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Betreff: Bericht über die Umwandlung der Wilhelm-Hennebergschule in eine Offene Ganztagsschule mit einer Betreuungszeit bis 15.30 Uhr (Prüfauftrag des SchulA aus seiner Sitzung am 25.01.18)
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:40-Fachbereich Schule   
Beratungsfolge:
Schulausschuss
01.03.2018 
10. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Schulausschusses (offen)   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

Der Bericht über die Ergebnisse der Prüfung wird zur Kenntnis genommen.

Begründung:

 

Der Schulausschuss hat in seiner Sitzung am 25.01.2018 folgenden Auftrag erteilt:

 

„Die Verwaltung wird beauftragt, die Errichtung der Hennebergschule als Ganztagsschule weiter zu prüfen. Dazu führt sie klärende Gespräche mit möglichen Partnern für Räume und Betreuung und bauliche Optionen auch für eine provisorische Lösung ab 01.08.2018. Die Ergebnisse werden dem Schulausschuss in der nächsten Sitzung vorgestellt.“

 

Nach Aussage der Schule besteht nunmehr Interesse von 30 Schülerinnen und Schülern an einem Ganztagsplatz bei einer Betreuung bis 15:30 Uhr an vier Wochentagen.

 

Die Verwaltung hat zwei Handlungsvarianten erneut geprüft:

 

  1. die Umwandlung der Wilhelm-Henneberg-Schule (WHS) in eine offene Ganztagsschule (GTS) bis 15.30 Uhr (freitags wird bis 13.00 Uhr unterrichtet) mit einem ergänzenden außerschulischen Angebot bis 17.00 Uhr (Ganztagsschule nach Rahmenkonzept)[1]
  2. die provisorische Einrichtung einer offenen Ganztagsschule montags bis donnerstags bis 15.30 Uhr (freitags wird bis 13.00 Uhr unterrichtet) ohne außerschulisches Angebot

Die provisorische Einrichtung der Ganztagsschule ohne die Perspektive ihrer Einrichtung nach dem Rahmenkonzept bedeutet eine starke Einschränkung der Qualität eines Ganztagsangebots. Auf Dauer wird diese Einschränkung von den Eltern sicher nicht akzeptiert. Deshalb wird zunächst auf die Handlungsvariante 1. eingegangen.

 

1.

 

Zur Frage der Möglichkeit zur Einrichtung einer Ganztagsschule nach städtischem Rahmenkonzept wurden drei Varianten geprüft:

 

1.1  Die notwendigen baulichen Erweiterungen (s. Vorlage zum SchulA 25.1.2018) können auf dem Schulgrundstück hergestellt werden.

1.2  Die notwendigen Räume können von der St. Petri Kirchengemeinde hergestellt und an   die Stadt Göttingen vermietet werden.

1.3  Die notwendigen Räume können je teilweise von der Kirchengemeinde und der Stadt bereitgestellt werden.

Zusätzlich zu den vorhandenen Räumen benötigt werden

 

-          eine Mensa mit 120 m² (inkl. Nebenräumen),

-          zwei JuniorClub Räum (je 40 m²).

Zu 1.1.

 

Die Verwaltung hat noch einmal geprüft, was auf dem Schulgrundstück baulich möglich ist.

 

Prüfergebnis:
Ein Anbau ist auch nach Abriss und Wiederbebauung des Toilettentrakts nicht genehmigungsfähig. Die Baugrenzen sind bereits jetzt überschritten, der Bestandsschutz fiele bei einem Neubau fort und eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans würde nicht erteilt werden.

 

Kosten: entfällt

 

Zu 1.2.

 

Das Kirchenkreisamt Göttingen-Hann. Münden und die St. Petri Gemeinde haben erklärt, dass Baupläne für ein benachbartes Kirchengrundstück bestehen. Die Schule könnte räumlich auch im Interesse der Kirchengemeinde unterstützt werden, da dadurch auch die Räume der Gemeinde besser ausgelastet werden könnten. Ein Gespräch mit dem Kirchenkreisamt/der Kirchengemeinde hat stattgefunden. Ohne der Entscheidung des neu zu wählenden Kirchenvorstands vorzugreifen, sollte bei einer Entscheidung für bauliche Maßnahmen auf dem Kirchengrundstück geprüft werden, ob die Wünsche der Stadt (Mensa: 120 m² zur Mitnutzung durch die Stadt; JuniorClub-Räume:2 X 40 m² zur Alleinnutzung durch die Stadt) berücksichtigt werden können.

 

Ergebnis: Die Bereitstellung der nötigen Räume auf dem Kirchengrundstück wird von Kirche und Stadt geprüft.

 

Kosten: noch keine Aussage möglich.

 

Zu 1.3.

 

Scheidet aus, da bereits Variante 1.11 nicht möglich ist.

 

Fazit:

 

Die Variante 1.2. könnte mit gewissen Erfolgsaussichten weiterverfolgt werden.

 

Zeitplan: Eine feste Aussage, ab wann die zusätzlichen Räume bereitstehen könnten, kann noch nicht gemacht werden Den Eltern, die ihre Kinder zum nächsten Schuljahr anmelden, kann an der WHS voraussichtlich kein Ganztag bis 17:00 Uhr angeboten werden.

 

2.

 

Für die Errichtung des rein schulisch verantworteten Ganztags würden eine vorübergehende Mensalösung und ein Kooperationspartner der Schule für die Ganztagsbetreuung benötigt.

 

2.1.                        Mensa


Hierzu hat die Verwaltung bereits in einer Vorlage zum SchulA am 25.1.2018 Aussagen gemacht.

Der Kirchenvorstand der St. Vinzenz Gemeinde wäre bereit, den Gemeindesaal für 2 Jahre zur Verfügung zu stellen. Seine Größe wäre ausreichend für eine Einnahme des Mittagessens anfangs in einer Schicht, danach in zwei Schichten.
Ein Mietvertrag müsste noch verhandelt werden. Sollte die Übergangszeit länger als 2 Jahre dauern und die Kirchengemeinde keine Vertragsverlängerung wünschen, könnte das Mittagessen in der Mensa der Hainbundschule eingenommen werden.

 

Kosten:

Eine Aussage über die Mietkosten des Gemeindesaals ist noch nicht möglich.

Nach 2 Jahren fielen ggf. 20.000 – 25.000 € Transportkosten/Jahr zur Hainbundschule an.

Fazit:

Ein Mittagstisch für die SuS der GTS könnte ab dem Schuljahr 2018/19 gewährleistet werden, sofern mit der St. Vinzenz-Gemeinde ein Mietvertrag abgeschlossen werden kann.

 

2.2.                        Kooperationspartner

 

-          Die Verwaltung hat noch einmal mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gesprochen, die, wie andere bewährte Kooperationspartner auch, nach erneuter Prüfung eine Ganztagsbetreuung an der WHS ablehnt. Gründe: Für die wenigen Betreuungsstunden bis 15.30 Uhr könne kein pädagogisches Fachpersonal gefunden und so müssten nicht zu akzeptierende Abstriche bei der Qualität der Ganztagsbetreuung gemacht werden.
 

-          Als Kooperationspartner käme auch die Deutsch-Russische-Gesellschaft (DRG) in Betracht, die sich der Schule gegenüber bereit erklärt hat, die Aufgabe zu übernehmen.

 

-          Ein Gespräch zwischen  der Schule und dem Stadtsportbund (SSB) hat ergeben, dass eine Kooperation in Frage käme.
Diese Lösung hätte den Vorteil, dass auch Weender Vereine beteiligt werden könnten. Als Vertragspartner stünde der ASC-Göttingen zur Verfügung, der als anerkannter Träger der Jugendhilfe die pädagogische Expertise mitbrächte und Koordinationsaufgaben übernehmen könnte.

 

 

Fazit:

Die Schule könnte in den nächsten Wochen und rechtzeitig vor Beginn des neuen Schuljahres einen Kooperationspartner benennen. Sie würde sich für den ASC Göttingen entscheiden.

 

Kosten:

Über die Kosten für die Stadt können noch keine verlässlichen Aussagen gemacht werden. Näheres würde der Fachbereich Jugend mit Schule und Kooperationspartner abstimmen.

Das ist erst nach konkreten Vereinbarungen zwischen Schule und Kooperationspartner möglich.

 

 

Gesamtkosten:

Wie oben dargelegt können zu den Kosten noch keine Aussagen getroffen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass für die Einrichtung einer Ganztagsschule an der Wilhelm-Henneberg-Schule derzeit noch keine Mittel in den Haushalt eingestellt sind.

 

Nachrichtlich:

 

Kooperation von Wilhelm-Henneberg-Schule und Hainbundschule

Eine Kooperation der Schulen (s. Verwaltungsvorlage zum 25.1.2018) lehnen diese Schulen ab – auch nach erneutem Gespräch mit der WHS.

Nach den Feststellungen des Schulstättenentwicklungskonzepts besteht an der Hainbundschule ein rechnerischer Raumüberhang von 3 Unterrichts- und 7 Gruppenräumen. Dabei ist die bauliche Entwicklung im Schuleinzugsgebiet bis zum Schuljahr 2021/2022 berücksichtigt. Allerdings stünden die Räume dann nicht für zusätzlichen Bedarf der Schule am Tannenberg zur Verfügung.

Im Schulstättenentwicklungskonzept werden für die Hainbundschule im nächsten Schuljahr 62 Neuaufnahmen in den 1. Jahrgang prognostiziert. Damit blieben noch 16 freie Plätze, ehe eine vierte Parallelklasse eingerichtet werden müsste. Auch dies wäre möglich.

Die AWO könnte an der Hainbundschule bedarfsgerecht weitere JuniorClub-Gruppen einrichten.

Für die Brüder-Grimm-Schule werden zum nächsten Schuljahr 66 Neuaufnahmen prognostiziert. Rechnerisch blieben damit noch 12 Plätze bis zum Erreichen des Klassenteilers frei.

 

Fazit:

Im Ortsteil Weende sowie in der benachbarten Grundschule steht eine hinreichende Zahl an Plätzen in Ganztagsschulen zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


[1]  Daneben gilt das außerschulische Angebot auch für 8 Wochen in den Ferienzeiten.

 

 

 

 

 

 
 

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