zurück
 
 
Betreff: "Verbesserung der Verkehrssicherheit auf der GVZ-Straße" (Antrag des Ratsherren Dr. Welter-Schultes für den Rat am 14.12.2018)
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung Beteiligt:67-Fachbereich Stadtgrün und Umwelt
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität Entscheidung
26.03.2019 
- ausgefallen - 23. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität      
Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität Entscheidung
28.05.2019 
24. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität abgelehnt   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag: 

 

Die Stellungnahme der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

 

Die verkehrliche Situation auf der GVZ-Straße wird weiter beobachtet. Weitergehende Maßnahmen wie das Markieren von Schutzstreifen werden (zunächst) nicht umgesetzt.

 

Einer Befassung im Rat bedarf es nicht mehr.

Stellungnahme der Verwaltung:

 

 

Die Straße “Am Güterverkehrszentrum“ (GVZ) wurde in zwei Bauabschnitten in den Jahren 2006 (Güterbahnhofstraße bis Zufahrt Novelis) und 2012 (Zufahrt Novelis bis B 27) zur Erschließung des Logistikstandorts GVZ II gebaut. Der Fokus lag hierbei insbesondere auf der funktionalen und zügigen Abwicklung des Schwerverkehrs in Richtung der anliegenden Bundesfernstraßen (B27 und A7).

Die Straße hat sich aufgrund ihrer Lage im innerstädtischen Straßennetz in den letzten Jahren auch zu einer beliebten Nord-Süd-Verbindung für den Pkw – und Radverkehr entwickelt. Dies ist als unproblematisch einzustufen, da u.a. aufgrund der Straßenraumbreite von 7,00 m die Straße ausreichende Kapazitätsreserven aufweist.

Die aktuelle Verkehrsbelastung (Stand Ende 2016) liegt bei ca. 5.000 Kfz/24 h und ca. 180 Radfahrern/24 h.

Zur seinerzeit gewählten Straßenausbauvariante sei angemerkt, dass es insbesondere im 2. Bauabschnitt erhebliche räumliche Zwänge gab (Bahnanlagen auf der Westseite, vorhandene Bebauung auf der Ostseite), so dass hier Geh – und Radwege nur abschnittsweise hätten hergestellt werden können. Da hierdurch keine durchgehende Verbindung geschaffen werden konnte, wurde generell darauf verzichtet, auch vor dem bereits oben beschriebenen planerischen Fokus auf die Abwicklung des Schwerverkehrs im Zuge der GVZ II- Realisierung.

Eine Verbreiterung des Straßenraums, wie im Antrag als eine mögliche Variante vorgeschlagen, ist aus diesem Grund nicht umsetzbar.

Hinzuweisen ist bei der Diskussion auch auf die bestehende Parallelroute der Weender Landstraße in Nord-Süd-Richtung, die jedem Verkehrsteilnehmer, auch den Radfahrern, offensteht, sofern die GVZ-Straße in ihrer heutigen Ausgestaltung als zu unsicher bzw. unkomfortabel empfunden wird.

Um den Radfahrern eine bessere Situation, d.h. einen (gefühlten) Schutzraum auf der GVZ-Straße zu schaffen, wäre das Abmarkieren von Schutzstreifen für den Radverkehr grundsätzlich möglich. Bei der vorhandenen Fahrbahnbreite von 7,00 m könnten beidseitig Schutzstreifen von je 1,25 m markiert werden, so dass zwischen den Schutzstreifen eine Fahrbahn von 4,50 m (Begegnungsfall Pkw/Pkw) verbliebe. Dies entspricht den Mindestmaßen der Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA 2010).

Da im Bereich von Parkbuchten ein notwendiger Sicherheitstrennstreifen von 0,50 m zu berücksichtigen ist, müsste auf diesen kurzen Abschnitten auf die Markierung des Schutzstreifens verzichtet werden. In diesen Bereichen könnten aber Fahrrad-Piktogramme (analog der Planung Bühlstraße) zur Erhöhung der Aufmerksamkeit markiert werden.

Die Markierungsarbeiten würden Kosten in Höhe von ca. 20.000,- € hervorrufen.

Die Verwaltung sieht in der Maßnahme im Vergleich zu anderen Maßnahmen aus dem Rad-VEP nicht die höchste Priorität und schlägt daher vor, die Situation zunächst weiter zu beobachten.

Sofern die Maßnahme in die Prioritätenliste zur Umsetzung des Rad-VEP aufgenommen werden soll, ist vor der Umsetzung eine Abstimmung mit der GWG vorzunehmen, da die GWG auf dem Abschnitt nördlich von Novelis noch Straßenbaulastträger der GVZ-Straße ist.

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

 Nein

 

 siehe Anlage

 

 

 

Anlagen:

 

Anlage 1 : Lagepläne

Anlage 2 : Antrag und Protokoll der Ratssitzung vom 14.12.2018

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Antrag Welter-Schultes GVZ 2018-12-14 (119 KB)      
Anlage 3 2 öffentlich A002-Am Güterverkehrszentrum - Schutzstreifen_2019-03-01 (1068 KB)      
 
 

zurück