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Betreff: Anregung gem. § 34 NKomVG betr. "Luftlinientarif der Göttinger Verkehrsbetriebe"
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:01-Referat des Oberbürgermeisters -01.6-Ratsangelegenheiten Beteiligt:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung
    Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH
Beratungsfolge:
Verwaltungsausschuss Kenntnisnahme
Rat Entscheidung
13.09.2019 
23. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Göttingen ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Beschlussvorschlag: 

 

Der Rat der Stadt Göttingen nimmt die Anregung zur Kenntnis.

 

Der Luftlinientarif stellt als Pilotprojekt den Einstieg in das E-Ticketing dar.

Nach 2 Jahren erfolgt eine Evaluation, in der auch diese Anregung mit berücksichtigt werden soll.

 

 

 

Begründung:  

 

In der 21. Sitzung des Rates am 17.05.2019 überreichten zwei Göttinger Bürgerinnen dem Ratsvorsitzenden Henze eine Anregung, die Bezahlmöglichkeit des Tickets des  Luftlinientarif dahingehend zu ändern, damit Personengruppen, die kein Smartphone o.ä. besäßen, bzw. über keine elektronische Zahlungsmöglichkeit verfügten, ebenfalls von dem günstigeren Luftlinientarif profitieren könnten und nicht den regulären Preis zahlen müssten.

 

Sie fordern, dass alle Bürgerinnen und Bürger vom Luftlinientarif gleichermaßen profitieren sollten.

 

Stellungnahme der Verwaltung in Zusammenarbeit mit den Göttinger Verkehrsbetrieben (GöVB):

 

Mit der Einführung des Luftlinientarifs am 15.05.2019 haben die Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH (GöVB) auf den Linien im Stadtverkehr Göttingen den Einstieg in das E-Ticketing vollzogen.

Dieses Smartphone basierte System soll den Zugang zum OPNV, ohne Tarifvorkenntnisse besitzen zu müssen, vereinfachen.

 

Aus der Sicht der GöVB ist das Projekt sehr gut gestartet, was die positiven Rückmeldungen von Fahrgästen in sozialen Medien, Presse und im internen Kundendialogsystem sowie die aktuellen Nutzerzahlen (Stand 25. 06. 2019: 1.994 Registrierungen in der App/ 5.376 Fahrten) belegen.

Der Luftlinientarif ist ein zusätzliches, digitales Tarifsystem, welches für alle Personen und Altersgruppen offen und zugänglich ist. Der Verbreitungsgrad von Smartphones hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen (ca. 65 Mio. Menschen in Deutschland besitzen bereits ein Smartphone - Tendenz steigend).

Unabhängig vom Luftlinientarif wird es auch weiterhin das gesamte Fahrkartensortiment in Papierform geben, so dass kein Fahrgast von der Busnutzung ausgeschlossen wird.

 

Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) als zuständige Genehmigungsbehörde hat diesen Tarif mit Schreiben vom 03. 04.2019 genehmigt. Das Pilotprojekt ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Das vorhandene Tarifangebot bleibt bestehen; die Fahrkarten können nach wie vor beim Fahrpersonal im Bus gekauft werden.

Eine Erweiterung des Gültigkeitsbereiches auf Bovenden und Rosdorf ist für 2020 geplant.

Darüber hinaus ist auch eine Ausweitung auf den Verkehrsverbund Süd-Niedersachen denkbar und möglich.

 

Durch die Einführung des Luftlinientarifs kann außerdem das Fahrpersonal der GöVB stark entlastet werden, da die Verkaufsvorgänge im Bus reduziert, die Beschleunigung der Busse erhöht und Verspätungen minimiert werden. Darüber hinaus kann die Bargeldentsorgung beim Fahrer und in der Fahrscheinabrechnung reduziert werden.

 

Der Luftlinientarif ist nur mit Smartphone und elektr. Bezahlsystem möglich. Andere technische Lösungen sind nicht möglich oder nur unter erhöhtem Aufwand. Der große Vorteil der Entlastung der Busfahrer*innen wäre nicht mehr gegeben, da der Fahrschein dann (weiterhin) beim Busfahrer bzw. der Busfahrerin bezahlt werden müsste.

Anlagen:

 

Anregung vom 17.05.2019

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich AnregungLuftlinientarif-17-05-2019 (99 KB)      
 
 

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