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Betreff: Erneuerung und Ausweitung der städtischen Radverkehrswegweisung
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung Beteiligt:67-Fachbereich Stadtgrün und Umwelt
    66-FB Tiefbau und Bauverwaltung
   69 -Fachbereich "Baubetrieb"
   01-Referat des Oberbürgermeisters -01.2-Strategische Planungen
   32-Fachbereich Ordnung
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität Entscheidung
26.03.2019 
- ausgefallen - 23. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität      
Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität Entscheidung
28.05.2019 
24. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag: 

 

I. Der Ausschuss stimmt dem Bericht der Verwaltung zur Erneuerung und Ausweitung der Radverkehrswegweisung für den Alltagsradverkehr zu.

II. Die Verwaltung wird beauftragt, beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) einen Förderantrag zur Umsetzung zu stellen.

 

 

Begründung:

 

Sachstand

Die Erhöhung des Radverkehrsanteils in Göttingen ist im Klimaplan Verkehrsentwicklung der Stadt Göttingen mit dem Betrachtungszeitraum bis 2025 verankert. Der Radverkehrsentwick­lungsplan (Rad-VEP) konkretisiert das Vorgehen zur Förderung des Radverkehrs und umfasst diverse Maßnahmen, um den Radverkehrsanteil weiter zu steigern. Eine dieser Maßnahmen ist die Überprüfung der Wegweisung für den Radverkehr, die eine wichtige Informations- und Marketingfunktion innehat, ebenso wie die Weiterentwicklung und ggf. Verdichtung. Hierbei liegt der Fokus auf dem regionalen und städtischen Hauptnetz.

Das derzeitige städtische Wegweisungskonzept für den Radverkehr stammt aus dem Jahr 1998 und berücksichtigt die inzwischen durchgeführten Maßnahmen für den Radverkehr sowie aktuelle Planungen nicht ausreichend. Aus diesem Grund wurde die derzeitige Wegweisung im Bestand erfasst und das Konzept weiterentwickelt. Ein klar strukturiertes Zielnetz soll das Alltagsroutennetz sichtbar machen und stärken. Die Vorrangrouten für den Radverkehr, zu denen der Radschnellweg in Göttingen gehört, werden berücksichtigt.

Die touristische Wegweisung ist aufgrund anderer Anforderungen kein Bestandteil der Untersuchung; eine Beschilderung zu den Radfernwegen, insbesondere vom Bahnhof ausgehend, wurde jedoch berücksichtigt.

 

 

 

Vorgehen

Nach der Definition zukünftig zu berücksichtigender Ziele des Alltagsradverkehrs in der Radverkehrswegweisung wurde das zukünftige Zielnetz unter Berücksichtigung des im
Rad-VEP definierten regionalen und städtischen Hauptnetzes entwickelt. Im Rahmen einer Befahrung wurde der bisherige Bestand der Wegweisung erfasst und hinsichtlich Plausibilität und Zustand bewertet. Gleichermaßen wurden entsprechend aktueller Planungen konkrete Pfosten- und Schilderstandorte festgelegt. Das erarbeitete Konzept (Zielliste und Netzplan) wurde mit Hilfe eines Workshops im November 2018 unter externer Beteiligung von ADFC, Greenpeace, Landkreis und Universität überprüft und sofern möglich angepasst.

Um eine lückenlose Anbindung an die Wegweisung des Landkreises zu gewährleisten, hat ein kontinuierlicher Austausch mit dem Landkreis stattgefunden. Die Planung und Umsetzung der Wegweisung außerhalb des Stadtgebietes liegt im Zuständigkeitsbereich des Landkreises.

Die aktuellen Planungsgrundlagen wurden mit dem „Leitfaden zur Radwegweisung in Niedersachsen“ (Land Niedersachsen, 2002) sowie dem „Merkblatt zur wegweisenden Beschilderung für den Radverkehr“ (FGSV, 1998/2018) bei der Konzeption berücksichtigt. Der gesamte Prozess wurde mit gutachterlicher Begleitung durchgeführt.

 

 

Ergebnisse

Die Schilder der Radverkehrswegweisung werden zukünftig einheitlich in Rot beschriftet und werden die empfohlene Standardgröße der Regelwerke aufweisen. In der Tabelle sind die Art und Größe der Wegweiser dargestellt.

 

 

Tabelle 1: Übersicht über Radverkehrswegweiser

#

Art des Wegweisers

Abbildung

Standardgröße

Farb­gebung

1

Tabellenwegweiser (Beispiel)

1000 mm x 250 mm

rot

2

Pfeilwegweiser (Beispiel)

1000 mm x 250 mm

rot

3

Zwischenwegweiser

300 mm x 300 mm

rot

4

Einschieber Radschnellweg (findet am Radschnellweg Verwendung)

200 mm x 200 mm

blau

 

 

 

 

 

 

In zwei Fällen sind Abweichungen von der Standardgröße vorgesehen:

  1. In städtebaulich sensiblen Bereichen sollen kleinere Schildergrößen (800 mm x 200 mm) Verwendung finden. Diese Bereiche sind überwiegend in der Innenstadt verortet.
  2. Wegweiser entlang des Radschnellweges werden aufgrund der Bündelungsfunktion und Bedeutung im Radverkehrsnetz mit 1200 mm x 300 mm größer sein.

 

Am Radschnellweg wird es zudem einen Einschieber mit dem Piktogramm des Radschnellweges geben.

 

Neue Wegweisungsschilder werden, nach Möglichkeit, an bereits bestehenden Pfosten befestigt. Neue Pfostenstandorte befinden sich, wenn möglich, auf stadteigenen Flächen, sodass für diese keine gesonderte Genehmigung erforderlich ist. Für alle anderen Flächen sind Genehmigungen angefragt.

 

 

Zeitplan und weiteres Vorgehen

Für die Einrichtung von Wegweisungssystemen für den Alltagsradverkehr soll über die „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten im kommunalen Umfeld“ ein Förderantrag gestellt werden. Über die Richtlinie sind Zuschüsse in Höhe von 30 bis 40 Prozent möglich. Der Förderantrag für das benötigte Material soll zum 31.03.2019 gestellt werden. Die bauliche Umsetzung ist bei positivem Förderbescheid für Herbst 2019 durch den Baubetriebshof geplant.

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

 Nein

 

 siehe Anlage

 

 

Finanzielle Auswirkungen

 

Für den städtischen Haushalt ergeben sich aus dem Beschluss zur Erneuerung und Ausweitung der städtischen Radverkehrswegweisung Auswirkungen in Höhe von etwa 85.000 €. Die Summe basiert auf Erfahrungswerten anderer Kommunen sowie der Jahresausschreibung des Baubetriebshofs.

Die Mittel stehen unter der Investitionsnummer 6663005028 (60.000,- €) sowie der Investitionsnummer 6163005013 (25.000,- €) zur Verfügung.

Die Umsetzung des Konzeptes erfolgt durch den Baubetriebshof der Stadt Göttingen, diese Kosten werden über die interne Leistungsverrechnung gedeckt.

 

 

Anlagen:

 

- Zielnetz

- Darstellung der finanziellen Auswirkungen

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Zielnetz (24440 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Finanzielle Auswirkungen_Wegweisung_pdf (382 KB)      
 
 

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