentlich Schalltechnische Stellungnahme zum Gutachten (Stand: 20.05.2019) (409 KB)      
Anlage 5 12 öffentlich Schalltechnische Stellungnahme zum Gutachten (Stand: 28.05.2020) (441 KB)      
Anlage 6 13 öffentlich Elektromobilität im Stadtbusverkehr in Göttingen - Machbarkeitsstudie 2017 (3591 KB)      
Stammbaum:
FB61/1758/20   Bebauungsplan Göttingen-Geismar Nr. 46 "E-Ladestation Grete-Henry-Straße" - Bescheidung der Anregungen - Satzungsbeschluss   61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
FB61/1758/20-1   Bebauungsplan Göttingen-Geismar Nr. 46 "E-Ladestation Grete-Henry-Straße" - Bescheidung der Anregungen - Satzungsbeschluss   61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
 
 

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