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Betreff: Bebauungsplan Göttingen-Weende Nr. 61
"Wohnpark Junkerberg"
- Zustimmung zum Entwurf und zur öffentlichen Auslegung
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ortsrat Weende/Deppoldshausen
12.12.2019 
24. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Weende/Deppoldshausen ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke
09.01.2020 
49. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag: 

 

1. Dem Entwurf des Bebauungsplans Göttingen-Weende Nr. 61 „Wohnpark Junkerberg“ und seiner Begründung wird zugestimmt.

 

2. Die Verwaltung wird beauftragt, für den o. g. Bebauungsplan die öffentliche Auslegung gem. § 3 Abs. 2 BauGB sowie die Beteiligung der Behörden gem. § 4 Abs. 2 BauGB durchzuführen.

 

3. Ziele und Zwecke der Planung:

 Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Entwicklung eines Wohngebietes mit Geschosswohnungsbau mit ca. 40 WE, davon 30% als öffentlich geförderter Wohnraum

 Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzung für eine Einrichtung für Seniorenwohnen und Senioren-Tagesbetreuung

 planungsrechtliche Absicherung der vorhandenen Kindertagesstätte

 Festsetzung der öffentlichen Verkehrsflächen zur Erschließung des Gebiets

 Festsetzung eines Allgemeinen Wohngebiets gem. § 4 BauNVO

 

4. Geltungsbereich:

Das Plangebiet befindet sich im Norden des Göttinger Stadtgebiets in der Gemarkung Weende. Es liegt am Rande der vorhandenen Wohnbebauung des Ortsteils Weende-Nord am Friedhof Junkerberg, Ecke Friedrich-Rettig-Weg und Heinrich-A.-Zachariä-Bogen. Das Plangebiet hat einschl. der Verkehrsflächen eine Größe von rd. 8.500 m².

Maßgeblich ist die zeichnerische Darstellung im Maßstab 1:500.

Begründung:

 

Der Aufstellungsbeschluss für diesen Bebauungsplan wurde im Ortsrat Weende am 17.05.2018, im Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke am 24.05.2018 und im Verwaltungsausschuss am 28.05.2018 gefasst. Der Beschluss wurde am 06.06.2018 im Amtsblatt der Stadt Göttingen bekannt gemacht.

 

Am 13.06.2018 fand im Fachdienst Stadt- und Verkehrsplanung die frühzeitige Bürgerbeteiligung gem. § 3 Abs. 1 BauGB statt. Zu dieser Veranstaltung erschienen keine Bürger.

 

Neben der Seniorenwohn- und Betreuungseinrichtung sowie der Absicherung einer bestehenden Kindertagesstätte sah der Entwurf der dem Aufstellungsbeschluss zugrunde lag eine Wohnbebauung mit zwei dreigeschossigen Gebäuderiegeln vor.

 

Die Vertreter der Städtischen Wohnungsbau, die das Projekt realisieren wollen und das Grundstück mittlerweile erworben haben, stellten am 15.11.2018 ihre Entwürfe eines alternativen Bebauungskonzepts im Ortsrat Weende vor.

 

Die Vorstellungen der städtischen Wohnungsbau weichen von den im Aufstellungsbeschluss genannten Zielen ab. Geplant wird nun ein Ensemble von 2 x 2 Punkthäusern, die jeweils über ein gemeinsames Treppenhaus erschlossen werden. Dabei hat das näher am Friedrich-Rettig-Weg liegende Duo drei und fünf Geschosse, das weiter zurück liegende vier und sechs Geschosse. Insgesamt sollen mit dieser Bebauung etwa 40 Wohnungen unterschiedlicher Größen entstehen. Die Gebäudehöhen liegen bezogen auf das umgebende Erdreich bei 10,50 m für das dreigeschossige Gebäude und 19,0 m für das sechsgeschossige Gebäude. Ein 30%er Wohnungsanteil ist dem sozialen Wohnungsbau vorbehalten. Gem. Stellplatzsatzung der Stadt Göttingen sind für 40 Wohnungen im Geschosswohnungsbau pro Wohnung 0,7 Stellplätze anzusetzen, insgesamt also 28. Der Entwurf des Bebauungsplans lässt durch die Festsetzung der Flächen für Stellplätze allerdings eine größere Anzahl zu, so dass auch ebenerdig 1 Stellplatz je WE realisiert werden kann.

 

Durch die Bereitstellung der erforderlichen Stellplätze auf dem Baugrundstück und den verhältnismäßig geringen mit der Bebauung einhergehenden Fahrzeugbewegungen sind  Probleme sowohl beim ruhenden als auch beim fließenden Verkehr nicht zu erwarten.

 

Ein Schallgutachten untersucht die Schalleinwirkungen auf das Gebiet. Für die bauleitplanerische Fragestellung sind in erster Linie die Schallemissionen der ca. 900 m Luftlinie weiter westlich liegenden Bahntrasse zu berücksichtigen. Als Ergebnis des Schallgutachtens werden in den Bebauungsplan textliche Festsetzungen zum Schallschutz aufgenommen.

 

Die Bearbeitung dieses Bebauungsplans musste zunächst zurückgestellt werden, damit ein Gutachten über die Auswirkungen der durch das Bauvorhaben verursachten, verstärkten Einleitungen von Oberflächen(Regen-)wasser in das nördlich von Weende-Nord in einer Senke liegende, geschützte Feuchtbiotop zu erstellen. Das Gutachten liegt nun vor und kommt zu dem Ergebnis, dass die Regenwassereinleitung prinzipiell möglich ist. Allerdings ist im Baugebiet auf den Privatgrundstücken eine Regenrückhaltung vorzusehen.

 

Der Eingriff im Plangebiet soll durch Pflanzmaßnahmen im Gebiet und durch Aufwertungsmaßnahmen im Umfeld des Feuchtbiotops ausgeglichen werden. Der Bebauungsplan enthält hierzu entsprechende Festsetzungen.

 

Die städtische Wohnungsbau verpflichtet sich in einem städtebaulichen Vertrag, die Erschließung (Straßen und Kanalbau) herzustellen und der Stadt zu übertragen sowie die Kosten für die Aufwertung des Stillgewässers (externe Ausgleichsmaßnahme) zu übernehmen.

 

Die Fläche wird im wirksamen Flächennutzungsplan 2017 der Stadt Göttingen als Wohnbaufläche dargestellt. Der Bebauungsplan ist somit aus dem Flächennutzungsplan entwickelt.

 

Der anstehende Verfahrensschritt ist die Zustimmung der politischen Gremien zum Entwurf des Bebauungsplans und seiner Begründung sowie zur öffentlichen Auslegung des Plans und Beteiligung der Behörden und Verbände gemäß Baugesetzbuch.

Finanzielle Auswirkungen:

 

X Nein

 

 siehe Anlage

Anlagen:

      Auszug Planzeichnung

      Auszug Textl. Festsetzungen

      Begründung mit Umweltbericht

      Schallgutachten*

      Gutachten für das geschützte Feuchtbiotop auf dem Gelände des Friedhofs Junkerberg*

      Gutachten zum Vorkommen von Brutvögeln, Fledermäusen und Zauneidechsen Teil I Text*

      Gutachten zum Vorkommen von Brutvögeln, Fledermäusen und Zauneidechsen Teil II Lageplan*

      Historische Nutzungsrecherche zu möglichen Bodenkontaminationen*

      Orientierende Altlastenuntersuchen (Bodenbeprobung)*

*Diese Unterlagen sind aufgrund des Umfangs nicht in Papierform beigefügt, können aber im Ratsinformationssystem, auf der Internetseite der Stadt und beim FD Stadt- und Verkehrsplanung, eingesehen werden.

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 9 1 öffentlich wee061_2019-11-28_Planzeichung_EB_Stand 28.11.2019 (525 KB)      
Anlage 7 2 öffentlich B-Plan Nr. 61_WP Junkerberg_Entwurf_textl Fests_19-11-2019 Stand 28.11.2019 (511 KB)      
Anlage 11 3 öffentlich B-Plan Nr. 61_WP Junkerberg_Entwurf_Begründung_19-11-2019 (3069 KB)      
Anlage 2 4 öffentlich Gutachten zum Vorkommen von Brutvögeln, Fledermäusen und Zauneidechsen Teil I Text (2670 KB)      
Anlage 3 5 öffentlich Gutachten zum Vorkommen von Brutvögeln, Fledermäusen und Zauneidechsen Teil II Lageplan (317 KB)      
Anlage 4 6 öffentlich Historische Nutzungsrecherche zu möglichen Bodenkontaminationen (2758 KB)      
Anlage 5 7 öffentlich Orientierende Altalstenuntersuchungen (Bodenbeprobung) (1153 KB)      
Anlage 6 8 öffentlich wee061_2019-11-28_Klimacheckliste_EB (116 KB)      
Anlage 12 9 öffentlich wee061_2019-11-28_Umweltbericht_mitAnhang_EB_Stand 28.11.2019 (2100 KB)      
Anlage 8 10 öffentlich Umweltbericht Bestands- und Konfliktplan (671 KB)      
Anlage 10 11 öffentlich Schallgutachten (12944 KB)      
Anlage 1 12 öffentlich Gutachten für das geschützte Feuchtbiotop auf dem Gelände des Friedhof Junkerberg (2329 KB)      
 
 

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