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Betreff: Kosten- und Leistungsrechnung im Fachdienst Küchenbetriebe
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:40-Fachbereich Schule   
Beratungsfolge:
Schulausschuss Kenntnisnahme
25.01.2018 
9. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Schulausschusses zur Kenntnis genommen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Der Bericht über die Wirtschaftlichkeit der Küchenbetriebe 2016 wird zur Kenntnis genommen.

 

Begründung:

Die Wirtschaftlichkeit der Küchenbetriebe wird seit 2010 jährlich im Rahmen einer Kostenleistungsrechnung (KLR 40.3) auf der Datenbasis der Finanzbuchhaltung erstellt.

In der KLR 40.3 werden die ordentlichen Aufwendungen der Produktions- und Ausgabeküchen ohne die bauseitige Abschreibung und ohne die Personalkosten der Verwaltung der Küchenbetriebe berücksichtigt.

Die Küchenbetriebe produzierten 2016 insgesamt 969.567 Essen. Davon waren 95% Schul- und Kitaessen und 5% Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnenessen.

Die Essenzahlen stiegen in den Küchenbetrieben insgesamt um 8,5% zum Vorjahr. In der Schul- und Kitaverpflegung erhöhten sich die Essen um 8,8% zu 2015.

Die steigenden Essenzahlen konnten mit unverändertem Personaleinsatz in den bestehenden Einrichtungen bedient werden. Dies führte zu einer verbesserten Arbeitsproduktivität.
In der Schul- und Kitaverpflegung reduzierten sich die Personalkosten 2016 im Vergleich zu 2015 um 0,10 € / Essen  (ca. 5%). 

Der Kostendeckungsgrad in der Schul- und Kitaverpflegung verbesserte sich im Jahr 2016 um ca. 5% auf 89,6%.

Die positive Entwicklung der Kostendeckung erklärt sich neben der gestiegenen Produktivität, durch die steigende Essenteilnahme und auch durch die jährliche Erhöhung der Essenspreise.

Seit Einführung des Bildungs- und Teilhabepaketes des Bundes (BuT) für die Mittagsverpflegung in Ganztagsschulen im Jahr 2011 steigt dessen Inanspruchnahme kontinuierlich.
2016 waren es ca. 300.000 €. Berechtigt nach BuT sind Empfänger öffentlicher Leistungen, die bei Nachweis einen verminderten Essenpreis zahlen. Der Differenzbetrag wird uns vom Bund erstattet.

Die Kostendeckung in der Mitarbeiterverpflegung verbesserte sich im Vergleich zu 2012 mit 75% auf 79% in 2016. Die Wirtschaftlichkeit der Rathauskantine ist nach ihrer in 2019 beabsichtigten Sanierung mit einem gesonderten, bedarfsgerechten Qualitätskonzept weiter zu verbessern.

Die ordentlichen Aufwendungen für die Verwaltung der Küchenbetriebe (Leitung, Qualitätsmanagement, Sachbearbeitung sowie Bestellung und Abrechnung der Essengelder) betragen 0,29 €/Essen. Diese Kennzahl hat sich seit 2012 (0,45 €/Essen) um insgesamt 36% verbessert.

Ausblick

Wesentliche Veränderungen sind in den Folgejahren in den Personal- und Transportkosten aber auch bei den Bau- und Sanierungskosten (Investiv/Abschreibungen) zu erwarten.

Der Personalkostenanteil an den ordentlichen Aufwendungen beträgt fast 50%.
Aufgrund eines Ratsbeschlusses werden alle städtischen Beschäftigten der Entgeltgruppe 1 zum 1.5.2018 in die Entgeltgruppe 2 wechseln.
Bei den Küchenbetrieben betrifft dies 37 Beschäftige (22 Vollzeitäquivalente).
Es ist davon auszugehen, dass die Personalkosten weiter steigen werden.

2017 waren die Küchenbetriebe auch von der Insolvenz des beauftragten Transportunternehmers betroffen. Die notwendigen Änderungen in der Logistik wurden eingeleitet.
Der Transportkostenanteil betrug 2016 5% der ordentlichen Aufwendungen.
Durch Tarifbindung/Mindestlohn und steigende Umweltauflagen ist hier ab 2017 mit höheren Kosten (bis zu 30%) zu rechnen.

Nach derzeitigem Sachstand ist die Sanierung der Rathauskantine in 2019 geplant.
In den Folgejahren sind wichtige Sanierungsmaßnahmen auch in den Produktionsküchen an der IGS-Geismar und an der Neuen IGS vorzusehen.

Mit den weiter steigenden Essenzahlen in der Schulverpflegung sind an einigen Standorten auch die Mensakapazitäten entsprechend anzupassen. Maßnahmen und Kosten sind noch zu ermitteln.

 

 

 
 

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