zurück
 
 
Betreff: Antrag der Fraktionen SPD und Grüne des OR Geismar betr. „Planung und Gestaltung der E-Lade-Station für Busse auf den Zietenterrassen“
- Stellungnahme der Verwaltung
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ortsrat Geismar Entscheidung
27.06.2019 
18.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Geismar zur Kenntnis genommen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag: 

 

Die Stellungnahme der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen. Eine erneute Beratung ist nicht erforderlich.

Stellungnahme der Verwaltung: 

 

Die Verwaltung wurde vom Ortsrat in der Sitzung vom 28.02.2019 beauftragt, zu den folgenden Fragen und Anregungen zur Gestaltung der E-Ladestation Stellung zu nehmen.

Hierzu nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

 

1. In den neuen Grünbereich sollen möglichst viele der dort jetzt bereits vorhandenen hochgewachsenen Bäume und anderen Pflanzen integriert werden. Dadurch bleiben nicht nur Eingrünung und Sichtschutz vor der künftigen Ladestation erhalten, sondern auch die vorhandenen Kleinlebensräume von Tieren und anderen Lebewesen.

 

Im Rahmen der Planungen zur E- Ladestation soll die vorhandene Vegetation mit berücksichtigt werden. Aufgrund der baulichen Anforderungen sind jedoch Gehölzverluste insb. im westlichen Bereich nicht zu vermeiden. Ebenso ist mit Verlusten von Sträuchern in den Offenbereichen zu rechnen. Die Sichtschutzfunktion wird mittels Festsetzung von Anpflanzflächen im Bebauungsplan sowie durch Einzelbaumpflanzungen im Einfahrtbereich zur E- Ladestation sichergestellt (siehe Antwort auf Frage 2). 

 

2. Neu eingebrachte Bäume und Sträucher sollten bereits beim Pflanzen so groß gewachsen sein, dass auch sie schon zu Beginn der Umgestaltung einen ergänzenden Sichtschutz für die Bewohnerinnen der umliegenden Häuser bieten.

 

Die Mindestgröße der anzupflanzenden Bäume wird durch Festsetzungen sichergestellt. Im Hinblick auf die Höhe der Ladestation (ca. 5-6m) müssten die Bäume eine entsprechende Höhe bei der Einpflanzung vorweisen. Auf der geplanten Grünfläche ist deshalb u.a. eine Bepflanzung mit Feldahornen vorgesehen, die in Kombination mit Strauchpflanzungen im Bodenbereich einen Sichtschutz gegenüber der E-Ladestation bilden sollen. Feldahorne sind raschwüchsig e Gehölze mit Wuchshöhen von bis zu 15 Metern und 50 cm Aufwuchs im Jahr. Ihre rundliche Kronenform unterstützt dabei den Sichtschutz. Im Bereich des Waldrandes sind sie besonders standortgerecht und für die Tierwelt von hohem ökologischen Wert. Als Alternative kommt der Einsatz von Hainbuchen infrage. Hainbuchen behalten ihr Laub noch bis weit in die Winterperiode, sodass ein Sichtschutz noch in den Wintermonaten gegeben ist. Beide Baumarten sollen als Einzelpflanzungen im Bebauungsplan festgesetzt und durch weitere Strauchpflanzungen ergänzt werden.

 

 

3. Um auch im Winterhalbjahr ausreichend Sichtschutz zu gewährleisten, sollten bei der Neupflanzung der Gehölze (nur heimische, standortgerechte Arten) auf jeden Fall auch Arten ausgewählt werden, die ihr Herbstlaub teilweise bis zum Wiederaustrieb behalten (Buche, Hainbuche) oder immergrün sind (Liguster, evtl. Eibe, Efeu).

 

Die Forderung wird im Bebauungsplan berücksichtigt. Die ausschließliche Anpflanzung von heimischen und standortgerechten Arten wird durch entsprechende Festsetzungen im Bebauungsplan sichergestellt. Beispielsweise wird die Hainbuche in die Pflanzliste mit aufgenommen. Auf die Einstreuung von verschiedenen Gehölzarten wird in der Begründung eingegangen.

 

4. Das Sichtschutzgehölz sollte sich möglichst ungestört entwickeln dürfen. Heimische Lianen (Waldrebe = Clematis vitalba) und Kletterpflanzen (z. B. Efeu) sollten, auch wenn sie sich spontan ansiedeln, nur behutsam oder gar nicht zurückgeschnitten werden, da sie sowohl zur natürlichen Pflanzengemeinschaft gehören als auch zum Sichtschutz beitragen.

 

Die fachgerechte Pflege der Bäume und Sträucher erfolgt durch den städtischen Fachdienst Stadtgrün. Dabei wird auf Spontanvegetation wie Efeu oder Waldrebe Rücksicht genommen.

 

5. Im Randbereich der Fläche, z. B. zur Ladestation und zu den Parkplätzen hin, sollten die vorhandenen „Halbruderalen Gras- und Staudenfluren mittlerer Standorte" (s. Biotopkarte Büro Wette und Gödecke) erhalten werden, um sie an diesem Standort als Lebensräume und Nahrungsbiotope, z. B. für die darauf angewiesenen Insekten- und Vogelarten, zu erhalten.

 

Die derzeitigen Planungen sehen eine Berücksichtigung der vorhandenen Vegetation im Bereich der geplanten E- Ladestation vor. Beispielsweise soll der nitrophile Staudensaum im Bereich der Straße „Vor dem Walde“ sowie die mesophilen Buchenbestände größtenteils erhalten bleiben. Im Umfeld der Ladestationen ist jedoch mit einem Abtrag des Oberbodens im Zuge des Baubetriebs und der Bodenmodellierung zu rechnen. Davon betroffen sind auch die halbruderalen Gras- und Staudenflure. Der abgetragene Oberboden könnte jedoch auf die Fläche aufgebracht werden und der Aufwuchs der Krautschicht im Zuge einer natürlichen Sukzession nach einmaliger Ansaat mittels einer Blühmischung erfolgen. Die Ausgestaltung der Grünfläche erfolgt im Rahmen des Pflanzgebotes und der Eingriffsregelung im Bebauungsplan.

 

6. Die Anzahl der neu zu bauenden Parkplätze sollte sich an der durchschnittlichen Menge der dort im Alltag parkenden Fahrzeuge orientieren.

 

Im Bereich der geplanten Grünfläche sind derzeit sechs PKW- Stellplätze vorgesehen. Eine Erhöhung der Stellplatzzahl ist bislang nicht geplant. Dies würde nur zu einer Reduzierung des Grünanteils auf der Mittelinsel führen, weshalb der Bepflanzung mit standortgerechten Bäumen und Sträuchern  besondere Priorität zugeschrieben wird.

Finanzielle Auswirkungen:

 

 Nein

 

 siehe Anlage

 

 

 

Anlagen:

 

 

-          Antrag der Fraktion SPD und Grüne des OR Geismar betr. „Planung und Gestaltung der E-Lade-Station für Busse auf den Zietenterrassen“

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Antrag der Fraktionen SPD und Grüne E-Ladestation (471 KB)      
 
 

zurück