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Betreff: „Finanzielle Absicherung der Mädchenarbeit bei KORE e.V.“ (Antrag des Mitglieds im JHA Ursula Koch vom 13.06.2019)
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:51-Fachbereich Jugend   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Entscheidung
12.09.2019 
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag: 

 

Die Stellungnahme der Verwaltung wird zustimmend zur Kenntnis genommen.

Stellungnahme der Verwaltung: 

 

Frau Ursula Koch als Mitglied im JHA hat den in der Anlage beigefügten Antrag zur Sitzung des JHA am 13.06.2019 gestellt.

 

Einstimmig beschlossen wurde ein Änderungsantrag mit folgendem Beschlussvorschlag:

„Die Verwaltung wird beauftragt, für die offene Jugendarbeit für Mädchen bei KORE e.V. einen Leistungs- und Budgetvertrag zu verhandeln und dem Jugendhilfeausschuss zum Beschluss vorzulegen.“

 

Die Verwaltung hat daraufhin am 01.07. und 13.08.19 Gespräche mit Vertreterinnen des KORE e.V. geführt.

 

Es ist bekannt, dass die Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, in denen alle Geschlechter gleichermaßen Zutritt haben, trotz vorhandener geschlechtersensibler Arbeit und besonderen Angeboten für Mädchen von deutlich mehr Jungen als Mädchen besucht werden. Gemischtgeschlechtliche Einrichtungen/ Angebote werden wegen bestehender Schwellenängste von Mädchen teilweise sogar grundsätzlich gemieden.

 

Ursache dafür sind zu wenige Schutzräume, Erprobungsmöglichkeiten und fehlendes Selbstbewusstsein bei Mädchen, sich in bisher von Jungen dominierten Räumen zu bewegen und zu behaupten. Dieser strukturellen Benachteiligung von Mädchen/ jungen Frauen will KORE e.V. entgegenwirken, indem Mädchen ermöglicht werden soll, Schwellenängste abzubauen mit dem Ziel, dass die Mädchen selbstbewusst auch gemischtgeschlechtliche Einrichtungen besuchen und entsprechende Angebote annehmen. Dies soll an einem Ort stattfinden, der Mädchen/ jungen Frauen als Freiraum für Selbstbestimmung, Erprobung und Stärkung von Selbstbewusstsein zur Verfügung steht als niedrigschwelliger Anlaufpunkt für Mädchen/ junge Frauen aus dem gesamten Stadtgebiet, mit und ohne Migrationshintergrund.

 

In Kore soll ein solches Angebot in Form eines regelmäßigen offenen Treffs mit Vernetzungs-/ Vermittlungskomponenten etabliert werden.

 

Eine sozialpädagogische Fachkraft soll die regelmäßige pädagogische Arbeit mit den Mädchen im Rahmen von offener Kinder-und Jugendarbeit bei KORE e.V.

 etablieren, regelmäßig betreuen und ausbauen

 

 Ehrenamtlichen und Honorarkräfte in der Einrichtung koordinieren,

 Vernetzungsarbeit leisten,

 Öffentlichkeitsarbeit organisieren,

 Mittelakquise betreiben.

 

Wenngleich die Verwaltung den Aufbau eines niedrigschwelligen sozialpädagogisch betreuten offenen Angebots für Mädchen als sinnvoll ansieht, kann aufgrund der finanziellen Auswirkungen für die Haushalte der kommenden Jahre über den Antrag nur im Rahmen der Haushaltsberatungen entschieden werden.

 

Ferner ist mit den Vertreterinnen des KORE e.V. Einigkeit darüber erzielt worden, dass die Absicherung der Mädchenarbeit dabei nicht durch den Abschluss eines Leistungs- und Budgetvertrages wie z.B. für die freien Träger in der offenen Jugendarbeit erfolgen kann, weil die (offene) Mädchenarbeit neben Sozialberatung und Bildungsangeboten für Frauen nur ein Teil und nicht Hauptbestandteil des Angebotes bei KORE e.V. darstellt. Ein Leistungs- und Budgetvertrag würde die Förderung/ Finanzierung des gesamten Angebotes von KORE e.V. (Miete, Sach- u. Personalkosten) umfassen. Dies trifft derzeit nicht zu und ist aufgrund der beschränkten räumlichen Möglichkeiten dort auch nicht umsetzbar.

 

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Keine

 

 

Anlagen:

 

Antrag vom 13.06.2019

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Antrag Koch (238 KB)      
 
 

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