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Betreff: Bebauungsplan Göttingen-Grone Nr. 22 "Siekhöhe", 6. Änderung
- Aufstellungsbeschluss
- Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung Beteiligt:11-Verwaltungsstellen
Beratungsfolge:
Ortsrat Grone Vorberatung
26.09.2019 
24. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Grone vertagt (zurückgestellt)   
05.11.2019 
25. -außerordentliche(n)- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Grone ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
24.10.2019 
46. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke      
Ortsrat Grone
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag: 

 

  1. Für den nachfolgend aufgeführten Geltungsbereich wird der Aufstellungsbeschluss gem. § 2 Abs. 1 BauGB für den Bebauungsplan Göttingen-Grone Nr. 22, „Siekhöhe“, 6. Änderung gefasst.

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, für den o. g. Bebauungsplan das erforderliche Verfahren mit Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden gem. § 3 Abs. 1 und § 4 Abs. 1 BauGB einzuleiten.

 

  1. Ziele und Zwecke der Planung:
  • Weiterhin Festsetzung eines Gewerbegebiets gem. § 8 Baunutzungsverordnung (BauNVO)
  • Erhöhung der Nutzbarkeit der GE-Fläche durch

-          Anhebung der maximal zulässigen Vollgeschosse von IV auf VII

-          Anhebung der max. zulässigen Geschossflächenzahl GFZ von 1,2 auf 2,4

 

  1. Geltungsbereich:

Der Geltungsbereich wird im Norden und Osten durch die Straßenmitte der Straße „Herbert-Quand-Straße“, im Süden durch die Straßenmitte der Straße „Anna-Vandenhoeck-Ring“ und im Westen durch den angrenzenden öffentlichen Grünzug am Gewässer „Rehbach“ begrenzt.

 

Maßgeblich ist der Bebauungsplan im Maßstab 1:500

 

Begründung:

 

Planungsanlass

Das seit mehr als 15 Jahren brachliegende Grundstück Herbert-Quand-Straße 1, eine ehemalige Liegenschaft der „Securenta AG/Göttinger Gruppe“, soll durch den neuen Eigentümer zu einem Technologie- und Wirtschaftspark - InnovationsQuartier Grone-West - entwickelt werden.

Ziele und Zwecke der Planung

Ziel ist die Errichtung von mehreren Gebäuden mit unterschiedlichen Geschossigkeiten (3 - 7 Vollgeschosse + Staffelgeschoss), die im Wesentlichen eine Büro-, Labor- und daran angelehnte diestleistungsorientierte Nutzungen beheimaten sollen (siehe anliegendes städtebauliche Konzept).

Es soll weiterhin ein Gewerbegebiet (GE) gem. § 8 BauNVO festgesetzt werden.

Insgesamt sollen nach derzeitigem Planungsstand ca. 16.000 m² Bruttogrundfläche (GR) durch die Gebäude realisiert werden. Damit ist das Vorhaben bezüglich der heute festgesetzten Grundflächenzahl (GRZ) von 0,6 umsetzbar.

Allerdings ist es notwendig, die derzeit maximal zulässige GFZ von 1,4 auf 2,4 zu erhöhen. Dies ist die nach § 17 Baunutzungsverordnung (BauNVO) zulässige Obergrenze für ein Gewerbegebiet.

Parallel soll auch die max. zulässige Vollgeschosszahl von 4 auf 7 erhöht werden.

Damit wird auch das Ziel verfolgt, die Nutzungen auf den hier vorhandenen gewerblichen Bauflächen zu intensivieren; eine Nachverdichtung erfolgt insbesondere durch Entwicklung in die Höhe.

Eine mögliche Festsetzung der max. Bauhöhe über Normalhöhennull (NHN) ist im weiteren Verfahren zu prüfen.

Mit der Erhöhung des Maßes der baulichen Nutzung ist sichergestellt, dass auch unterschiedliche Gebäudetypologien entwickelt werden können, die ein abwechslungsreiches städtebauliches und architektonisches Bild ermöglichen.

Hinsichtlich der Gebäudetypologie ist der Bau eines Hochhauses mit bis zu 15 Geschossen in die Überlegungen i. R. der Entwicklung des Grundstückes eingeflossen. Diese Option soll aktuell mit der Änderung des Bebauungsplans nicht zum Tragen kommen. Hierzu wäre in einem ergänzenden Verfahren (z. B. vorhabenbezogener Bebauungsplan) das notwendige Planrecht zu schaffen. Die Vorhabenträgerin wird zunächst prüfen, ob die von ihm vorgesehene Hochhausbebauung rechtlich und wirtschaftlich umsetzbar ist.

Im Verfahren müssen weitere Belange, die der aktuelle Bebauungsplan u. a. regelt, geprüft und die Festsetzungen ggf. an die heutigen Anforderungen angepasst werden:

  • Immissionsschutzfestsetzungen
  • Festsetzungen und Regelungen zu grünordnerischen Maßnahmen
  • mögliche verkehrliche Auswirkungen
  • Ausschluss Einzelhandel gem. Einzelhandelskonzept
  • geringfügige Änderung der Lage der Baugrenzen
  • Verbesserung der Anbindung (Fuß- und Radverkehr)

 

Verfahren

Auf Grund des aktuellen Planungsstandes reicht die bisherige Festsetzung der GRZ von 0,6 aus (s. o.). Damit lässt sich das Änderungsverfahren noch im beschleunigten Verfahren gem. § 13a BauGB durchführen.

Bei der Planung im Bestand handelt es sich um eine Maßnahme der Innenentwicklung. Der Schwellenwert gem. § 13 a Abs. 1 Nr. 1 BauGB von 20.000 m² soll nicht überschritten werden. Der Geltungsbereich des Bebauungsplans umfasst eine Fläche von ca. 3,5 ha. Der Bebauungsplan wird nicht in einem engen sachlichen, räumlichen und zeitlichen Zusammenhang mit weiteren Bebauungsplänen aufgestellt. Es liegen ferner keine der in § 13 Abs. 1 BauGB genannten Ausschlussgründe vor (Zulässigkeit von UVP-pflichten Vorhaben, Beeinträchtigungen von FFH-Gebieten und Vogelschutzgebieten). Ebenso gibt es keine Hinweise, dass bei der Planung Pflichten zur Vermeidung oder Begrenzung der Auswirkungen von schweren Unfällen nach § 50 Satz 1 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes zu beachten sind.

Verhältnis zum Flächennutzungsplan

Der Flächennutzungsplan 2017 stellt für den Geltungsbereich des Änderungsverfahrens eine gewerbliche Baufläche dar. Damit wird der Bebauungsplan gem. § 8 Abs. 2 BauGB aus dem Flächennutzungsplan entwickelt.

Finanzielle Auswirkungen

Mit der Grundstückseigentümerin wird eine Planungskostenvereinbarung geschlossen. Dieser Vertrag soll die Kostenträgerschaft für dieses Bauleitplanverfahren regeln; die Vorhabenträgerin verpflichtet sich durch diesen Vertrag, die Kosten für die Durchführung des Bebauungsplanverfahrens und der sonstigen hierfür erforderlichen Fachplanungen zu tragen. Zugleich können damit auch die Voraussetzungen für einen ggfs. erforderlichen künftigen, noch abzuschließenden, Städtebaulichen Vertrag geschaffen werden.

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

 Nein

 

 siehe Anlage

 

 

 

Anlagen:

 

  • Übersichtsplan Geltungsbereich (o. Maßstab)
  • Entwicklungskonzept Technologie- und Wirtschaftspark - „InnovationsQuartier Grone-West“

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Übersichtsplan Geltuntgsbereich (M 1:500) (531 KB)      
Anlage 3 2 öffentlich Entwicklungskonzept Technologie- und Wirtschaftspark - "Innovationsquartier Grone-West"_II (322 KB)      
Anlage 2 3 öffentlich Entwicklungskonzept Technologie- und Wirtschaftspark - "Innovationsquartier Grone-West"_I (2697 KB)      
 
 

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