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Betreff: "Umwandlung der Wilhelm-Henneberg-Schule in eine offene Ganztagsschule" (Antrag der CDU-Ratsfraktion vom 20.12.2017)
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:Dezernat B - Personal, Schule und Jugend   
Beratungsfolge:
Schulausschuss
25.01.2018 
9. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Schulausschusses abgelehnt   
Schulausschuss
01.03.2018 
10. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Schulausschusses (offen)   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

Von der Einrichtung einer Ganztagsschule an der Wilhelm-Henneberg-Schule in Weende wird abgesehen.

 

Eine weitere Beratung im Rat ist nicht erforderlich.

Begründung:

 

In der Stadt Göttingen sind 16 von 20 öffentlichen Grundschulen zu offenen oder teilgebundenen Ganztagsschulen ausgebaut. Von diesen arbeiten die Erich-Kästner-Schule und die Astrid-Lindgren-Schule unter vom Land Niedersachsen zur Verfügung gestellten hinreichenden Bedingungen. Die Godehardschule arbeitet unter den im Erlass „Die Arbeit in der Grundschule“ vom 1.8.2010 gravierend schlechteren Bedingungen. Wegen dieser unzureichenden Ausstattung der Ganztagsgrundschulen durch das Land Niedersachsen hat die Stadt Göttingen das Rahmenkonzept für eine Zusammenarbeit von Schulen, freien Trägern der Jugendhilfe und der Stadt Göttingen „Ganztagsgrundschulen in Göttingen“ in Kraft gesetzt. Es führt dazu, eine qualitätsvolle Gestaltung des schulischen Ganztags zu ermöglichen und darüber hinaus den weitergehenden Betreuungsbedarfen von Familien gerecht zu werden (Betreuung über 15.30 Uhr hinaus, auch freitags und in den Ferien).

 

Die räumliche Situation in der Wilhelm-Henneberg-Schule sowie die räumliche Enge auf dem Gelände der Wilhelm-Henneberg-Schule macht es nicht möglich, die erforderlichen räumlichen Voraussetzungen für einen den Standards des städtischen Rahmenkonzepts entsprechenden Ganztagsunterricht und anschließenden Junior-Club zu schaffen.

 

Schon bei einer Beschränkung auf einen Kern-Ganztag (außerunterrichtliches Angebot bis 15.30 Uhr) wären an der Wilhelm-Henneberg-Schule die erforderlichen Voraussetzungen noch zu schaffen. Dies betrifft vor allem eine Mensa. Darüber hinaus wird es nur sehr schwer möglich sein, für ein derart eingeschränktes Konzept einen Träger zu gewinnen, der gemeinsam mit der Schule eine qualitätsvolle Ganztagsschule gestalten möchte. Es wird diesen nämlich kaum gelingen können, für die zu leistenden wenigen Stunden entsprechend qualifiziertes Personal zu finden.

 

Schließlich kann nicht davon ausgegangen werden, dass sich die Schule auf Dauer auf die Durchführung eines Kern-Ganztages beschränken wird.

 

Aus diesen Gründen lehnt die Verwaltung die Errichtung einer Ganztagsschule an der Wilhelm-Henneberg-Schule ab.

 

Jede Lösung zur Errichtung des Ganztages wäre eine Notlösung, die mit hohen Belastungen für Kinder, Eltern und Lehrkräfte verbunden wäre.

 

  1. Schaffung einer Mensa im Thiehaus Weende

Diese Lösung führte zu täglich zurückzulegenden Wegen zum Thiehaus und zurück, die bei jedem Wetter zu bewältigen wären.  Die Entfernung beträgt 350 m. Das würde sowohl für die Kinder als auch für die Lehrkräfte und ggfs. weiteres Personal sehr belastend sein und die Gestaltung des Ganztags erschweren. Für die räumliche Herrichtung des Thiehauses rden Kosten in noch nicht feststehender Höhe entstehen. Zudem besteht seitens des Ortsrates Weende / Deppoldshausen auch keine ausgeprägte Bereitschaft, einer solchen Lösung zuzustimmen.

 

 

  1. Einnahme des Mittagessens im Gemeindesaal der St. Vinzenz-Gemeinde

Der Gemeindesaal wäre für die Nutzung der Mensa durch die Schule geeignet. Der Weg dorthin beträgt ca. 300 m. Für die Nutzung des Saales ist ein Beschluss des Kirchenvorstandes erforderlich. Die notwendigen Kosten für Reinigung, Energie usw. müsste die Stadt tragen. Ob eine Miete verlangt würde, bliebe abzuwarten.

 

Beide Mensamöglichkeiten (Thiehaus und St. Vinzent-Gemeindesaal) wären allenfalls

Nur als Übergangslösung zumutbar.

 

 

  1. Einnahme des Mittagessens in der Mensa der Hainbundschule („Mehrzweckhalle Weende“)

Der Weg zur Hainbundschule ist noch viel länger (1,0 km). Es müsste ggfs. ein Bus für Hin- und Rückfahrt gestellt werden. Das würde das Leben in der Ganztagsschule unterbrechen und für alle Beteiligten sehr belastend sein. Die jährlichen Kosten für den Transport würden ca. 20.000,-- bis 25.000,-- € betragen.

 

  1. Einnahme des Mittagsessens in der Mensa der Hainbundschule („Mehrzweckhalle Weende“) und Durchführung des Kern-Ganztags“ in dem Gebäude der Hainbundschule oder in Kooperation mit ihr gemäß Erlass „Die Arbeit in der Ganztagsschule, Ziff. 2.13

Die Ausführungen zum zurückzulegenden Weg und den damit verbundenen Belastungen und Kosten müssen hier nicht wiederholt werden, außer dass hier nur täglich jeweils ein Weg zu bewältigen wäre, wenn die Hennebergschüler/innen von der Hainbundschule nach Hause gingen.

Allerdings ermöglicht Ziffer 2.13 des Erlasses „Die Arbeit in der Ganztagsschule“ die Zusammenarbeit von Schulen: „Ganztagsschulen können schulübergreifende Angebote machen. Die Zusammenarbeit ist der Niedersächsischen Landesschulbehörde anzuzeigen.“

 

Die Schulleitungen der Wilhelm-Henneberg-Schule und der Hainbundschule haben gegenüber der Verwaltung erklärt, dass sie zu einer derartigen Zusammenarbeit nicht bereit wären, da sie eine solche Zusammenarbeit sowohl in pädagogischer als auch in organisatorischer Hinsicht als nicht sinnvoll und umsetzbar ansehen.

Finanzielle Auswirkungen:

 

  1. Keine.

 

  1. Sollten Elemente einer „Notlösung“ doch umgesetzt werden, ergäben sich folgende finanzielle Auswirkungen:

 

Bei einer durchschnittlich 70%igen Teilnahme der Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge am „Kern-Ganztag entstünden Kosten in Höhe von ca. 75.000 € im Jahr, für den Beginn mit ca. 35 Schüler/innen ca. 43.000 € jährlich, in 2018 ca. 18.000 €.

 

Die Kosten für einen täglichen Transport zur Hainbundschule zum Mittagessen beliefen sich auf ca. 20.000 bis 25.000 € im Jahr; für 2018 fielen ca. 8.500 bis 10.500 € an.

 

Diese Kosten sind im derzeit gültigen Haushalt der Stadt Göttingen nicht abgebildet.

Anlagen:

 

Antrag der CDU-Ratsfraktion zur Sitzung des Schulausschusses am 25.1.2018

 

Auszug aus dem Protokoll über die 10. öffentliche / nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Weende / Deppoldshausen vom 14.12.2017

 

Antrag der SPD-Ortsratsfraktion im Ortsrat Weende / Deppoldshausen vom 29.11.2017

 

Interfraktioneller Änderungsantrag zum Antrag der SPD-Ortsratsfraktion Weende / Deppoldshausen vom 14.12.2017

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich CDU-25-1-2018-Hennebergschule zur Ganztagsschule (152 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Antrag der SPD-Ortsratsfraktion im Ortsrat Weende Deppoldshausen vom 29.11.1017 (92 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Auszug aus dem Protokoll über die 10. öffentliche nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Weende Deppoldshausen vom 14.12.2017 (172 KB)      
Anlage 4 4 öffentlich Interfraktioneller Änderungsantrag zum Antrag der SPD-Ortsratsfraktion Weende Deppoldshausen vom 14.12.2017 (100 KB)      
 
 

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